Zum ersten Mal seit der Pandemie fand der Lembecker Tiermarkt wieder mit vollem Programm statt. Zehntausende Besucher strömten durch das Dorf. Die namensgebenden Tiere fanden sich wieder auf einer separaten Wiese.
Nach einem coronabedingt abgespeckten Programm im vergangenen Jahr konnte sich der Tiermarkt Lembeck nun wieder in voller Pracht zeigen. Der Dorfkern war für Autos gesperrt, damit die Besucher in Ruhe durch die Straßen flanieren konnten. Hier reihten sich zahlreiche Stände aneinander, an denen verschiedene Waren angeboten wurden. Von Blumen über Dekorationsartikel, Schmuck, Haustierbedarf bis zu Gartenmöbeln gab es dabei allerhand zu entdecken.

Auch der beliebte holländische Markt mit niederländischen Händlern war wieder in der Nähe der Kirche zu finden. Hier fanden sich landestypische Produkte wie Käse, Fisch, Gemüse oder Süßwaren. Auch der Marktruf „Lekker, lekker“ verriet die willkommenen Besucher aus dem Nachbarland.

Die ortsansässige Kaufmannschaft machte ebenfalls auf ihre Waren aufmerksam oder lud zu kleinen Sonderaktionen, wie etwa einem Flohmarkt im Ladenlokal ein. Natürlich durften dabei auch Kinderangebote wie eine Miniatureisenbahn, Bungee-Trampolin oder Spielstände nicht fehlen.

Der eigentliche Tiermarkt war auf der grünen Wiese
Die namensgebenden Tiere waren auch bei diesem Tiermarkt wieder auf einer separaten Wiese abseits der Hauptwege zu finden, für die ein Eintrittsgeld erhoben wurde. Nach bewährtem Konzept konnten die Veranstalter so den Stress für die Tiere deutlich reduzieren. So dösten Esel und Ponies recht entspannt in ihren Pferchen, und auch Ziegen und Schafe konnten sich streichelnden Kinderhänden auf Wunsch entziehen.

Tierschutz wird groß geschrieben
Reine Haustiere wie Hunde oder Katzen suchte man dabei vergeblich, denn ganz der Tradition eines Bauernmarktes entsprechend lag der Fokus auf Hof- und Nutztieren. Im Vergleich zu früheren Jahrzehnten stand der Tierschutzgedanke zudem viel deutlicher im Vordergrund. „Wir würden niemanden einen Esel verkaufen, der ihn in eine Box sperren will“, erklärte etwa ein Händler. „Wir halten unsere Tiere ausschließlich in Offenstallhaltung und geben sie nur in gute Hände ab“.

Auch bei Kleintieren, die früher als wenig mehr als Verbrauchsgut gesehen wurden, war dieser Sinneswandel erkennbar. „Wir beraten unsere Kunden vor dem Kauf ausführlich“, betonte eine junge Geflügelhändlerin. „Viele Menschen halten Hühner inzwischen als Hobby im Garten. Wir geben ihnen viele Tipps auf den Weg, wie Stall und Auslauf gestaltet werden sollten oder wie die Ernährung aussehen muss.“ Es sei undenkbar, dass heutzutage noch Küken tütenweise verkauft würden wie Ende des letzten Jahrhunderts. „Das würden die Besucher heute keinesfalls mehr mitmachen, und das ist auch gut so“, erklärt die Händlerin.




























