Eine private Spende in Höhe von 10.000 Euro kommt in Dorsten direkt Kindern und Jugendlichen zugute. Ein Dorstener Bürger, der namentlich nicht in Erscheinung treten möchte, hat den Betrag über den Verein „Dorsten dankt Dir“ zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung wurden vier Projekte ausgewählt, die jeweils 2.500 Euro erhalten.
Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte dem Spender persönlich sowie im Namen von Bürgerschaft, Rat und Verwaltung. „Als Gesellschaft können wir natürlich einen Rahmen schaffen, in dem Kinder und Jugendliche aufwachsen und Gemeinschaft erleben. Es ist aber vielfach privates Engagement notwendig, um das Gute noch besser zu machen“, sagte Stockhoff.
Sport-Rollstühle für den FC Rot-Weiß Dorsten
Der FC Rot-Weiß Dorsten hat mit seinem Anteil zwei spezielle Sport-Rollstühle angeschafft. Damit können körperlich eingeschränkte Kinder und Jugendliche in der Halle Fußball spielen. Heiko Raffel, beim Verein Beauftragter für Inklusion, sieht darin einen wichtigen Schritt für mehr Teilhabe im Sport.
„Als Verein wollen wir Sport für alle anbieten, auch für Menschen mit Einschränkungen“, sagte Raffel. Inzwischen habe Rot-Weiß Dorsten, auch in Kooperation mit der Lebenshilfe, verschiedene inklusive Angebote aufgebaut. „Es ist toll, dass wir nun unsere Rollstuhl-Kindergruppe mit zunächst zwei Sport-Rollis ausstatten konnten.“ Vorgestellt werden soll das Angebot beim Inklusionstag im September auf dem Jahn-Sportplatz.
Bei der Vorstellung des Projekts gab es zudem eine weitere gute Nachricht: Der Spender sagte spontan zu, mit Unterstützung von Bekannten noch einen dritten Sportrollstuhl zu finanzieren.
KettCars bringen Bewegung ins LEO
Auch das Soziokulturelle Zentrum „Das LEO“ in Hervest profitiert von der Spende. Dort wurde der Fuhrpark um stabile KettCars der Marke Berg erweitert. Für Leiterin Swantje Bärenfänger ist das weit mehr als ein neues Spielangebot.
„Es gibt viele Kinder, die so etwas zu Hause nicht nutzen können“, erklärte sie. Die neuen Fahrzeuge kämen bei Besuchern von sechs bis über 18 Jahren gut an. „Seit wir die neuen KettCars haben, sitzen die Kinder kaum noch drinnen am Handy, sondern spielen draußen, fahren Rennen.“ Ganz nebenbei lernten die Kinder, die Fahrzeuge zu teilen, sich abzusprechen und sich abzuwechseln.
Von den Kindern und Jugendlichen ließ Bärenfänger ausrichten, dass sie sich von ganzem Herzen für den neuen Freizeit- und Bewegungsspaß bedanken.
Hilfe für Ferienangebote benachteiligter Kinder
Weitere 2.500 Euro erhält die Kinderferienstiftung Dorsten. Sie unterstützt seit 1979 benachteiligte Familien, damit deren Kinder an Ferienmaßnahmen und Freizeiten teilnehmen können. Dazu gehört beispielsweise der beliebte Ferienzirkus Soluna der Jugendzentren „Das LEO“ und „Treffpunkt Altstadt“.
Rund 150 Kinder profitieren jährlich von der Unterstützung, erklärte Luca Sörries vom Jugendamt der Stadt Dorsten. Das Jugendamt führt die Geschäfte der von Manfred Przybylski gegründeten Stiftung treuhänderisch. Gerade in Zeiten niedriger Zinserträge sei die Spende eine wichtige Hilfe. „Die Spende ist eine tolle Hilfe für benachteiligte Familien“, sagte Sörries.
Arbeitskreis Jugend fördert Projekte in Dorsten
Der vierte Teilbetrag geht an den Arbeitskreis Jugend. Der AKJ wurde 1974 als Nachfolger des ehemaligen Stadtjugendrings gegründet und setzte sich anfangs vor allem dafür ein, die Situation der Jugendarbeit in Dorsten zu verbessern. Auch der Bau des Treffpunkt Altstadt am heutigen Standort wurde maßgeblich vom Arbeitskreis Jugend mitgeprägt.
Seit 2012 arbeitet der AKJ als reiner Förderverein. Im Vorstand werden Zuschüsse an Jugendprojekte beraten und bewilligt. Im vergangenen Jahr unterstützte der Verein nach Angaben von Vorstandsmitglied Dietmar Gayk rund 25 Projekte aus den Bereichen Sport, Demokratie, Natur und Kultur mit insgesamt 28.000 Euro. Außerdem organisiert der Arbeitskreis Jugend in Kooperation mit der Stadt Dorsten den Täter-Opfer-Ausgleich nach Straftaten von Jugendlichen.
Puzzleteile als Symbol für Zusammenarbeit
Bei der Übergabe wurden die vier Einzelsummen symbolisch durch Puzzleteile dargestellt. Für Bürgermeister Stockhoff passte dieses Bild besonders gut. „Über diese außergewöhnliche private Spende können wir gemeinsam nur dankbar sein. Das Geld ermöglicht besondere Angebote, von denen Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenswirklichkeit unmittelbar profitieren“, sagte er.
Gleichzeitig habe die Übergabe gezeigt, wie gut die Dorstener Akteure miteinander vernetzt seien. Im Gespräch seien sofort Gemeinsamkeiten und mögliche Kooperationen ausgelotet worden. „Dieses Netzwerken ist typisch für das Dorstener Ehrenamt: Einzelteile fügen sich zu etwas Größerem zusammen. Dieses Zusammenspiel macht unsere Vereine und Initiativen so stark.“
Spenden über „Dorsten dankt Dir“ möglich
Wer gemeinnützige Initiativen und Anliegen in Dorsten unterstützen möchte, kann über den Verein „Dorsten dankt Dir“ spenden. Die Spenden können bestimmten Themen zugeordnet werden, etwa Kinder und Jugend, Sport, Natur und Umweltschutz oder Bildung und Schule. Die Geschäfte des Vereins führt die Stadtverwaltung Dorsten. Fördermittel werden auf Antrag vergeben. Über die Anträge entscheidet ein ehrenamtlicher Beirat mit Vertretern aus allen elf Stadtteilen. Neben Einmalspenden sind auch dauerhafte Fördermitgliedschaften möglich.
Weitere Informationen gibt es unter www.dorsten-dankt-dir.de.




























