Christina Honsel hat ihre Freiluftsaison 2026 mit einem Ausrufezeichen eröffnet. Die Dorstener Hochspringerin meisterte beim Challenger-Meeting in Pierre-Bénite bei Lyon 1,94 Meter und feierte damit den besten Saison-Einstieg ihrer Karriere.
Für Christina Honsel war es ein Auftakt nach Maß. Die 28-jährige Hochspringerin vom TV Wattenscheid 01 übersprang am Samstag in Frankreich 1,94 Meter und setzte sich damit gleich zum Start der Freiluftsaison an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste. Zugleich erfüllte sie mit dieser Höhe die EM-Norm für 2026.
Besonders wertvoll ist dieses Ergebnis, weil die Hallensaison für Honsel verletzungsbedingt vorzeitig beendet war. Für den Beginn der Freiluftsaison nahm sie sich deshalb bewusst mehr Zeit, um wieder vollständig fit in den Wettkampf einzusteigen. Diese Geduld zahlte sich nun eindrucksvoll aus.
Nervenstark über 1,94 Meter
Der Wettkampf in Pierre-Bénite verlangte Honsel durchaus Nervenstärke ab. Bei 1,85 Metern und später bei 1,91 Metern benötigte sie jeweils den dritten Versuch. Als die Latte anschließend auf 1,94 Meter gelegt wurde, war sie sofort da: Honsel meisterte die Höhe direkt im ersten Versuch.
Damit gewann sie den Wettbewerb vor der Französin Solène Gicquel, die 1,91 Meter übersprang, und der Slowenin Lia Apostolovski, die auf 1,88 Meter kam. Für Honsel war es nicht nur der Sieg, sondern auch ein klares Signal, dass sie nach der Verletzungspause wieder auf hohem Niveau angekommen ist.
Auf Instagram ordnete sie das Ergebnis entsprechend ein. Die vergangenen Monate seien nicht immer einfach gewesen, schrieb sie sinngemäß. Umso wertvoller sei dieses Resultat. Es habe sich gelohnt, zu warten und dem Körper Zeit zu geben.
Dorstenerin bleibt in der deutschen Spitze
Für Dorsten ist Christina Honsel längst mehr als eine erfolgreiche Leichtathletin. Die gebürtige Dorstenerin begann ihren sportlichen Weg bei der LG Dorsten und entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer der besten deutschen Hochspringerinnen. Schon 2015 wurde sie im Trikot der LG Dorsten Deutsche Jugendmeisterin. Heute startet sie für den TV Wattenscheid 01, der Heimatbezug ist aber geblieben.
Im vergangenen Jahr hatte Honsel ihre Erfolgsgeschichte eindrucksvoll fortgeschrieben. Nach dem deutschen Meistertitel sprang sie in Heilbronn erstmals über die magische Marke von 2,00 Metern. Auch international machte sie 2025 weiter auf sich aufmerksam, unter anderem mit ihrem ersten Sieg in der Diamond League.
Der gelungene Auftakt in Frankreich zeigt nun: Christina Honsel hat auch 2026 wieder viel vor. Dass sie direkt im ersten Freiluft-Wettkampf die EM-Norm erfüllt, dürfte ihr für die kommenden Wochen zusätzlichen Rückenwind geben.




























