StartFreizeitKulturZwischen Orient und Okzident: Spannende Klangreise in der Gnadenkirche

Zwischen Orient und Okzident: Spannende Klangreise in der Gnadenkirche

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Am Sonntag, dem 1. Juni 2025, verwandelte sich die Wulfener Gnadenkirche in einen Ort musikalischer Begegnungen. Unter dem Motto „Kultur vor Ort“ fand ein faszinierender iranischer Konzertabend statt, der europäische und persische Klangwelten miteinander verschmolz. Rund 60 Gäste erlebten ab 17 Uhr eine musikalische Reise zwischen Tradition und Moderne, zwischen notierter und improvisierter Musik.

Im Mittelpunkt des Abends stand ein außergewöhnliches Trio. Poolad Torkamanrad (Santur), Nima Khoshravesh (Setar) und Katharina Hoffmann (Cello & Ghichak) verbanden orientalische Rhythmen, die Harmonien persischer Musik und Elemente aus experimenteller Klassik, Ambient und Minimal Music zu einem spannenden musikalischen Gewebe.

Bewegung zwischen musikalischen Welten

Ihre Kompositionen bewegen sich auf spannende Weise zwischen verschiedenen musikalischen Welten. Sie verbinden traditionelle Klänge aus der persischen Musik – wie die besonderen Tonleitern der Dastgahs – mit modernen, oft überraschenden Elementen. Mal klingt es harmonisch und ruhig, dann brechen unerwartete Töne und Dissonanzen das gewohnte Muster auf, bevor die Musik in neuen Variationen wieder aufgenommen wird. Die Stücke wechseln zwischen komplexen, rhythmischen Passagen und ruhigen, fast meditativen Abschnitten, die sich immer wiederholen und so eine besondere Stimmung erzeugen.

Nima Khoshravesh (links) und Poolad Torkamanrad. Foto: Christian Haug

Diese Mischung aus Tradition, Experiment und Improvisation macht die Musik des Trios so spannend und abwechslungsreich. Sie nimmt das Publikum mit auf eine Klangreise voller überraschender Momente.

Musik bekannter iranischer Komponisten

Neben eigenen Stücken spielte das Trio auch Werke bekannter iranischer Komponisten wie Parviz Meshkatian und Aref Ghazvini. So wurde der Abend zu einer Hommage an die musikalischen Wurzeln der Künstler und zugleich zu einem Experimentierfeld für neue Ausdrucksformen.

Katharina Hoffmann. Foto: Christian Haug

Das Publikum in der Gnadenkirche zeigte sich begeistert von der gelungenen Verbindung aus Tradition und Innovation, aus Orient und Okzident. Der Eintritt zum Konzert war frei – am Ausgang baten die Musiker um eine Spende.

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