Vorlesen unterstützt Kinder beim Spracherwerb, erweitert den Wortschatz und weckt die Neugier auf Bücher. Das Netzwerk „Dorsten liest vor“ engagiert sich seit 24 Jahren in Grundschulen und Kindergärten. Jetzt sucht es weitere ehrenamtliche Lesepaten.
Netzwerk entstand nach der PISA-Studie
„Das Netzwerk der Dorstener Lesepaten gibt es seit 24 Jahren“, sagt Beate Mende. Den Anstoß habe die erste PISA-Studie gegeben. Diese habe deutlich gemacht, dass Eltern zu Hause immer seltener vorlesen und viele Kinder Schwierigkeiten beim Lesen haben.
Das erste Netzwerk gründete sich damals in Mainz. Die Idee breitete sich anschließend in zahlreichen deutschen Städten aus. Anfangs arbeitete das Dorstener Netzwerk noch mit Mainz zusammen. Heute organisieren sich die einzelnen Gruppen eigenständig.
Zahl der Lesepaten ist gesunken
Früher engagierten sich mehr als 70 Lesepatinnen und Lesepaten in Dorsten. Heute sind es noch rund 40. „Wir haben nicht mehr so viele Lesepaten“, sagt Mende. Der Rückgang sei auch eine Folge der Corona-Zeit.
Die Ehrenamtlichen besuchen Grundschulen und Kindergärten. In den Schulen lesen sie vor allem Kindern der ersten und zweiten Klassen vor. Dafür teilen die Lehrkräfte die Klassen in kleine Gruppen. Eine Vorlesestunde dauert etwa 60 Minuten und findet während der Schulzeit statt.
Freude an Geschichten steht im Mittelpunkt
„Wir verstehen uns ausdrücklich nicht als Lehrkräfte“, betont Mende. Die Lesepaten möchten den Kindern Freude am Lesen vermitteln. „Sie sollen neugierig werden und wissen wollen, wie eine Geschichte weitergeht.“
Die Vorlesestunden stärken zugleich die Lesekompetenz und erleichtern Kindern den Zugang zu Büchern.
Leseförderung beginnt im Kindergarten
Das Netzwerk ist bereits in allen Dorstener Grundschulen vertreten. Jetzt möchte es sein Engagement in den Kindergärten verstärken. Nach Ansicht der Ehrenamtlichen sollte die Leseförderung bereits vor der Einschulung beginnen.
In vielen Dorstener Kindergärten lesen Ehrenamtliche regelmäßig vor. Den vorhandenen Bedarf kann das Netzwerk derzeit jedoch noch nicht vollständig abdecken.
Eine Stunde Ehrenamt pro Woche
Das ehrenamtliche Engagement umfasst in der Regel eine Vorlesestunde pro Woche. Interessierte erhalten weitere Informationen bei Beate Mende unter Telefon 02362 622 64 und bei Gisela Poppek unter Telefon 02369 209 35 20. Anfragen sind außerdem per E-Mail an [email protected] möglich.




























