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Sonntag, März 3, 2024
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Nach Überfällen: Bürgermeister reagiert auf Kritik

Veröffentlicht am

In den vergangenen Tagen kam es zu einer Reihe von Raubüberfällen in Dorsten. Daraufhin wurden in den sozialen Medien Besorgnis, aber auch teilweise harsche Kritik geäußert. Bürgermeister Stockhoff musste dabei insbesondere das Ordnungsamt in Schutz nehmen.

In der letzten Juniwoche häuften sich die schlechten Nachrichten in Dorsten. So wurde ein Jugendlicher am Kanal überfallen und ins Wasser gestoßen, und gleich zwei Raubüberfälle mit vorgehaltener Schusswaffe sorgten für Unruhe. In den sozialen Medien sammelten sich nach den Berichten schnell viele Kommentare. So auch auf dem Facebook-Auftritt von Dorsten-Online.

Besonders das Ordnungsamt erntete Häme

Während einige Menschen vor allem ihre Besorgnis äußern wollten, machten sich andere über die ihrer Meinung nach falsche Sicherheitsstrategie der Behörden lustig. Besonders oft wurde dabei der regelmäßige Einsatz des Ordnungsamtes gegen Hundekot aufs Korn genommen. Zwei Beispiele:

„Hauptsache die Hundekotpolizei funktioniert“

„Dabei dürfen wir nicht vergessen, wie wichtig es ist auf Hundekot Streife zu gehen! Das sind nämlich die wirklich WICHTIGEN PROBLEME. #IronieOff.“

Bürgermeister warnt vor „billiger Polemik“

Bürgermeister Tobias Stockhoff schaltete sich ebenfalls in die Diskussion ein. Das Stadtoberhaupt nahm die Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Schutz und warnte vor „billiger Polemik“. Stockhoff schrieb:

„Und für alle, die mal wieder Schaum vorm Mund haben und meinen, das Ordnungsamt solle doch mal hier „kontrollieren“ statt die regulären Streifengänge zu machen: 1. Die Polizei ist in NRW für die Strafverfolgung und die Prävention von Straftaten zuständig. 2. Die Ordnungsämter sind für Ordnungswidrigkeiten zuständig und haben weder die gesetzlichen Befugnisse, noch die Ausbildung, noch die Ausrüstung für Strafverfolgung.“

Ordnungsamt-Dorsten
In der Kritik: Das Dorstener Ordnungsamt. Foto: Archiv

Längere Diskussion um Angsträume in Dorsten

Daraus entwickelte sich eine längere Diskussion, bei der es dann längst nicht mehr nur um die eigentlichen Überfälle ging. Statt dessen drehte sich der Austausch schnell um Angsträume in Dorsten. Insbesondere der Kanal, aber auch das Lippetal wurden hier genannt. Einige Beispiele (in unveränderter Rechtschreibung):

„Am Kanal kann man garnicht mehr lang gehen“

„Ich wäre froh, wenn die Polizei sich öfter an der südlichen Kanalpromenade zwischen Auto- und Eisenbahnbrücke sehen lassen würde, damit dieser Teil unserer schönen Promenade nicht zur „No-Go-Area“ wird. Hier wird sehr offensichtlich mit Drogen gedealt“

„Meine Tochter besucht unser Petrinum in Dorsten. Ich habe ihr untersagt, den Weg unten am Kanal entlang der Mercaden zu nehmen, wenn sie zur Bushaltestelle „Lippetor“ möchte. Das zur jeder Tageszeit. Es ist einfach nur schlimm, dass es so ist wie es ist. Ihrer Aussage nach, kann die Stadt da nichts machen, die Polizei bekommt das Problem augenscheinlich auch nicht in den Griff.“

„Wir möchten nicht um 19 Uhr zuhause hocken, weil es an bestimmten Stellen gefährlich geworden ist. Für mich steht da der Stausee und der Kanal im Vodergrund. Kann doch nicht sein, daß ich da ab 18/19 Uhr nicht mehr mit meinen Kindern und Enkelkindern her kann.“

Bürgermeister Tobias Stockhoff. Foto: Archiv / Sklenak

Stockhoff: Beobachtungen notieren und melden

Tobias Stockhoff ging auf die Hinweise ein und riet den Betroffenen, solche Beobachtungen mit Zeit und Ort zu melden. Vor allem die Polizei sei dabei anzusprechen.

„Rufen Sie jedes Mal die Polizei bei Straftaten (z. B. Drogen) an oder das Ordnungsamt bei Ordnungswidrigkeiten. Notieren Sie sich immer Datum, Uhrzeit und welcher Beamter / welche Beamtin den Sachverhalt aufgenommen hat“, schrieb Stockhoff. „Gerne im Anschluss eine Mail an [email protected] inkl. der o. g. Daten. Konkret werden und Straftaten melden.“

Nur wenn man die Probleme auch sichtbar machte, könne sich etwas ändern.

Ansprechpartner

Die regulären Dienstzeiten des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) sind montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 18 Uhr. Erreichbar ist der KOD in diesem Zeitraum am besten per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter der Rufnummer 02362 66-3760.

Wichtig: Die Rufnummer des Kommunalen Ordnungsdienstes ist keine Notrufnummer.

Bei Straftaten oder außerhalb der Erreichbarkeit des Kommunalen Ordnungsdienstes ist die Polizei Dorsten erreichbar unter 02362 6012531 oder im Notfall 110. Unter 112 steht die Feuerwehr bereit.

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