Ein Motorradhelm im Wasser hat am Sonntagabend (28. Juni) einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Polizei an der Schleuse in Dorsten ausgelöst. Eine Spaziergängerin hatte den Helm unterhalb der Schleuse im Wasser entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert.
Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es zuvor einen Unfall gegeben hatte und sich möglicherweise eine Person im Wasser befindet, wurde gegen 19.20 Uhr ein umfangreicher Sucheinsatz gestartet. Im Einsatz waren unter anderem Kräfte der Hauptwache, der Freiwilligen Feuerwehr Hervest-Dorf, die Taucherstaffel, die Drohnenstaffel, die Führungsunterstützung aus Holsterhausen sowie das Feuerwehrboot.
Der Bereich rund um die Schleuse wurde daraufhin aus der Luft, vom Wasser aus und durch Taucher kontrolliert. Gegen 21.30 Uhr wurde der Einsatz beendet. Nach bisherigen Informationen wurde keine Person gefunden. Auch Hinweise auf einen konkreten Unfall ergaben sich zunächst nicht.
Der Einsatz zeigt jedoch, wie ernst solche Beobachtungen genommen werden müssen. Gerade im Bereich von Schleusen und Kanälen können unklare Gegenstände im Wasser schnell den Verdacht auf einen Notfall auslösen. Die Spaziergängerin hatte deshalb richtig gehandelt, indem sie den Fund meldete. Erst im Frühjahr war in der Nähe eine Leiche gefunden worden.
Mehrere tödliche Badeunfälle am Wochenende
Zur Einordnung: Bundesweit hatte es am heißen Wochenende erneut mehrere tödliche Badeunfälle gegeben. Laut dpa kamen seit Freitag mindestens fünf Menschen bei Badeunfällen ums Leben. Auch deshalb weisen Behörden immer wieder auf die Gefahren an Flüssen und Kanälen hin. Im Schleusenbereich ist das Baden verboten; auch 100 Meter oberhalb und unterhalb von Brücken sowie an Wehren und Hafenanlagen gelten besondere Verbote.
Gerade an der Schleuse ist Baden besonders gefährlich. Strömungen, Sogwirkungen, Schiffsverkehr und schwer einschätzbare Wasserverhältnisse können selbst geübte Schwimmer in Lebensgefahr bringen.




























