Dass das Engagement für die Natur nicht mit der Projektwoche an ihrer Grundschule enden muss, haben Emma und Lotta aus Holsterhausen eindrucksvoll gezeigt. Die beiden Freundinnen waren vom Thema „Nachhaltigkeit und Umwelt“ so begeistert, dass sie beschlossen, selbst aktiv zu werden und ihre Nachbarschaft ein Stück grüner zu machen.
Die beiden Kinder zogen sich in den Garten zurück und planten ihre Aktion ganz in Ruhe. Sie überlegten, wann und wo sie sich treffen könnten, gestalteten eigenhändig einen eigenen Flyer und baten ihre Eltern darum, ihn zu kopieren. Einige Exemplare hängten sie an Laternen in der Nachbarschaft auf, doch Emma hatte noch eine weitere Idee: „Wir können doch auch Flyer in die Briefkästen werfen, damit noch mehr Kinder davon erfahren.“
So machten sich die beiden auf den Weg und verteilten ihre Einladungen in ihrem Viertel. Lottas Mutter Joanna ist stolz darauf, wie die beiden neunjährigen Mädchen den Ablauf komplett selbst organisierten. „Zur Vorbereitung kauften sie Blumensamen und sammelten sogar Kerne von Äpfeln, die sie zuvor gegessen hatten. Diese legten sie in Wasser ein, damit diese keimen und daraus vielleicht einmal kleine Bäume wachsen können.“
Emma und Lotte freuten sich auf den geplanten Projekttag, aber je näher er rückte, umso größer wurde die Spannung. „Würde überhaupt jemand kommen und mitmachen? Interessiert sich jemand für die Umwelt?“, fragte sich Lotta ein wenig aufgeregt. Am 9. März war es dann so weit. Mit einem Bollerwagen, der mit Schüppen, Harken, Samen und Getränken beladen war, zogen die Kinder los. Auch an eine kleine Stärkung hatten Emma und Lotta gedacht und von ihrem eigenen Taschengeld Süßigkeiten für alle Helfer gekauft. Insgesamt 15 junge Umweltschützer zwischen vier und elf Jahren aus der Nachbarschaft waren fast eine Stunde lang mit großem Eifer dabei und hatten sichtlich Freude daran, selbst etwas für Natur und Umwelt zu tun. Einige Kinder kamen noch spontan dazu, als sie die Aktion sahen, zudem unterstützten drei Elternteile die Aktion.
Sehr positiv reagierten vorbeigehende Fußgänger, die sich über die Aktion freuten. „Aber auch wir fanden diese Eigeninitiative unserer Kinder sehr bemerkenswert“, waren sich die Eltern einig. „Diese Aktion zeigt, dass auch kleine Ideen einen großen Beitrag für mehr Umweltbewusstsein leisten können.“




























