Beim Schützenfest Dorsten-Hardt 2026 ist die Entscheidung gefallen: Jonas Spickermann hat am Sonntag den Vogel von der Stange geholt und ist neuer Schützenkönig des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Dorsten-Hardt. Mit dem 333. Schuss setzte er um 15.43 Uhr den entscheidenden Treffer. Zur Königin nahm er Anna Bomm.
Auf der Hardt wurde es am Sonntag noch einmal spannend. Vier Anwärter traten an, um die Nachfolge von König Christian Sedlatzek anzutreten: Jonas Spickermann, Arndt Fröscher, Dirk Große-Gehling und Martin Krekemeyer. Entsprechend groß war die Spannung an der Vogelstange, denn bis zum entscheidenden Treffer blieb offen, wer die Regentschaft übernehmen würde.
Details in Kürze
Der Vogel fiel um 15.43 Uhr von der Stange.
- Neuer Schützenkönig ist Jonas Spickermann
- Königin ist Anna Bomm
- Der Königsschuss fiel mit dem 333. Schuss
- Vier Anwärter traten an: Jonas Spickermann, Arndt Fröscher, Dirk Große-Gehling und Martin Krekemeyer
- Das Vogelschießen war Teil des ersten Doppel-Schützenfestes mit Hervest-Dorsten
Insignien
- Rechter Flügel: Udo Kolanczyk
- Linker Flügel: Patrick Potthast
- Krone: Alexander Röken
- Schwanz: Nina Sedlatzek
- Apfel: Birthe Rehmann
- Zepter: Damian Burg
Der Vogel erwies sich dabei als zäh. Schuss um Schuss wurde abgegeben, doch die Entscheidung ließ lange auf sich warten. Den Anwärtern war die Konzentration deutlich anzusehen. Jeder Treffer konnte die Lage verändern, jeder Schuss brachte den Vogel ein Stück näher an den Fall. Gleichzeitig blieb das Rennen lange offen, sodass die Zuschauer immer wieder neu spekulierten, wer am Ende den entscheidenden Moment erwischen würde.

Jüngster Anwärter holt den Vogel
Am Ende war es Jonas Spickermann, der um 15.43 Uhr den entscheidenden Treffer setzte. Der Jubel war groß, als der Vogel fiel und der neue König feststand. Seine Unterstützer hatten ihn schon zuvor lautstark angefeuert. Immer wieder hallten „Spickermann! Spickermann!“ und „Jonas, hau das Ding runter!“ über den Platz.
Dann machte Spickermann genau das: Mit dem 333. Schuss holte er den zähen Vogel von der Stange und wurde neuer König der Hardter Schützen. Gemeinsam mit Königin Anna Bomm führt er nun den Allgemeinen Bürgerschützenverein Dorsten-Hardt durch die kommenden Jahre. Mit zum Thron gehören Svea Meyer-Friedrich, Dennis Spickermann, Max Popien und Lena Krüskemper.

Anwärter mit besonderen Geschichten
Jeder der vier Kandidaten brachte seine eigene Geschichte mit. Martin Krekemeyer kennt die Königswürde auf der Hardt bereits: 1998 setzte er sich im Zweikampf gegen Holger Spickermann durch und holte mit dem 376. Schuss den Vogel von der Stange.
Auch Dirk Große-Gehling brachte eine besondere Perspektive mit. Er regierte von 2018 bis 2022 wegen der Corona-Zeit bereits vier Jahre lang als König. Damit standen beim Schützenfest Dorsten-Hardt 2026 gleich zwei Anwärter an der Vogelstange, die bei einem erfolgreichen Königsschuss den Blick in Richtung Kaiserwürde richten konnten.

Arndt Fröscher ist den Hardter Schützen ebenfalls seit Jahren eng verbunden. Er gehört dem geschäftsführenden Vorstand des Allgemeinen Bürger-Schützenvereins Dorsten-Hardt an und bekleidet dort das Amt des 1. Schatzmeisters. Schon beim Schützenfest 2022 hatte er als Königsanwärter an der Vogelstange gestanden.
Jonas Spickermann brachte als jüngster Anwärter frischen Schwung in das Rennen. Am Ende belohnte er sich für seine Konzentration an der Vogelstange und sorgte für einen der emotionalen Momente dieses besonderen Festsonntags.
Vorstand würdigt alle Anwärter
Unabhängig vom Ausgang des Vogelschießens richtete der Vorstand ein herzliches Dankeschön an alle vier Anwärter. Denn in der heutigen Zeit sei es nicht mehr selbstverständlich, sich für ein solches Amt zur Verfügung zu stellen. Wer Schützenkönig wird, übernimmt nicht nur eine Ehre, sondern auch Verantwortung, Termine und Repräsentationsaufgaben für den Verein.
Gerade deshalb werteten die Hardter Schützen es als starkes Zeichen, dass mit Jonas Spickermann, Arndt Fröscher, Dirk Große-Gehling und Martin Krekemeyer gleich vier Kandidaten bereitstanden. Das machte das Schießen nicht nur spannend, sondern zeigte auch, dass die Tradition auf der Hardt weiterhin getragen wird.
Gute Stimmung mit den Erler Jägern
Schon vor der Entscheidung herrschte auf dem Festgelände am Kögelweg beste Schützenfeststimmung. Die Erler Jäger sorgten mit Blasmusik für den passenden Rahmen, während die Schützen, Gäste und Abordnungen das Vogelschießen verfolgten. Immer wieder brandete Applaus auf, wenn ein Treffer saß oder sich ein weiteres Stück vom Vogel löste.
Auch die Mischung aus traditionellem Vogelschießen, Musik und vielen Gästen machte den Nachmittag zu einem typischen Hardter Schützenfestmoment. Die Schützen standen dicht an der Vogelstange, tauschten Einschätzungen aus und fieberten mit den Anwärtern mit. Gerade weil mehrere Kandidaten ernsthaft um die Königswürde kämpften, blieb die Entscheidung bis zum Schluss offen.
Scheidende Majestäten blicken dankbar zurück
Für König Christian Sedlatzek und Königin Nina Sedlatzek ging mit dem Vogelschießen ihre Regentschaft zu Ende. Beide hatten die Hardter Schützen zwei Jahre lang repräsentiert. Die scheidende Königin sprach von zwei tollen Jahren und bedankte sich bei allen, die das Königspaar begleitet und unterstützt hatten.
Auch der bisherige König zeigte sich vor dem Finale gespannt, wer seine Nachfolge antreten würde. Dem neuen Königspaar wünschten Christian und Nina Sedlatzek ebenso viel Freude und Spaß in der Regentschaft, wie sie selbst erleben durften.
Insignien gingen an treffsichere Schützen
Bevor der Vogel endgültig fiel, sicherten sich mehrere Schützen die Insignien. Den rechten Flügel holte Udo Kolanczyk. Der linke Flügel ging an Patrick Potthast. Die Krone schoss Alexander Röken ab. Den Schwanz holte die scheidende Königin Nina Sedlatzek. Den Apfel sicherte sich Birthe Rehmann, die sichtlich stolz mit Babybauch an der Vogelstange gefeiert wurde. Das Zepter ging an Damian Burg.


Damit war der Vogel Stück für Stück gerupft, bevor sich der Wettkampf auf die Königswürde zuspitzte. Gerade diese Phase sorgte beim Schützenfest Dorsten-Hardt 2026 noch einmal für besondere Spannung, denn mit jedem Treffer rückte die Entscheidung näher.
Frauen greifen an der Vogelstange mit an
Bemerkenswert war auch, dass in Dorsten-Hardt selbstverständlich auch Frauen auf die Insignien schießen konnten. Das ist im Schützenwesen längst nicht bei allen Vereinen üblich. Auf der Hardt gehört es aber sichtbar dazu: Die scheidende Königin Nina Sedlatzek schoss den Schwanz des Vogels, Birthe Rehmann sicherte sich den Apfel und wurde dafür mit Babybauch besonders herzlich gefeiert.


Damit befindet sich Dorsten-Hardt in guter Gesellschaft. Auch beim Schützenverein Hervest-Dorsten spielen Frauen an der Vogelstange eine aktive Rolle. Die vorige Regentin Anja I. Gibson hatte ihre Würde nicht durch die Wahl eines Königs erhalten, sondern selbst den Vogel abgeschossen. Beim ersten Doppel-Schützenfest am Kögelweg zeigte sich damit auch: Tradition und zeitgemäße Offenheit schließen sich nicht aus.
Schützenfest Dorsten-Hardt 2026 im Zeichen des Doppel-Festes
Das Vogelschießen der Hardter Schützen war Teil eines besonderen Festwochenendes. Erstmals feierten Dorsten-Hardt und Hervest-Dorsten parallel auf einem gemeinsamen Festgelände am Kögelweg. Beide Vereine behielten ihre eigenen Programmpunkte und ihr eigenes Vogelschießen, gefeiert wurde aber über weite Strecken gemeinsam.

Für die Hardt bedeutete das Schützenfest Dorsten-Hardt 2026 die Fortsetzung einer lebendigen Tradition. Zugleich bekam der Sonntag durch das Doppel-Schützenfest eine besondere Note: Innerhalb weniger Stunden wurden gleich zwei Königspaare ermittelt. Nachdem Hervest-Dorsten am Vormittag bereits wieder einen besetzten Thron feiern konnte, stand am Nachmittag die Entscheidung der Hardter Schützen im Mittelpunkt.
Mehr zum Schützenfest Dorsten-Hardt 2026
Alle Berichte zum Fest auf der Hardt stehen im Rückblick auf das Schützenfest Dorsten-Hardt 2026. Den Überblick über die gesamte Saison gibt es unter Schützenfeste Dorsten 2026.











