Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff übernimmt eine neue landesweite Aufgabe. Das Präsidium des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen hat ihn in seiner konstituierenden Sitzung einstimmig zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt. Damit steht der Dorstener Bürgermeister künftig an der Spitze einer der wichtigsten kommunalen Interessenvertretungen in NRW.
Der Städte- und Gemeindebund NRW vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 361 Städten und Gemeinden im Land. Stockhoff folgt auf Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Bürgermeister der Stadt Kamp-Lintfort, der nun Erster Vizepräsident des Verbandes ist. Die Amtszeit des Präsidenten beträgt zweieinhalb Jahre. Danach wechselt der Präsident turnusgemäß in das Amt des Ersten Vizepräsidenten.
Tobias Stockhoff: „Eine große Ehre“
Stockhoff bezeichnete die Wahl als große Ehre. „Ich freue mich, gemeinsam mit einem starken ehrenamtlichen Team im Präsidium und einer engagierten Geschäftsstelle die Interessen von über 90 Prozent der Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen vertreten zu dürfen“, sagte der Dorstener Bürgermeister.
Auch der Verband veröffentlichte eine Stellungnahme Stockhoffs. Darin betonte er, vor Ort entscheide sich jeden Tag, ob Politik bei den Menschen ankomme. Die Aufgaben der Kommunen würden immer mehr und komplexer. Umso wichtiger sei es, dass Städte und Gemeinden Unterstützung von Bund und Land erhielten, finanziell, organisatorisch und mit weniger Bürokratie.
Kommunale Interessen gegenüber dem Land vertreten
In seiner neuen Rolle soll Stockhoff vor allem bei strategischen Fragen die Sicht der Städte und Gemeinden gegenüber dem Land Nordrhein-Westfalen einbringen. Dazu gehört der Austausch mit Ministerpräsident, Landesregierung und Landespolitik. Zu den zentralen Themen zählen eine bessere kommunale Finanzausstattung, Bürokratieabbau, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Das operative Tagesgeschäft des Verbandes liegt weiterhin bei der Geschäftsstelle. Stockhoff übernimmt als Präsident aber die Leitung wichtiger Verbandsgremien, darunter Mitgliederversammlung, Hauptausschuss und Präsidium.
„Gerade bei der Beantwortung wichtiger Zukunftsfragen für unsere Kommunen bietet diese Aufgabe die Chance, sich noch stärker einzubringen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln“, sagte Stockhoff.
Bürgermeisteramt in Dorsten bleibt Hauptaufgabe
Stockhoffs Hauptamt als Bürgermeister der Stadt Dorsten bleibt unverändert. Der 1981 in Dorsten geborene CDU-Politiker ist seit 2014 hauptamtlicher Bürgermeister seiner Heimatstadt. Bei der Kommunalwahl 2025 wurde er erneut im Amt bestätigt. Der Verband verweist zudem darauf, dass Stockhoff bereits seit 2021 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für den Regierungsbezirk Münster des Städte- und Gemeindebundes NRW war und in dieser Funktion dem Präsidium angehörte.
Für Dorsten bedeutet die Wahl eine stärkere Sichtbarkeit auf Landesebene. Stockhoff wird künftig nicht nur als Bürgermeister der Stadt sprechen, sondern auch als Stimme vieler Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen, die auch Dorsten unmittelbar betreffen: die finanzielle Handlungsfähigkeit der Städte, weniger Verwaltungsaufwand, digitale Verfahren und die praktische Umsetzung politischer Entscheidungen vor Ort.
Neue Verbandsspitze gewählt
Neben Stockhoff wurde Dr. Eckhard Ruthemeyer, langjähriger Bürgermeister der Stadt Soest, zum Ehrenpräsidenten gewählt. Prof. Dr. Christoph Landscheidt ist neuer Erster Vizepräsident. Zweite Vizepräsidentin bleibt Alexandra Gauß, Bürgermeisterin der Gemeinde Windeck. Weitere Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten kommen unter anderem aus Kamen, Dülmen, Velbert, Havixbeck und Sprockhövel.




























