StartStadtteileHervestKarawane zur Geschichte: Dorf Hervest auf Zeitreise zur Zeche Fürst Leopold

Karawane zur Geschichte: Dorf Hervest auf Zeitreise zur Zeche Fürst Leopold

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Rund 25 Teilnehmende von Jung bis Alt radelten am Sonntag vom Spreutenhüsken zur Maschinenhalle Fürst Leopold.

Dort wartete Geschichte zum Anfassen: Eine spannende Führung durch Zechensiedlung und Maschinenhalle vermittelte eindrucksvoll das Leben der Bergleute von damals. Den Abschluss bildete das Hissen des Jubiläumsbanners „875 Jahre Dorf Hervest“.

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Fahrradtour mit Sonnenschein und guter Laune

Pünktlich um 12:15 Uhr setzte sich die rund 25-köpfige Gruppe aus Bürgerinnen und Bürgern zwischen 8 und 82 Jahren in Bewegung. Bei strahlendem Wetter startete die Karawane am Treffpunkt Spreutenhüsken und machte sich gemeinsam auf zur Maschinenhalle Fürst Leopold – mitten ins Herz der Dorstener Bergbaugeschichte. Die Fahrt selbst war bereits ein Erlebnis: lachende Gesichter, gute Stimmung und Vorfreude auf die historischen Einblicke.

Einblicke in Siedlung und Technikgeschichte

Vor Ort begrüßte Manfred Wissing, 1. Vorsitzender des Vereins für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V., die Gäste. Nach einem Gruppenfoto vor dem kunstvoll gestalteten „Leopold-Regal“ ging es in zwei Gruppen weiter.

Eine Gruppe begab sich mit Wolfgang Littwin auf einen Rundgang durch die historische Zechensiedlung. Die Teilnehmenden entdeckten vergessene Wege und erfuhren, wie lebendig die Siedlung früher war – mit Markt, Handwerksbetrieben, Polizeiwache, sogar einer Tiefgarage. Besonders beeindruckend: der Interkulturelle Garten an der Heinrich-Wienke-Straße, der die Gemeinschaft heute weiterträgt.

Die zweite Gruppe blieb bei Manfred Wissing in der Maschinenhalle. Dort wurde die beeindruckende Dampfmaschine von 1913 lebendig erklärt – mit großer Fachkenntnis und sichtbarer Begeisterung. So erhielten die Teilnehmenden einen intensiven Einblick in die harte, aber präzise Arbeit der Bergleute vergangener Tage.

Nach rund zwei Stunden wurden die Gruppen getauscht, sodass jeder beide Perspektiven erleben konnte.

Gemeinsames Zeichen zum Jubiläum

Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung wurde ein symbolischer Akt gesetzt: das Hissen des Staffelbanners „875 Jahre Dorf Hervest“ auf dem ehemaligen Schulhof der Paulusschule – direkt neben der Paulus-Linde. Mit einem kräftigen Wasserguss wurde auf das Banner feierlich angestoßen.

Damit wurde nicht nur ein starkes Zeichen für das laufende Jubiläumsjahr gesetzt, sondern auch ein Hinweis auf den festlichen Abschluss: den Nikolauszug am 7. Dezember 2025.

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