StartFreizeitKulturOye como va: Congatanten und Kellerband im Bürgerpark

Oye como va: Congatanten und Kellerband im Bürgerpark

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„Oye como va mi ritmo? Wie gefällt euch mein Rhythmus?“, fragen die Musiker mit ihren Instrumenten. Bei Carlos Santana lautet die Antwort „Bueno par gozar, mulata“, hier in Maria Lindenhof zeigen die etwa 50 anwesenden Zuhörer mit Klatschen und Fußwippen, dass er ihnen gefällt. Ein Bericht von Martina Jansen.

Für uns sechs CongaTanten sowie den drei „Keller-Brüdern“ ist sowohl unser Zusammenspiel als auch der eigentliche Auftritt eine Premiere, abgesehen von einem Gastauftritt der Congaspieler beim Holsterhausener Kinderkarneval. Ich darf den Begriff „CongaTanten“ übrigens auch weiterhin verwenden, ohne dass mir jemand auf die Füße tritt. Der Begriff „Tanten“ bezieht sich nämlich nicht auf Frauen, sondern er bedeutet: „Die, die Conga spielen.“ Und so gehört „Trommelmeister“ Gregor Preis weiterhin uns, zu den CongaTanten – oder wir eher zu ihm. Der erste Kurs mit Hilla, Sigrid, Maria und Karin trifft sich schon seit mehreren Jahren bei Gregor. Mit dabei ist auch selbstverständlich Gregors Frau Beatrice, die ebenfalls eine lange Trommel- und Tanzerfahrung vorweisen kann.

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Musik, die in die Beine geht

Congas werden vor allem mit der Hand gespielt. Durch die verschiedenen Schläge entstehen kleine Melodien, Notenkenntnisse sind dafür nicht notwendig. Das Ergebnis ist Musik, die schnell in die Beine geht. Susanne und ich nehmen erst seit einem Jahr bei Gregor Unterricht, dennoch haben wir uns getraut und zugesagt, mit unseren erfahrenen Trommelschwestern gemeinsam öffentlich aufzutreten. Unsere hin und wieder falschen Handschläge seien uns daher verziehen.

Musikalische Profis hingegen sind die „Kellerbrüder“, auch wenn sie bisher noch keine Auftritte hatten. Markus spielt die Akustikgitarre, Rolf, sein „Bruder im musikalischen Geiste“, ebenfalls. „Kennengelernt haben wir uns in der Musikschule, trafen uns später auch alleine und machten Musik“, erzählt mir Markus. Rolf mag eher die Beatles, Markus ist hingegen breit inspiriert durch verschiedene Genres. Seit einem halben Jahr ist auch Hubert mit seinem Bass dabei und gemeinsam haben sie Spaß am Covern alter Songs.

Die Kellerband wurde begleitet von Gregor Preis (rechts). Foto Martina Jansen

Hilla, die leider heute nicht dabei sein konnte, kam auf die spontane Idee, Congas und Gitarren zusammenzubringen. „Was bietet sich da besser an als Carlos Santana?“, dachte sich Gregor. Bei Oye como va haben Congas und die ausgehöhlten Gurken, die Guiros, nun einmal tragende Rollen. Nach einer gemeinsamen Probe zwei Wochen zuvor im Bürgerpark stand schließlich fest: „Wir sind alle dabei!“

„Oye como va“ am Tag des Auftritts

Der Tag des Auftritts: Wir beginnen, haben Spaß und auch die anwesenden Zuhörer freuen sich über die angenehme musikalische Unterhaltung. Besonders der von Karin gesponserte Wein tut sein übrigens, damit wir lockerer werden. Und dann kommt der große Moment: „Oye como va“ stimmt die Band an und ganz stilecht wie im Video schrappen Susanne und ich die Guiros, während die erfahrenen Congaspielerinnen mit Gregor die Kellerband begleiten. Es folgt der nächste Klassiker mit „Back Magic Woman“, dann gehört die Bühne ganz den „Brüdern“ Markus, Rolf und Hubert. Bekannte Evergreens wie „Norwegian Wood“ oder „Stand by me“ laden zum Mitsingen ein, wobei der Text bei dem überwiegend älteren Publikum immer noch fast perfekt sitzt.

Für mich absolut überraschend verabschiedet sich die Kellerband mit Mike Krügers „Faltenrock“, der für ordentlich Stimmung sorgt. Damit nicht genug, der zum Schluss auftretende Flamencosänger bringt nun auch den letzten Gast dazu, sich zu bewegen oder mitzusingen.

Und weil es für uns so schön war, traten wir noch einmal gemeinsam am 7. September beim Kulturfestival in Barkenberg im Rahmen des Kultursommers auf.

Info

Der Bürgerparkverein lud in diesem Jahr jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat in den Park, um unter Bäumen den Feierabend zu genießen, der Musik zu lauschen, bei einem leckeren Glas Wein zu chillen und mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Ich persönlich hoffe auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

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