Grimassen schneiden, Arme herumwerfen, unmotiviertes Lachen oder Freudensprünge – die Medien sind voll von Übungsempfehlungen, die die Stimmung positiv beeinflussen können. Mittlerweile weiß ja jeder blutige Laie, dass auch der Körper ständig Signale ans Gehirn sendet. Wie wär’s also mit dem „Albernheits-Tanz“, Lach-Yoga, dem Dankbarkeits-Spaziergang oder der „Peng!-Übung“ zum Aufheizen der Heiterkeit?
„Jetzt beugen Sie den Ellenbogen, reiben den hervorspringenden Knochenpunkt an der Innenseite – und schon strömt die Gute-Laune-Power durch Ihren Körper.“ Na ja, versuchen schadet ja nix, beschließe ich und folge brav den Anweisungen des Video-Gesundheits-Fuzzis, indem ich meine linke Elle knete, an der ein Knochen nicht so wirklich hervorspringen will.
Ich reibe später auch an meinem Büroplatz, als mich die Terminanhäufung ins Stimmungstief zu zerren droht, ich reibe abends, als mein verstopfter Badezimmerabfluss nur noch blubbernd mit mir kommuniziert – doch die Massage führt nicht zum versprochenen Erfolg.
Da greife ich wohl lieber wieder auf mein Spezialrezept zurück: „Ballen Sie die Hand zur Faust, massieren Sie den Mittelfinger und lassen ihn locker nach oben schnellen“ – na, geht schon besser, oder?




























