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Harmonischer Adventsbasar in der Gnadenkirche Wulfen

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Der Samstag vor dem ersten Advent gehört in der Gnadenkirche Wulfen dem Adventsbasar. Schon am Eingang empfängt die Besucher der Duft von Kaffee und frischen Waffeln, dazu gedämpfte Stimmen und der Blick auf liebevoll geschmückte Tische. Nichts Lautes, nichts Spektakuläres, eher ein leiser Adventszauber, der viele seit Jahren anzieht.

Die Räume sind überschaubar, die Wege eng, die Küche ist gleichzeitig Durchgang und Sitzbereich. Doch gerade diese Nähe macht den Reiz des Basars aus. Die Menschen kommen ins Gespräch, bleiben stehen, probieren, setzen sich wieder. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen, das dennoch nicht unruhig wirkt.

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Adventsbasar Gnadenkirche Wulfen 2025
Foto: Fichtner

Selbstgemachtes für die Adventszeit

Im Mittelpunkt des Basars stehen die selbstgemachten Angebote aus der Gemeinde. Auf einem der Tische präsentiert der Förderverein Gnadenkirche Wulfen eigens hergestellte Pralinen, Liköre und weihnachtliche Leckereien, die sich gut verschenken lassen. Daneben haben Frauen aus der Gemeinde Handarbeiten vorbereitet, von Strickwaren bis zu kleinen Dekorationsstücken.

Ein weiterer Bereich gehört den geschnitzten Arbeiten, während der Vater von Christine Markowsky für die Kirche Secondhand Weihnachtsartikel verkauft, ergänzt um selbst gebastelte Stücke. „Eigentlich alles, was man so vor Weihnachten braucht“, fasst Christine Markowsky die Vorsitzende des Fördervereins zusammen.

Adventsbasar Gnadenkirche Wulfen 2025
Foto: Fichtner

Vor der Kirche ergänzt eine Glühweinbude das Angebot. Dort wärmen sich Besucher mit einem heißen Getränk, dazu gibt es kleine herzhafte Speisen. Wer von draußen wieder ins Gemeindehaus tritt, steht sofort wieder mitten im Adventstreiben.

Mehr Stände, mehr Gesichter

In diesem Jahr ist der Basar deutlich belebter als in manchen Vorjahren. „Manchmal waren es nur ein oder zwei externe Stände, diesmal haben wir drei“, berichtet Christine Markowsky. Der Adventsbasar bleibt zwar bewusst klein, doch die Mischung aus vertrauten und neuen Angeboten bereichert das Bild.

Eine der Ausstellerinnen ist Maggy Keller. Sie steht mit ihren Produkten im Gemeinderaum und erzählt, wie sie wieder nach Wulfen gefunden hat. „Ich habe das gelesen, vorgestern. Dann habe ich hier angerufen und gefragt, ob noch ein Stand frei ist“, sagt sie. Schon im vergangenen Jahr war sie zusammen mit einer Freundin dabei, die nun im Urlaub ist. „Das hat sich damals ein bisschen gelohnt und ich fand es sehr schön, da habe ich gedacht, ich komme dieses Jahr wieder.“

Adventsbasar Gnadenkirche Wulfen 2025
Foto: Fichtner

Auch bei der Werbung geht der Förderverein neue Wege. Neben den klassischen Aushängen wurde der Basar in eine Whatsapp Gruppe angekündigt. „Dadurch habe ich das Gefühl, es kommen ein paar mehr Leute“, meint Markowsky.

Ort der Begegnung für die Älteren

Auffällig ist, wie stark die ältere Generation den Basar als Treffpunkt nutzt. Viele Gemeindemitglieder suchen sich einen Platz, bestellen Kaffee und Kuchen und bleiben länger sitzen. „Gerade die Älteren aus der Gemeinde sitzen hier gerne und trinken ihren Kaffee“, sagt Christine Markowsky. „Es passiert einfach nicht mehr so häufig, dass man sich in Ruhe zusammensetzt. Hier ist das noch möglich.“

Adventsbasar Gnadenkirche Wulfen 2025
Foto: Fichtner

Zwischen Kuchentellern und Adventsgestecken entsteht so ein Bild von gelebter Nachbarschaft. Man kennt sich, erzählt sich vom Jahr, tauscht Neuigkeiten aus. Wer später mit einer Tüte selbstgemachter Leckereien nach Hause geht, nimmt mehr mit als nur Produkte.

Ein Basar als kleines Stück Advent

Am Ende des Tages zeigt der Adventsbasar in der Gnadenkirche, was ein kleiner, bewusst überschaubarer Markt leisten kann. Er bringt Menschen zusammen, schafft eine warme und persönliche Atmosphäre und holt den Advent in den Stadtteil. Für viele Besucherinnen und Besucher ist dieser Basar mehr als ein Termin im Kalender. Er ist zu einem festen, stillen Ritual geworden, mit dem die Vorweihnachtszeit in Wulfen beginnt.

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