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Vortrag: „Meine Freundschaft mit Tisa von der Schulenburg“

Okt. 27, 2023 @ 18:00 - 21:00
Kostenlos

Tisa von der Schulenburg und eine faszinierende Verbindung in ihrer Heimatstadt Trebbow: Jens-Peter Martens beleuchtet eine bemerkenswerte Freundschaft.

Am Freitag, den 27. Oktober um 18 Uhr, wird Jens-Peter Martens einen Vortrag mit dem Titel „Meine Freundschaft mit Tisa“ im Tisa-Archiv am Förderturm auf Fürst Leopold halten. Dieser Abend verspricht nicht nur Einblicke in das Leben, die Gedanken und das Schaffen von Tisa von der Schulenburg, sondern hebt mit einem besonderen Fokus auf die Wendezeit um 1989 auch ein bedeutendes Kapitel Zeitgeschichte hervor. Gleichzeitig ist dieser Vortrag Teil einer Veranstaltungsreihe anlässlich ihres 120. Geburtstags.

Tisa von der Schulenburg, die später als Ursulinin im Kloster Dorsten unter dem Namen Schwester Paula bekannt wurde, wurde am 7. Dezember 1903 in Tressow geboren. Anlässlich ihres 120. Geburtstags in diesem Jahr organisieren verschiedene Akteure Veranstaltungen in ihren Heimatorten Tressow und Klein Trebbow in Mecklenburg-Vorpommern sowie in ihrer Wahlheimat Dorsten, um an die bedeutende Künstlerin, Autorin und Zeitzeugin zu erinnern. Die Orte, die eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielten, dienten stets als Inspirationsquelle für ihr künstlerisches Schaffen, insbesondere ihre familiären Wurzeln in Mecklenburg und Dorsten.

Reise nach Mecklenburg

Während einer Reise nach Mecklenburg im Sommer 1986 lernte Tisa von der Schulenburg Jens-Peter Martens in Trebbow kennen. Sie selbst beschrieb die Begegnung als außergewöhnlich, und daraus entwickelte sich eine enge Brieffreundschaft zwischen der Ursulinin und dem jungen Mann.

Jens-Peter Martens erinnert sich an die Bedeutung dieser Freundschaft während der letzten Jahre der DDR: „Die Begegnung und Freundschaft mit Tisa von der Schulenburg war für meine Freunde und mich in den letzten Jahren der DDR eine wichtige Erfahrung. Tisa nahm auf ihre Weise Anteil an unserer Entwicklung jenseits des Eisernen Vorhangs in einer Phase, in der sich Änderungen durch die Reformen von Michael Gorbatschow ankündigten. Ihre Briefe machten mir Mut. Ihr soziales Engagement als Künstlerin und Humanistin wurde für mich zu einem Wegweiser ins Erwachsenenleben.“

Die Freundschaft zu Tisa von der Schulenburg und der Briefaustausch über Kunst, Geschichte, Politik und Persönliches halfen Jens-Peter Martens, die turbulenten letzten Jahre der DDR besser zu verstehen und zu bewältigen. Sie trafen sich bei Ausstellungen in Schwerin, Tressow und Potsdam, und Tisa von der Schulenburg widmete ihm Grafiken zum Thema „Berlin 1989“.

Lambert Lütkenhorst freut sich

Lambert Lütkenhorst, Vorsitzender der Tisa Stiftung, freut sich, dass Jens-Peter Martens am 27. Oktober nach Dorsten in die Tisa-Stiftung kommt, um über ihre Begegnung während der DDR-Zeit, ihre Brieffreundschaft und die letzten Jahre der DDR sowie den Mauerfall zu sprechen. Er betont, dass die Erzählungen mit Fotos, Briefen und einem Film bereichert werden, und dass die Idee zu diesem Abend bei einem Besuch von Martens in Dorsten zu Beginn des Jahres entstand.

Lütkenhorst weist darauf hin: „Viele wissen vielleicht nicht, dass Jens-Peter Martens der eigentliche Gestalter der Skulptur für die Außenanlage des Jüdischen Museums Westfalen war. Er stand Tisa zur Seite.“ Tisa äußerte, dass sie ohne ihn nicht in der Lage gewesen wäre, die Säule zu formen, und das Ergebnis dieser beeindruckenden Arbeit, eine 2,20 Meter hohe Säule, kann im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten bewundert werden.

Der Eintritt ist frei
Um Anmeldung wird gebeten unter
Rufnummer 02362 66-3066
E-Mail an [email protected]

Details

Veranstaltungsort

Weitere Angaben

Titelbild Bildquelle:
Foto: Tisa-Archiv / WAZ 1992

Quellen sind die jeweiligen Ersteller der öffentlichen Veranstaltung auf Facebook. Wir übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben. Bitte prüfen Sie immer die aktuellen Daten zu den jeweiligen Veranstaltungen beim Veranstalter.