StartGeschichteDorstener Stadtfilme zeigen Zeitreise durch die Stadtgeschichte

Dorstener Stadtfilme zeigen Zeitreise durch die Stadtgeschichte

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Das Central Kino-Center zeigt zum Stadtgeburtstag historische Filmaufnahmen aus den Jahren 1976 und 2001. Der Eintritt zum besonderen Jubiläumsabend am 1. Juni ist frei.

Dorsten feiert 2026 sein 775-jähriges Stadtjubiläum. Passend dazu lädt das Central Kino-Center gemeinsam mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde und der Stadt Dorsten zu einem besonderen Filmabend ein. Am Montag, 1. Juni 2026, um 19.30 Uhr werden im Kino historische „Stadtfilme“ gezeigt, die Szenen von den großen Stadtgeburtstagen 1976 und 2001 lebendig werden lassen.

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Der Eintritt ist frei. Kostenlose Kartenreservierungen sind persönlich im Central Kino-Center zu den regulären Öffnungszeiten möglich. Zudem können Plätze online über die Internetseite des Kinos reserviert werden.

Filmischer Streifzug durch Dorsten

Bereits im vergangenen Jahr hatten die „Stadtfilme“ von 1986 großes Interesse geweckt. Auch die nun gezeigten Aufnahmen versprechen eine faszinierende Zeitreise. Der Film von 1976 stammt vom „Ton-Film-Studio Klaus Peter“ und zeigt ein Stadtporträt sowie Eindrücke von den Feierlichkeiten zum 725-jährigen Stadtjubiläum vor 50 Jahren.

Die Aufnahmen tragen sichtbar den Charme ihrer Zeit. Das Bild ist leicht farbstichig, der Kommentar aus dem Off erinnert an den Ton früher Wochenschauen. Gerade das macht den Reiz des Films aus. Er zeigt Dorsten in vertrauter Kulisse, aber in einer ganz anderen Zeit.

Dorstener Stadtfilme
Schauspieler im Stadtfilm von 2001.

Der zweite Film stammt aus dem Jahr 2001. Unter dem Titel „Dorstener Geschichte(n)“ wurden historische Szenen von Darstellerinnen und Darstellern aus der Lippestadt nachgespielt. Gedreht wurde in historischen Kostümen und an authentischen Schauplätzen.

Dorsten 1976: Schützen, Zeche und eine Stadt im Wandel

Besonders die Bilder aus dem Jahr 1976 dürften bei vielen Dorstenerinnen und Dorstenern Erinnerungen wecken. Damals feierte die Stadt ihr 725-jähriges Bestehen. Zu sehen sind unter anderem ein großer Schützenaufmarsch in der Innenstadt, die damals noch keine Fußgängerzone war, sowie Eindrücke vom Festumzug, vom Platzkonzert auf dem Marktplatz und vom großen Tanz- und Showprogramm im Festzelt.

Dorstener Stadtfilme
Zeche Fürst Leopold im Jahr 1976.

Der Film zeigt eine Stadt im Wandel. Die Autos und Motorradhelme waren bunt, das Alte Rathaus blau, die Zeche Fürst Leopold förderte noch unter Volldampf. Barkenberg, die „neue Stadt Wulfen“, war damals eine große Baustelle. Gleichzeitig gehörten die durch die Kommunale Neuordnung 1975 hinzugekommenen Stadtteile Östrich, Altendorf-Ulfkotte, Wulfen, Deuten, Lembeck und Rhade erst seit einem Jahr zur neuen Stadtfamilie.

Dorstener Stadtfilme
Barkenberg in 1976.

Im Film wird Dorsten als „junge, moderne, aufwärts strebende Stadt“ mit rund 60.000 Einwohnern beschrieben. Auch manche Programmpunkte wirken aus heutiger Sicht wie ein Blick in eine andere Welt. So gab die Fleischerinnung Dorsten im Festzelt Tipps zum Zerlegen von Schweinehälften, während beim Kinderprogramm unter anderem ein Schokokuss-Wettessen stattfand.

Historische Einordnung zur Stadterhebung

Für den Jubiläumsabend wurden die beiden Filme vom Dorstener Unternehmen filmOrbit gekürzt und bearbeitet. Ergänzt wird das Programm durch zwei kurze Beiträge, die den historischen Rahmen liefern.

Die Historiker Dr. Josef Ulfkotte und Dr. Guido Heinzmann erläutern, was es bedeutete, dass Dorsten am 1. Juni 1251 die Stadtrechte verliehen bekam. „Das Dorf Dorsten an der Lippe wurde am 1. Juni 1251 zur Stadt erhoben – ein Glücksfall aufgrund besonderer Umstände. Die Bewohner wurden aus unfreien Bauern des Oberhofes Dorsten zu freien Stadtbürgern und konnten die Geschicke ihrer Stadt in die eigenen Hände nehmen“, erklärt Guido Heinzmann.

Ausschnitt aus der Gründungsurkunde von 1251.

Zudem werfen Ulfkotte und Heinzmann einen Blick auf frühere Stadtjubiläen. Den Jahrestag der Stadterhebung feiern die Dorstener erst seit etwa 100 Jahren regelmäßig im Abstand von 25 Jahren. Meist wurden diese Jubiläen sehr umfangreich begangen. Die beiden Historiker wollen die mittelalterliche Stadterhebung ebenso erläutern wie die modernen Stadtjubiläen seit 1901 und diese auch kritisch würdigen.

Plakate erläutern die Stadterhebungsurkunde

Begleitend zum Filmabend zeigen Plakate des Vereins für Orts- und Heimatkunde die Stadterhebungsurkunde. Sie erläutern, welche Bedeutung dieses Dokument für Dorsten hatte und warum der 1. Juni 1251 bis heute als zentraler Bezugspunkt der Stadtgeschichte gilt.

Der Filmabend verbindet damit Nostalgie, Stadtgeschichte und lokale Erinnerungskultur. Für viele Besucher dürfte er nicht nur ein Blick zurück auf frühere Jubiläumsfeiern werden, sondern auch eine Begegnung mit dem Dorsten ihrer eigenen Kindheit, Jugend oder Familiengeschichte.

Termin und Reservierung

Der Jubiläumsabend findet am Montag, 1. Juni 2026, um 19.30 Uhr im Central Kino-Center Dorsten statt. Der Eintritt ist frei. Kostenlose Karten kann man direkt im Kino zu den normalen Öffnungszeiten oder online über die Internetseite des Central Kino-Centers reservieren.

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