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Jüdisches Museum zeigt Werke von Ruth Fischer-Beglückter

Januar 14 - April 7

Euro5
Ruth Fischer-Beglücker Ausstellung Jüdisches Museum

Unter dem Titel „Farbe Form Rhythmus“ zeigt das Jüdische Museum Westfalen zum ersten Mal eine Ausstellung in Kooperation mit der Synagogen-Gemeinde Köln.

Vom 14. Januar bis zum 7. April werden im Jüdischen Museum Werke der jüdischen deutsch-chilenischen Malerin Ruth Rebecca Fischer-Beglückter aus der Sammlung der Synagogen-Gemeinde Köln gezeigt. Die Ausstellung wurde gemeinsam mit Dana Röttger, der Kuratorin der Sammlung, gestaltet. Ein rekonstruiertes Atelier, Interviewsequenzen und musikalische Inspirationsquellen erlauben es den Besuchern, sich dem Werk Fischer-Beglückters multisensorisch zu nähern

Ein wechselvolles Leben

Ruth Fischer-Beglückter wurde am 6. November 1927 in Köln geboren. Sie begann ihre schulische Laufbahn an der jüdischen Volksschule Lützowstraße und setzte ihre Ausbildung am gegenüberliegenden jüdischen Reformgymnasium Jawne fort. Etwa ein Jahr nach den Ereignissen des Pogroms vom 9. November 1938 gelang es ihrer alleinerziehenden Mutter, zusammen mit Ruth und ihren Geschwistern, nach Chile zu fliehen.

In Chile mussten die drei Kinder neben dem Schulbesuch auch arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Ruth Fischer-Beglückter studierte später Philosophie und Psychologie an der Universität in Santiago de Chile. Während ihres Studiums im Jahr 1948 meldete sie sich für den Krieg in Palästina. Dort lernte sie ihren ersten Ehemann Enrique Rothschild kennen. Die beiden heirateten im November desselben Jahres, doch tragischerweise fiel er weniger als zwei Monate später an der Front in der Wüste Negev. Nach diesem Verlust kehrte Ruth Fischer nach Chile zurück.

Rückkehr nach Köln

Im Jahr 1952 bekam sie eine Tochter von ihrem zweiten Mann. Sie schloss 1970 als alleinerziehende Mutter ihr Studium als Diplompsychologin und Künstlerin ab. Im Jahr 1981 verließ sie die Diktatur von Augusto Pinochet und kehrte 1982 zurück in ihre Geburtsstadt Köln. Dort lebte und arbeitete sie bis 2017 in Rodenkirchen, stellte unter anderem in der Kölner Artothek aus, bevor sie zu ihrer Tochter nach Spanien zog.

Ruth Fischer-Beglückters Werk nimmt eine zentrale Position in der Kunst der Nachkriegsmoderne im Spannungsfeld zwischen Europa und Südamerika ein. Ihre vielfältigen Gemälde zeichnen sich durch kräftige Farben und großformatige Werke aus, die in ihrer Abstraktion eine expressive Wirkung entfalten.

Die Kunstwerke spiegeln sowohl die Naturerfahrung der Künstlerin als auch alltägliche Begegnungen und erlebte Ereignisse, darunter auch die Pogromnacht. Darüber hinaus bezieht sie sich auf literarische Quellen wie alttestamentarische Psalmen und Musikerlebnisse. Diese intensive Auseinandersetzung zeigt sich besonders bei signifikanten Einzelwerken und Werkzyklen, die Ruth Fischer-Beglückter zu einer herausragenden künstlerischen Persönlichkeit nach den Erlebnissen des Krieges und der Emigration machen.

Details

Beginn:
Januar 14
Ende:
April 7
Eintritt:
Euro5
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
,

Veranstaltungsort

Jüdisches Museum Westfalen
Julius-Ambrunn-Str. 1
Dorsten, 46282 DE
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Weitere Angaben

Titelbild Bildquelle:
JMW

Quellen sind die jeweiligen Ersteller der öffentlichen Veranstaltung auf Facebook. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben. Bitte prüfen Sie immer die aktuellen Daten zu den jeweiligen Veranstaltungen beim Veranstalter.

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