Mit der Vorstellung des Kriminalitätsberichts 2025 hat das Polizeipräsidium Recklinghausen die aktuelle Sicherheitslage im Kreis und in seinen Städten vorgestellt. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen zog dabei eine positive Bilanz: „Die Zahl der Straftaten ist gesunken. Wir sind auf dem richtigen Weg. Das spricht für eine gute Qualität und Wirksamkeit unserer Polizeiarbeit.“ Auch für Dorsten zeigen die Zahlen einen klaren Trend: Die Kriminalität ist spürbar zurückgegangen.
In Dorsten sank die Gesamtzahl der Straftaten um 5,6 Prozent. Insgesamt wurden 5.174 Delikte registriert. Die Aufklärungsquote liegt bei 51,12 Prozent.
Dorsten liegt bei der Kriminalitätshäufigkeit exakt im Schnitt des Polizeipräsidiums Recklinghausen und leicht unter dem Landesdurchschnitt. Der Rückgang der Fallzahlen fällt in Dorsten zudem deutlich stärker aus als im Kreis und in Nordrhein-Westfalen insgesamt.
Rückgang in mehreren wichtigen Deliktfeldern
Die Polizei verzeichnet in Dorsten gleich in mehreren Bereichen positive Entwicklungen. Besonders deutlich ist der Rückgang bei der Straßenkriminalität, die um mehr als sechs Prozent abnahm. Dazu zählen vor allem weniger Gewaltkriminalität und Sachbeschädigungen im öffentlichen Raum.
Auch die Zahl der Raubdelikte ist weiter gesunken und erreicht den niedrigsten Stand seit mehr als 15 Jahren. Diese Entwicklung trägt maßgeblich zum verbesserten Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum bei.
Zwei Tötungsdelikte – alle Fälle aufgeklärt
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Dorsten zwei Tötungsdelikte. Beide Fälle konnten aufgeklärt werden, die Aufklärungsquote liegt damit bei 100 Prozent. Solche Delikte bleiben absolute Ausnahmefälle, prägen jedoch die öffentliche Wahrnehmung von Sicherheit besonders stark.

Wohnungseinbrüche deutlich rückläufig
Sehr positiv entwickelt sich die Einbruchkriminalität. 2025 wurden in Dorsten 267 Wohnungseinbrüche erfasst – 57 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 17,6 Prozent.
Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote in diesem Bereich von 10,8 auf 13,1 Prozent. Trotz dieser Verbesserung bleibt die Aufklärung von Einbrüchen weiterhin eine große Herausforderung.
Gewaltkriminalität und Körperverletzungen bleiben Schwerpunkt
Zu den häufigsten Delikten zählen weiterhin Körperverletzungen. Insgesamt registrierte die Polizei 2.134 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt hier bei rund 25 Prozent.
Auch Straftaten gegen die persönliche Freiheit und Rohheitsdelikte bleiben ein Schwerpunkt polizeilicher Arbeit.
Sexualdelikte und Diebstähle prägen das Gesamtbild
Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung erfasste die Polizei 222 Fälle. Die Aufklärungsquote liegt bei rund 54 Prozent.
Diebstahlsdelikte bleiben ein zentraler Bestandteil der Kriminalitätslage. Dazu zählen unter anderem Ladendiebstähle, Fahrraddiebstähle sowie Diebstähle aus Fahrzeugen.
Fazit: Positive Entwicklung, aber kein Grund zur Entwarnung
Der Kriminalitätsbericht zeigt für Dorsten eine insgesamt erfreuliche Entwicklung mit sinkenden Fallzahlen und Verbesserungen in wichtigen Deliktfeldern. Besonders der Rückgang bei Straßenkriminalität, Raubdelikten und Wohnungseinbrüchen ist deutlich.
Gleichzeitig machen Gewaltkriminalität, Körperverletzungen und Diebstähle weiterhin einen großen Teil der polizeilichen Arbeit aus. Die Statistik zeigt: Dorsten wird sicherer – doch Prävention und Polizeipräsenz bleiben entscheidend für das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger.




























