Ein lauer Sommerabend, ein gut gefülltes Amphitheater und Jazzmusik unter dem großen Sonnensegel: Der traditionelle Big-Band-Abend der Sparkasse Vest Recklinghausen hat am Freitag zahlreiche Besucher in den Bürgerpark Maria Lindenhof gelockt. Rund um das Amphitheater Oude Marie und am Kanal herrschte schon vor Konzertbeginn eine entspannte Atmosphäre.
Viele Gäste hatten sich früh Plätze gesichert, andere standen in kleinen Gruppen zusammen, holten sich Getränke, frische Pizza, Würstchen oder Kaffee am Rostfleckmobil. Der Eintritt war frei. Genau so ist der Abend seit Jahren gedacht: als musikalisches Dankeschön der Sparkasse an die Bürger in Dorsten.

Big Band Dorsten mit hochkarätigen Gästen
Musikalisch stand einmal mehr die Big Band Dorsten im Mittelpunkt. Unter der Leitung von Stefan Schulze präsentierte das Ensemble ein lebendiges Jazzprogramm mit Swing, Blues und modernen Arrangements. Die traditionellen Dorstener Big-Band-Konzerte sind seit Jahren auch für ihre Überraschungsgäste bekannt.

In diesem Jahr standen mit Saxophonist Paul Heller und Sängerin Fay Claassen zwei international erfahrene Jazzmusiker mit auf der Bühne. Heller brachte seine Erfahrung als Saxophonist, Arrangeur und musikalischer Impulsgeber ein. Claassen setzte mit ihrer Stimme besondere Akzente und verlieh den Jazzstandards zusätzliche Eleganz und Tiefe.

Schon die ersten Stücke machten deutlich, warum das Konzert für viele Dorstener längst zu den festen Sommerterminen gehört. Die Big Band füllte das Amphitheater mit sattem Sound, die Gäste genossen die Musik, die Abendsonne und die besondere Kulisse des Bürgerparks.
Sparkasse unterstützt Vereine und Initiativen
Neben der Musik hatte der Abend auch eine zweite wichtige Funktion. Im Rahmen der Veranstaltung übergab die Sparkasse Vest Recklinghausen Spenden an wohltätige Organisationen, Vereine und Initiativen aus Dorsten. Insgesamt fließen in diesem Jahr 127.700 Euro an Projekte in der Stadt.

Christiane Timmer, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Vest Recklinghausen, machte in ihrer Ansprache deutlich, warum diese Unterstützung für die Sparkasse eine besondere Bedeutung hat. Der öffentliche Auftrag der Sparkassen bedeute auch, das Ehrenamt vor Ort zu stärken. Eine starke Stadt brauche nicht nur Infrastruktur und Wirtschaft, sondern vor allem Menschen, „die ihr Herzblut da reinstecken und diese Stadt lebendig halten“.
Die Summe sei dabei wichtig, sagte Timmer sinngemäß, entscheidend sei aber vor allem, was die Vereine und Organisationen daraus machten. Als Beispiele nannte sie unter anderem den Sozialdienst katholischer Frauen, das Blaue Kreuz, die Schildkrötenauffangstation, die Hospizarbeit sowie viele Projekte aus Kunst, Kultur, Sport und Brauchtum.

Ehrenamt als Beitrag zum Zusammenhalt
Besonders deutlich wurde Timmer, als sie über die gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamtes sprach. Ehrenamt sei weit mehr als praktische Hilfe oder Vereinsarbeit. „Ehrenamt ist Demokratievorsorge“, sagte sie. Wer sich engagiere, bringe Menschen zusammen, ermögliche Austausch, Kompromisse und Zusammenhalt. Genau das brauche die Gesellschaft.
Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff griff diesen Gedanken auf. Er dankte der Sparkasse Vest Recklinghausen nicht nur für die finanzielle Unterstützung, sondern auch für den persönlichen Einsatz vieler Mitarbeiter. Dass sie beim Sparkassen-Familientag und bei anderen Veranstaltungen mit anpackten, stehe nicht im Sparkassengesetz, verdiene aber ein besonderes Dankeschön.

Stockhoff erinnerte zugleich daran, dass Dorsten im Jubiläumsjahr stehe. Das Konzert und die Spendensumme passten besonders gut in dieses Jahr. Zugleich machte er deutlich, dass die Unterstützung der Sparkasse kein einmaliges Geschenk sei, sondern seit vielen Jahren verlässlich in Dorsten ankomme.
Ein Abend als Dankeschön an die Stadt
Uwe Schniederjan, Marktbereichsdirektor der Sparkasse Vest in Dorsten, hatte die Gäste zuvor begrüßt und den Abend mit einem Augenzwinkern eröffnet. Sein „heißer Draht nach oben“ habe offenbar funktioniert: Nach der Hitze der vergangenen Woche passte das Wetter am Freitagabend perfekt. Weder Regen noch große Hitze störten das Konzert.

So wurde der Abend im Bürgerpark zu dem, was er sein sollte: ein musikalisches Dankeschön an die Bürger, eine Bühne für die Big Band Dorsten und zugleich ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für das Ehrenamt in der Stadt.
Während die Big Band mit ihren Gästen den Sommerabend musikalisch füllte, wurde rund um das Amphitheater deutlich, wie gut Kultur, Begegnung und Unterstützung für das Ehrenamt zusammenpassen können. Für viele Besucher dürfte dieser Abend im Bürgerpark Maria Lindenhof damit nicht nur ein Konzertbesuch gewesen sein, sondern ein Stück Dorstener Stadtleben im besten Sinne.




























