Eine ältere Frau aus Dorsten ist auf der Hardt Opfer von Trickbetrügern geworden. Ein Mann gab sich als Mitarbeiter der Stadtwerke aus und verschaffte sich so Zutritt zur Wohnung der Seniorin. Später stellte die Frau fest, dass Goldschmuck fehlte.
Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei bereits am Montagnachmittag (27. April) gegen 14.30 Uhr auf der Querstraße. Anzeige wurde am Mittwoch erstattet. Nach bisherigen Erkenntnissen klingelte ein Mann bei der Seniorin und gab vor, Mitarbeiter der Stadtwerke zu sein. Er soll entsprechende Kleidung getragen haben, einen dunkelblauen Anzug mit der Aufschrift „Stadtwerke“.
Seniorin an Wasseruhr abgelenkt
Die Dorstenerin ließ den vermeintlichen Mitarbeiter in die Wohnung. Gemeinsam gingen beide zur Wasseruhr. Während die Frau dort offenbar abgelenkt wurde, betrat vermutlich ein zweiter Täter die Wohnung. Am Abend bemerkte die Seniorin schließlich, dass Goldschmuck fehlte.
Die Polizei geht nach derzeitigem Stand von einer bekannten Betrugsmasche aus. Trickdiebe geben sich dabei häufig als Handwerker, Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen oder Amtspersonen aus, um in Wohnungen zu gelangen.
Polizei sucht Zeugen
Der Mann, der sich als Stadtwerke-Mitarbeiter ausgab, wird wie folgt beschrieben: Er soll etwa 40 bis 45 Jahre alt und rund 1,80 bis 1,85 Meter groß sein. Er hatte kurze dunkle Haare, trug einen dunkelblauen Anzug mit der Aufschrift „Stadtwerke“ und sprach Deutsch mit vermutlich arabischem Akzent.
Die Polizei bittet Zeugen, die im Bereich der Querstraße in Dorsten-Hardt verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich zu melden.
Warnung vor Trickbetrügern
Die Polizei warnt zugleich vor ähnlichen Maschen. Unbekannte Personen sollte man grundsätzlich nicht in die Wohnung lassen. Wer Besuch von angeblichen Mitarbeitern eines Unternehmens bekommt, sollte sich immer einen Dienstausweis zeigen lassen und diesen sorgfältig prüfen. Im Zweifel empfiehlt die Polizei, direkt beim angeblichen Arbeitgeber anzurufen.
Wichtig sei außerdem, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Wer unsicher ist, sollte Nachbarn, Angehörige oder andere Vertrauenspersonen hinzuziehen. Türen sollten geschlossen bleiben und nur mit Sicherung, etwa über den Türspalt, geöffnet werden. Im Verdachtsfall sollte man sofort die Polizei über den Notruf 110 informieren.
Gerade ältere Menschen werden immer wieder gezielt von Trickbetrügern angesprochen. Die Polizei rät deshalb, auch mit Angehörigen und Nachbarn über solche Betrugsmaschen zu sprechen.




























