Der 29. November 2025 war ein Tag, den die Spieler und Fans des SV Lembeck wohl ihr Leben lang nicht vergessen werden. Als Sieger der Aktion „Veltins – Dein Heimspiel“ durfte der Landesligist sein reguläres Punktspiel gegen den VfL Senden in der Veltins-Arena austragen, vor 3.904 Zuschauern und unter Bedingungen, die normalerweise nur Profis erleben.
Schon die Anreise im originalen Mannschaftsbus des FC Schalke 04 und das Umziehen in der königsblauen Kabine sorgten für leuchtende Augen. Lembecks Verteidiger Vincent Brun fasste es später so zusammen: „Geil, die Fans im Stadion zu sehen. Ein unglaubliches Erlebnis, schon mit dem Bus zu fahren und sich in der Schalker Kabine umzuziehen.“
Anschlusstreffer zur richtigen Zeit
Auch Olaf Thon, Fußballweltmeister von 1990 und UEFA-Pokalsieger von 1997, freute sich, den SV Lembeck auf Schalke begrüßen zu können: „Beide Mannschaften haben wohl nur einmal im Leben ihre Chance, hier zu spielen. Deswegen freue ich mich ganz besonders für die Spieler, aber auch für die vielen Zuschauer, die angereist sind. Und alle sind happy, alle sind begeistert!“

Die Begeisterung übertrug sich nahtlos auf den Platz. Hier entwickelte sich ein intensives Spiel, bei dem Senden zunächst die klarere Linie fand. Nach 20 Minuten traf Shinawi zum 0:1, und keine sechs Minuten später legte Castelle das 0:2 nach.

Trainer Oliver Ridder blieb ruhig
Es war ein Auftakt, der vielen Lembecker Fans kurz die Luft nahm, doch Trainer Oliver Ridder blieb ruhig. „Insgesamt ein tolles Spiel“, sagte er später. Auch, weil seine Mannschaft auf den Rückstand mit bemerkenswerter Moral reagierte. Noch vor der Pause gelang durch Vincent Brun der wichtige Anschlusstreffer zum 1:2. Ein Moment, der der Partie einen neuen Puls verlieh. Von da an spielte Lembeck vor allem gegen die Uhr, aber getragen von der ungewöhnlichen Kulisse auch mit spürbarer Energie.
SV-Lembeck: Ein hitziges Spiel
Als Tom Springenberg in der 76. Minute nach starker Vorarbeit zum 2:2 traf, bebte die Arena. Die mitgereisten Fans feierten den Ausgleich wie einen Sieg und verwandelten das Stadion endgültig in einen Hexenkessel. Beide Teams schenkten sich bis zuletzt nichts, doch am Ende fühlte sich das Remis wie ein verdienter Lohn für zwei leidenschaftlich kämpfende Mannschaften an. Keine Frage, es war ein hitziges Spiel.

Die Pressekonferenz im Anschluss verlief im Stil eines echten Bundesligaspiels und ließ die Emotionen noch einmal hochkochen. Genau diese Mischung aus sportlichem Wettkampf und Landesliga auf großer Bühne machte den Tag zu etwas ganz Besonderem. Für Lembeck war es nicht nur ein Punkt in der Tabelle, sondern ein Kapitel, das in der Vereinsgeschichte einen festen Platz haben wird.
Impressionen vom „Heimspiel“ (Fotos: Elena Arat)








































