Die Lebensmittelmärkte im Nahversorgungszentrum Rhade sollen größer werden. Die Stadt Dorsten hat dazu ein Beteiligungsverfahren eingeleitet und auch die Gemeinde Raesfeld informiert. Geplant ist eine deutliche Erweiterung der Verkaufsflächen von Aldi und Edeka. Ein zusätzlicher Drogeriemarkt ist hingegen nicht vorgesehen.
Nach den aktuellen Planungen soll der Aldi-Markt in Rhade von bislang 751 auf künftig 1.100 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitert werden. Der Edeka-Markt soll von derzeit 1.349 auf 1.800 Quadratmeter wachsen.
Die Stadt Dorsten hat hierzu eine Auswirkungsanalyse erstellen lassen. Darin wurden auch mögliche Folgen für benachbarte Versorgungsbereiche untersucht, unter anderem für Raesfeld und Erle.

Auswirkungen auf Nachbarorte untersucht
Das Gutachten geht davon aus, dass durch die größeren Märkte Kaufkraft aus umliegenden Orten nach Rhade verlagert werden könnte.
Für den zentralen Versorgungsbereich in Raesfeld, also die dortigen Märkte von Rewe, K+K und Aldi, werden Umsatzverschiebungen von bis zu 600.000 Euro jährlich beziehungsweise maximal vier Prozent erwartet.
Für den Ortsteil Erle rechnet die Analyse mit Umsatzverlagerungen von rund 300.000 Euro pro Jahr beziehungsweise bis zu sechs Prozent. Betroffen wäre dort insbesondere der Edeka-Markt. Laut Gutachten seien deutliche Überschneidungen der Einzugsgebiete erkennbar. Dadurch könne sich die Wettbewerbssituation insbesondere für den Edeka-Markt in Erle verschärfen.
Keine negativen städtebaulichen Auswirkungen erwartet
Trotz der erwarteten Umsatzverschiebungen kommt die Auswirkungsanalyse insgesamt zu dem Ergebnis, dass keine städtebaulich negativen Auswirkungen auf bestehende Versorgungsbereiche oder die wohnortnahe Versorgung in Rhade, Lembeck und Raesfeld zu erwarten seien.
Die Stadt Dorsten plant nach eigenen Angaben ausschließlich die Erweiterung der bestehenden Lebensmittelmärkte. Weitere Einzelhandelsansiedlungen sind derzeit nicht vorgesehen.
Insbesondere ein zusätzlicher Drogeriemarkt (Rossmann) ist nicht Bestandteil der Planung. Das wurde von der Gemeinde Raesfeld positiv bewertet, auch mit Blick auf die geplante Ansiedlung eines Rossmann-Marktes in Raesfeld.
Die Gemeinde Raesfeld kann im Rahmen des Beteiligungsverfahrens noch bis zum 22. Mai 2026 eine Stellungnahme bei der Stadt Dorsten einreichen.




























