Der Stolz des Eisenbahnvereins „OnWheels“ ist knapp 75 Jahre alt. Der rote Reviersprinter fährt nach einer umfangreichen Sarnierung wieder auf den Schienen des Rhein-Ruhr Verbandes. So auch am vergangenen Sonntag. OnWheels und viele weitere Eisenbahnfreunde fuhren mit dem Kult-Zug nach Dortmund. Das Ziel: Ein Nahverkehrsmuseum.
Um 10.02 Uhr fuhr der kleine, aber trotzdem gemütliche Reviersprinter in den Borkener Bahnhof ein. Über Rhade, Dorsten und Gladbeck sprintete der Zug aus den 50ern nach Dortmund Mengede. Die Hinfahrt dauerte rund 90 Minuten. Von Dortmund aus brachte ein ebenfalls historischer Bus die Eisenbahnfreunde ins Museum. Was steckt aber alles in so einem Zug, der Mitte des letzten Jahrhunderts gebaut wurde? Kann er überhaupt noch verlässlich Personen von A nach B bringen?

Sechs Wagons, über 150 Pferdestärken
Die Antwort ist natürlich ja. Mehr als hundert Besucher wurden sicher ans Ziel gebracht. Und für einen so alten Zug hat der historische Schienenbus eine Ausstattung, die sich wirklich sehen lassen kann. Mehr als neun Liter Hubraum, sechs Wagons und eine maximale Geschwindigkeit von 70 km/h.
Zugtechniker Michael Jung erklärte den vielen Zuggästen die Einzelheiten des Reviersprinters und seiner Arbeit: „Ich bin heute aus Gießen hierher gekommen, um mit OnWheels zusammen nach Dortmund zu fahren. Ich arbeite ehrenamtlich, ich mache hier die Technik und schaue, dass die Fahrt gut klappt.“
100.000 Euro, um Reviersprinter auf Strecke zu bringen
Es ist nicht das erste Mal, dass OnWheels eine solche Fahrt anbietet. Zur Weihnachtszeit organisierten die Eisenbahnfreunde sogenannte Nikolausfahrten. Ein gemütliches Zusammenkommen im warmen Zug, für die Kinder gab es Süßigkeiten und für die Erwachsenen Glühwein.

Aber zurück zum Reviersprinter. Im Rahmen eines Förderprogramms übergab das Nordrhein-Westfalen 100.000 Euro an „OnWheels“, um den Reviersprinter zu sanieren. „Es ist wichtig zu betonen, dass der Zug nicht unserem Verein gehört, sondern einem Mitglied in unserem Verein. Dann haben wir mit dem Fördergeld zusammen den Zug saniert, um ihn dann gemeinschaftlich für Fahrten nutzen zu können. Wir freuen uns über den großen Andrang heute, das zeigt uns, dass wir in der Zukunft noch viel mehr Ausflüge organisieren können“, erklärt OnWheels Kassierer Hartmut Ulbrich.
Im Folgenden einige Impressionen von der Zugfahrt und dem Dortmunder Museum (Fotos: Johannes Götte):









































