StartAllgemeinAufkleber "Respekt" sorgt für Klage der AfD

Aufkleber „Respekt“ sorgt für Klage der AfD

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Schon über 30.000 Menschen haben bei Campact Plakate und Aufkleber mit dem Schriftzug „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ bestellt.

Sie reagieren damit auf eine Drohung der AfD, gegen das Respekt!-Schild am Frankfurter Rathaus zu klagen.

Auch in Dorsten war in letzter Zeit der Aufkleber der Initiative „Respekt“ häufig auf Demonstrationen gegen „Rechts“ zu sehen. Allerdings klebt es nicht am Rathaus.

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In Frankfurt sieht es anders aus. Dort klebt es nämlich seit fünf Jahren am Rathaus und ist eine Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“, die von der IG Metall unterstützt wird.

Dies allerdings widerspreche dem Neutralitätsgebot, sagt die AfD.

Die Menschen reagieren nun auf eine Drohung der AfD, die gegen das Respekt!-Schild am Frankfurter Rathaus zu klagen. Es widerspreche dem Neutralitätsgebot. Der Schuss ging allerdings nach hinten los!

Nun wird in Deutschland tausendfach ein Zeichen gesetzt, dass gegenseitiger Respekt nichts mit Herkunft oder Hautfarbe zu tun hat, sondern zu den Grundsätzen einer freiheitlichen Gesellschaft gehört.

„Die Zahl der Bestellungen zeigt, dass die Drohung der AfD komplett nach hinten losgeht. Sich für Respekt auszusprechen, hat mit dem parteipolitischen Neutralitätsgebot nichts zu tun“, sagt Felix Kolb, geschäftsführender Vorstand von Campact. „Rassisten sind gerade nicht neutral und es ist bezeichnend, dass die AfD sich durch das Schild angesprochen fühlt.“

Bis 2. Januar können die Plakate und Aufkleber noch bestellt werden, um Laptops und Fensterscheiben, Sportvereine, Gemeindehäuser oder Kindergärten zu schmücken.

„Dass es der AfD an Respekt fehlt, ist uns seit langem bekannt“, kritisiert Michael Erhardt von der IG Metall Frankfurt. „Die richtige Antwort wäre, die Respekt-Schilder an jedes Ortseingangsschild der Stadt Frankfurt zu hängen und damit zu zeigen, dass Rassismus in dieser Stadt nichts zu suchen hat.“

Erst im Oktober fand die Initiative auf dem Gewerkschaftstag der IG Metall in Nürnberg großen Anklang und wurde unter anderem von Susanne Ferschl (DIE LINKE), Anton Hofreiter (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN), Klaus Barthel, Björn Böhning und Lars Klingbeil (SPD) sowie Hermann Gröhe (CDU) unterstützt. Die Initiative setzt sich seit Jahren gegen Rechtspopulismus und Rassismus ein und hat unter anderem Materialien für einen Azubi-Workshop und einen „Schnellcheck AfD“ entwickelt.

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