Am St. Ursula-Gymnasium in Dorsten ist der Religionsunterricht für den 10er-Jahrgang jetzt auf besondere Weise lebendig geworden. Am 18. Juni 2026 waren dort vier sogenannte „Lebende Bücher“ zu Gast. Sie berichteten von ihrer persönlichen Lebens- und Glaubensgeschichte und kamen anschließend mit den Schülern ins Gespräch.
Das Format funktioniert wie eine besondere Form der Begegnung: Statt in einem Buch zu lesen, hören die Jugendlichen Menschen zu, die aus ihrem eigenen Leben erzählen. Dabei geht es nicht um trockene Theorie, sondern um persönliche Erfahrungen, Glaubenswege, Fragen, Zweifel und den Alltag verschiedener Religionen.
Persönliche Einblicke in drei Religionen
In diesem Jahr waren Vertreter des Christentums, des Judentums und des Islam eingeladen. Zu Gast waren Igor Kuznecov von der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Canan Kaya vom Verein BiKult Bildungs- und Kulturzentrum Marl, Domkapitular Ludger Bornemann, ehemaliger Leiter des Pilgerhauses in Tabgha in Israel, sowie Schwester Annette Borgmann vom Ursulinenorden in Dorsten.
Sie erzählten den Jugendlichen nicht nur von religiösen Traditionen und Überzeugungen, sondern vor allem davon, welche Rolle der Glaube in ihrem eigenen Leben spielt. Gerade dieser persönliche Zugang machte das Format für die Schüler greifbar.
Dialog statt Vorurteile
Im Mittelpunkt stand der Austausch. Die Schüler konnten Fragen stellen und mit den Gästen über Religion, Zusammenleben und persönliche Erfahrungen sprechen. Ziel des Projektes ist es, Verständnis füreinander zu fördern und Vorurteile abzubauen.
Organisiert wurde die Begegnung in Kooperation mit Mareike Fiedler vom Jüdischen Museum Westfalen. Begleitet wurde das Format am St. Ursula-Gymnasium durch Kai Kaczikowski, Pastoralreferent der Pfarrgemeinde St. Paulus und Schulseelsorger am St. Ursula-Gymnasium.




























