Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung machten sich am 13. Juli rund 100 Teilnehmer auf den Weg zur „Hof-zu-Hof“-Tour des Landwirtschaftlichen Ortsvereins, die in Kooperation mit den Landfrauen stattfand. Mit dem Fahrrad ging es auf eine abwechslungsreiche Entdeckungstour durch die landwirtschaftlichen Betriebe von Dorf Hervest. Die Tour war ein weiteres Highlight im Rahmen des Jubiläumsjahres zum 875-jährigen Bestehen des Kirchturms der Pauluskirche.
Schon die hohe Teilnehmerzahl ist bemerkenswert. Über 100 Menschen – jung und alt, aus dem Dorf und darüber hinaus – radelten gemeinsam durch die Natur. Sie zeigten damit eindrucksvoll, wie groß das Interesse an der Landwirtschaft und am dörflichen Miteinander ist.

Treffpunkt an der Pauluskirche
Zum Start um Punkt 12 Uhr – ganz nach guter dörflicher Tradition pünktlich – versammelte sich die Gruppe am ältesten noch bestehenden Sakralgebäude Dorstens, dem imposanten Kirchturm der St. Paulus Kirche. Dort erhielten alle Teilnehmer ein praktisches Tour-Guide-Set mit Ohrbügel-Headset, das eine klare Übertragung der Erläuterungen während der Fahrt ermöglichte. Diese moderne Technik machte das Wissen mobil.
Zwischenstation am Brunnenplatz
Die erste Etappe führte über den Lippedamm zum Brunnenplatz in der historischen Zechensiedlung, einst Teil des Besitzes der Familie Schulte-Tendrich. Hier ließ sich bereits erahnen, wie stark Geschichte und Gegenwart im Dorf Hervest miteinander verbunden sind.

Ein erstes Highlight folgte auf dem Hof Klümper in der Wenge. Die Gäste erhielten spannende Einblicke in die moderne Milchviehhaltung und innovative Melktechnik – Landwirtschaft zum Anfassen und Verstehen. Weiter ging es durch das grüne Herz des Hervester Bruchs zum Hof May. Hier präsentierte Gastgeber Michael anschaulich die vielfältige Bewirtschaftung mit Blaubeeren, Haselnüssen, Kürbissen und Tannenbäumen.
Auch der nächste Stopp auf dem Hof Kemna beeindruckte: Josef Kemna informierte kenntnisreich über den Spargelanbau sowie Erdbeer- und Himbeerkulturen. Beide Betriebsleiter gaben dabei persönliche Einblicke in die Entwicklung ihrer Höfe und sprachen offen über die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft.

Den krönenden Abschluss bildete ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee, kühlen Getränken und selbstgebackenem Kuchen – gespendet und zubereitet von engagierten Landfrauen. Ein perfekter Ausklang eines rundum gelungenen Tages, der nicht nur Lust auf regionale Produkte machte, sondern auch das Miteinander der Dorfgemeinschaft feierte.
Hof-zu-Hof-Tour als Baustein im Jubiläumsjahr
Die „Hof-zu-Hof“-Tour war ein weiterer Beweis dafür, wie lebendig und vielseitig das Jubiläumsjahr 875 Jahre Hervest gestaltet wird. Zahlreiche Vereine, Gruppen und engagierte Bürger tragen dazu bei, dass die Geschichte nicht nur erinnert, sondern aktiv erlebt wird. „Besonders schön ist, dass sich alle beteiligen – ob mit eigenen Veranstaltungen oder im Hintergrund als Helfer“, so Carsten Bewer, Mitorganisator und Mitglied des Heimatvereins. „Das zeigt, wie stark der Gemeinschaftssinn hier ist.“
Und dieser Gemeinschaftssinn bleibt nicht folgenlos. Die Einnahmen aus den Jubiläumsveranstaltungen fließen in ein gemeinsames Spendenprojekt, das nach Abschluss des Festjahres ausgewählt wird – gelebte Solidarität in Dorf Hervest.
Die nächste Veranstaltung im Jubiläumsjahr 875 Jahre Hervest ist der Bildervortrag des Heimatvereins am 13. September – eine Reise in die Vergangenheit, die sicher viele Erinnerungen weckt.


















