Der industrielle Teil in Hervest wurde stark geprägt durch die Zeche Fürst Leopold, auf der bis 2001 Kohle gefördert wurde. Das ursprüngliche Zechengelände wandelte sich, aber noch immer erinnern in der Hervester Kolonie Straßen und Gebäude an die Vergangenheit des Bergbaus.
So wurde aus dem Weg der ehemaligen Zechenbahn, die hinter den Gärten der umliegenden Häuser vorbeiführte, nun ein breiter Geh- und Radweg hin zur Lippe. Bunt bemalte Trafohäuschen bilden dabei immer wieder einen Blickfang.
Die Zechensiedlung, die mittlerweile unter Denkmalschutz steht, entstand, als zahlreiche Bergarbeiter sich hier ansiedelten. Rund um den Brunnenplatz entstand dafür ein kleines Nahversorgungszentrum, nun finden hier interkulturelle Veranstaltungen statt.
Am Brunnenplatz ist auch der 2003 gegründete „Verein für Industrie-, Bergbau- und Sozialgeschichte Dorsten e.V.” mit original nachgebauter Bergmannsküche zu Hause. Regelmäßig lädt er zu interessanten Führungen durch die Kolonie ein. Hierbei erfährt der interessierte Zuhörer auch, warum Hervest in Hervest und Dorf-Hervest unterteilt ist.

Foto: privat
Aber nicht nur hier hält der Bergbauverein die Erinnerung an die Zechenzeiten aufrecht. Im ehemaligen Maschinenhaus auf dem Zechengelände finden neben Ausstellungen und Vorführungen auch außergewöhnliche Trauungen direkt neben der alten Dampfmaschine statt.




























