Die Brücke hinter den Sternen: Ein neues Buch von Cornelia Funke für Kinder, die dem Tod sehr früh begegnen 

Die international erfolgreichste deutsche Kinder- und Jugendbuchautorin und gebürtige Dorstenerin Cornelia Funke hat ein neues Buch geschrieben, das sich von ihren bisherigen Fantasiegeschichten und den dort lebenden Wesen stark unterscheidet.

„Die Brücke hinter den Sternen“ schrieb die bekannte Autorin ursprünglich für eine Anthologie, dessen Erlös einem Kinderhospiz zugutekommen sollte. Nun wird diese Geschichte auf DVD ein Geschenk für die jugendlichen Teilnehmer der Trauergruppen des Hospizdienstes im Soziokulturellen Zentrum „Das LEO“. 

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Ein Buch, das Trost spenden soll. Foto: Martina Jansen

Persönliche Worte von Cornelia Funke

„Als mir Cornelia ihr neuestes Buch schenkte, war ich vom Inhalt her sehr berührt“, gesteht Lambert Lütkenhorst, Vorsitzender des Cornelia-Funke-Baumhauses. „Ich dachte sofort daran, dieses Buch den Kindern und Jugendlichen in den Dorstener Trauergruppen in Form einer gesprochenen Erzählung auf DVD zum Geschenk zu machen“, so Lambert, der zudem auch noch Vorsitzender des Ambulanten Hospizdienstes ist. „Spontan fielen mir dabei Martina Jansen und Christian Sklenak ein, da ich beide schon länger kenne und sie bereits mehrere Texte über die Arbeit des Hospizdienstes, auch über unsere Kinder- und Jugendtrauerarbeit geschrieben haben. Als Martina und Christian sofort zusagten, den Barnabel und den Bairim zu sprechen, rief ich daraufhin Cornelia in Los Angeles an und erzählte ihr von unserer Idee“, fährt er fort.  

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Lambert Lütkenhorst spricht den Drachen Tianlong. Foto: Christian Sklenat

Ausdrucksstarke Bilder, gemalt von der Autorin

Und Cornelia Funkes Antwort gefiel uns dreien natürlich sehr. „Ich freue mich so sehr, dass mein Buch vom Ambulanten Hospizdienst bei seiner so unendlich wichtigen Arbeit eingesetzt wird. Ich könnte mir keine größere Ehrung vorstellen, als dass ihr drei mein Buch vertont! Mit herzlichen Grüßen Cornelia Funke.“  

Das Thema der Geschichte bedeutet der berühmten Autorin sehr viel. Daher hat sie das Buch auch selbst illustriert und zum ersten Mal dafür Ölfarben benutzt. Diese Bilder sind so ausdrucksstark, dass wir sie als Slideshow auf der DVD nutzen. 

Der Weg über die Brücke

Die Wesen jenseits der Brücke hinter den Sternen werden Kindern und Jugendlichen, die schon in jungen Jahren um einen nahen Verwandten oder einen Freund trauern, hoffentlich helfen, für einen Moment ihre dunklen Gedanken zu verscheuchen, die sie sicher hin und wieder haben. Wie mag der Weg über die Brücke, die wir Tod nennen, wohl aussehen? Ist er lang? Wo führt er hin? Gehen wir ihn alleine? Was erwartet uns alle am anderen Ende des Weges?  

„Der noch junge Engel Barnabel möchte lernen und schwerer werden, um auch das schwerste Menschenherz über die Brücke ins Licht zu führen“, so lautet der Inhalt des Klappentextes. Er stellt sich die Frage, wie es auf der Menschenseite der Brücke wohl aussehen mag. Barnabel möchte endlich einer der Engel sein, die die Menschenkinder in ihre Welt begleiten, wenn sie ihren Weg hinter die Sterne antreten. Er wünscht sich, uns alle irgendwann am Anfang der Brücke, und damit am Ende unseres irdischen Lebens, in Empfang zu nehmen und uns in ein anderes Land zu begleiten. In das Land, in dem Barnabel, Tianlong und Bairim leben. Ob es wirklich so geschehen wird, das weiß niemand, aber es tut sicher gut zu glauben, dass wir später nicht alleine gelassen werden. 

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Barnabel begleitet ein Kind über die Brücke. Foto: Martina Jansen

Ein Geschenk für Kinder und Jugendliche der Trauergruppen im „LEO“ 

Lambert, Christian und ich sind natürlich keine Profis und unsere Stimmen klingen daher auch nicht gerade „radiogerecht“, aber darum ging es uns bei dem Projekt auch gar nicht. Wir wollten die Jugendlichen aus den Trauergruppen von Petra Lesnow ein wenig aus ihren dunklen Gedanken herausholen und ihnen etwas Ablenkung schenken. 
Tod und Trauer gehören zum Leben und müssen aus der Tabuzone herausgeholt werden. Dies ist Cornelia Funke mit ihrem neuen Buch bestens gelungen. Das Thema ist wahrhaftig nicht leicht und ich weiß nicht, ob ich von Freude sprechen kann, die wir hatten, als wir die Idee besprachen und den Text aufnahmen. Dennoch haben Lambert, Christian und ich nie aus den Augen verloren, um welches Thema es hier geht und auch nie vergessen, welche Kinder und Jugendlichen es sind, die diese DVD zusammen mit einem kleinen Geschenk und einer persönlichen Widmung von Cornelia Funke als Ostergeschenk erhalten werden.  

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Martina Jansen sagte spontan zu, den Barnabel zu lesen. Foto: Christian Sklenat

Möchten Sie die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes unterstützen? Für Ihre Spenden benutzen Sie bitte eine der folgenden Kontoverbindungen: 

Hospiz-Freundeskreis Dorsten e. V. 
Volksbank Dorsten, IBAN: DE28 4246 1435 0165 5551 00 
Sparkasse Vest, IBAN: DE59 4265 0150 0011 1010 29 
Für eine Spendenbestätigung geben Sie bitte Ihre Adresse auf dem Überweisungsträger an. 

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