Das Dorf Rhade steht vor einer großen Veränderung: Ein umfassendes Umgestaltungsprojekt soll das Ortsbild attraktiver und funktioneller machen. Nach monatelanger Planung haben die ersten Bauarbeiten zum Dorfumbau bereits begonnen.
von Felicitas Sondermann
Bereits im November 2023 hatten die Bürger die Gelegenheit, ihre Anregungen und Ideen für die zukünftige Gestaltung des Rhader Dorfkerns einzubringen. Auf Grundlage dieser Vorschläge wurden im Februar 2024 die ersten Entwürfe vorgestellt, die von den Bürgern bewertet werden konnten.
Gleichzeitig bestand die Möglichkeit, weitere Anregungen und Änderungswünsche zu übermitteln. Diese Rückmeldungen flossen in die weitere Planung ein, sodass das Landschaftsarchitekturbüro „Scape“ im Auftrag der Stadt Dorsten ein Gestaltungskonzept für den Dorfkern entwickelte. Die Architekten stellten den finalen Planungsentwurf für den Dorfumbau am 28. Mai 2024 der Öffentlichkeit vor.
Planungsbereich
Diese Straßen und Plätze sollen umgestaltet werden:
- Debbingstraße Süd
- Debbingstraße
- Dorfkern
- Erler Straße
- Lembecker Straße
- Schützenstraße
- Schwester-Urbania-Weg
- Schlattweg

Die geplanten Maßnahmen umfassen die Neugestaltung des Dorfkerns, den Ausbau von Rad- und Fußwegen, sowie verkehrsberuhigende Maßnahmen. So wollen die Verantwortlichen die Sicherheit für Schüler, Senioren, und andere Fußgänger sowie Radfahrer erhöhen.
Ein besonderer Fokus liegt auf die Gestaltung des Kirchenumfeldes, um den Dorfkern erkennbarer zu machen und zu stärken. Auf dem Kirchplatz soll eine parkartige Grünfläche mit Bäumen und Sitzgelegenheiten entstehen. Dazu wird die direkte Zufahrt für Autos gesperrt.

Auch der ehemalige Bolzplatz im Forks Busch in Rhade wird zu einem neuen Spielbereich für Kinder umgestaltet. Die Firma Garten- und Landschaftsbau Vornbrock hat bereits die ersten Arbeiten ausgeführt. Ziel der Umgestaltung des ehemaligen Bolzplatzes und der umliegenden Wiesenflächen ist es, einen zentralen generationsübergreifenden Treffpunkt zu schaffen.
Ein wichtiger Aspekt der Umgestaltung ist die Nachhaltigkeit. So sollen die ökologischen Funktionen des Dorfkerns inklusive Regenwasserkonzept gestärkt werden, wofür Auffangbecken entlang der Lembecker Straße entstehen sollen.

Die Finanzierung des Projekts ist bereits gesichert: Im Zuge der Struktur- und Dorfentwicklung fördern Bund und Land den Dorfumbau.
Wann geht es los?
Der erste Spatenstich ist am Forks Busch bereits erfolgt. Es bleibt spannend, wie sich das Projekt weiterentwickelt – fest steht jedoch: Der Dorfkern vom Rhade wird sich in den nächsten Monaten deutlich verändern.





























