Nach der europaweiten Speedweek zieht die Polizei Recklinghausen eine ernüchternde Bilanz. In der Aktionswoche mit Blitzer-Marathon registrierten die Beamten im Kreis Recklinghausen und in Bottrop insgesamt 2.072 Verstöße.
Viele Autofahrer müssen nun in den kommenden Wochen mit Post von der Bußgeldstelle rechnen. In einigen Fällen konnten die Fahrer das Verwarngeld noch direkt vor Ort bezahlen.
Jeder Fünfte war zu schnell
Insgesamt überprüfte die Polizei mehr als 9.500 Fahrzeuge. Somit war statistisch mehr als jeder fünfte Fahrer zu schnell unterwegs. Für die Kontrollen kamen sowohl Messverfahren mit anschließendem Anhalten als auch ohne direkten Stopp zum Einsatz.
Deutliche Überschreitungen im Straßenverkehr
Besonders gravierend waren einige Einzelfälle. In Recklinghausen wurde am 13. April ein Fahrzeug mit 79 km/h bei erlaubten 30 km/h gemessen – und das ausgerechnet im Rahmen einer Schulwegsicherung an der Theodor-Körner-Straße am Morgen. Ebenfalls am 13. April fuhr in Marl ein Auto mit 92 km/h bei erlaubten 50 km/h durch eine Messstelle auf der Rappaportstraße. In Bottrop lag ein Fahrer mit 93 km/h bei erlaubten 50 km/h auf der Gahlener Straße deutlich über dem Limit. Bei allen Messungen berücksichtigt die Polizei ein Toleranzabzug von 3 km/h.
Geschwindigkeit bleibt Hauptunfallursache
Die Polizei betont erneut die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit. Im Kreis Recklinghausen und in Bottrop geht nahezu ein Drittel aller tödlichen Verkehrsunfälle auf zu schnelles oder nicht angepasstes Fahren zurück. Die Ergebnisse der Kontrollwoche zeigen aus Sicht der Polizei, dass weiterer Handlungsbedarf besteht.




























