StartJugendNaturParadieschen: Wo Wurzeln wachsen dürfen

NaturParadieschen: Wo Wurzeln wachsen dürfen

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Aus einer gemeinsamen Idee ist ein Herzensprojekt geworden: Mareike Hölscher und Katharina Zschoche haben Anfang des Jahres das „NaturParadieschen“ gegründet. Was sie verbindet, ist nicht nur ihre berufliche Expertise, sondern vor allem der Wunsch nach einer Arbeit, die Kinder und Erwachsene wieder näher an die Natur heranführt.

Fachwissen trifft Leidenschaft

Die beiden Gründerinnen bringen unterschiedliche, sich ergänzende Qualifikationen mit: Mareike Hölscher ist Meisterin im Garten- und Landschaftsbau, zertifizierte Streuobstpädagogin sowie Natur- und Landschaftsführerin. Katharina Zschoche ist Freiraumplanerin und zertifizierte Gartenpädagogin. Gemeinsam bündeln sie ihr Wissen, um Projekte rund um naturnahe Lebensräume zu gestalten.

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„Wir wollten etwas machen, was uns wirklich Spaß macht“, erklären die beiden. Herausgekommen ist ein Konzept, das Bildung, Naturerlebnis und praktische Gestaltung miteinander verbindet.

Grüne Lebensräume gestalten

Ein zentrales Ziel des „NaturParadieschens“ ist es, das Außengelände von Schulen und Kindergärten aufzuwerten. Dabei geht es vor allem um klimaangepasste und nachhaltige Gestaltung.

„Wir wollen grüne Lebensräume und Lernorte erschaffen“, sagt Zschoche. Oft seien es schon kleine Veränderungen, die große Wirkung zeigen. Wichtig ist den beiden, dass Kinder aktiv eingebunden werden: Sie sollen ihren Lebensraum mitgestalten, Verantwortung übernehmen und die Natur mit allen Sinnen entdecken.

Dabei darf es auch mal schmutzig werden. „Dreckigmachen ist ausdrücklich erwünscht“, sagen beide lachend. Viele Kinder müssten heute erst wieder lernen, Erde anzufassen oder kleine Tiere zu beobachten.

Lernen auf der Streuobstwiese

Ein besonderes Angebot ist die Streuobstpädagogik, die Mareike Hölscher seit dem vergangenen Jahr anbietet. Durch eine Förderung der Biologischen Station gibt es hier auch eine Unterstützung für Schulen.

Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt und eignen sich ideal als Lern- und Erfahrungsorte. Kinder können hier Zusammenhänge der Natur hautnah erleben.

Ein gemeinsamer Traum

Ihr großer Traum: Ein eigener Naturerfahrungsraum für Kinder- und Erwachsenengruppen.

Dafür haben sie bereits einen Bauwagen gekauft: Jetzt sind die beiden nur noch auf der Suche nach einer passenden Wiese. „Am besten etwas zentral gelegen, damit Kinder den Ort auch gut mit dem Bus erreichen können“, so die beiden.

Der Bauwagen soll künftig der Treffpunkt des Naturparadieschens werden. Foto: Privat

Natur erleben durch den Jahreskreis

Das „NaturParadieschen“ versteht sich auch als Bildungsangebot für pädagogische Fachkräfte. Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte sollen lernen, welches Potenzial in ihren Außengeländen steckt.

Geplant sind unter anderem feste Gartengruppen, die über das Jahr hinweg an einem Ort arbeiten. So können Kinder den Wandel der Natur im Jahreskreis beobachten und aktiv miterleben.

Darüber hinaus bieten die beiden Kräuter- und Waldführungen an. „Es macht einfach total Spaß, mit den Kindern unterwegs zu sein“, sagt Hölscher. „Sie lassen sich schnell begeistern und haben ein tolles Auge für die kleinen Dinge.“

Von Sinnespfad bis Klimabeet

Wie vielseitig ihre Arbeit ist, zeigt ein aktuelles Projekt: Erst kürzlich hat Mareike Hölscher einen Sinnespfad in einem Kindergarten in Marl angelegt. Weitere Angebote reichen von Workshops wie dem „Klimabeet“ bis hin zur individuellen Naturgartenberatung.

Der kürzlich gestaltete Sinnespfad. Foto: Privat

Dabei kommen die beiden auch gerne direkt zu interessierten Familien nach Hause und unterstützen bei der naturnahen Gartengestaltung, abgestimmt auf die jeweiligen Möglichkeiten und Bedürfnisse.

Offen für neue Ideen

Das „NaturParadieschen“ richtet sich an alle Altersgruppen. Eine Begrenzung gibt es bewusst nicht. Wichtig ist vor allem die Freude an der Natur.

Die beiden Gründerinnen sind offen für neue Ideen und Kooperationen. „Wir freuen uns auf alle Kinder und Erwachsene, die mit uns die Welt ein bisschen grüner machen“, sagen sie.

Dabei unterstützen sie auch gerne bei der Suche, passende Fördermittel für Projekte und Ideen zu finden.

Zur offiziellen Website des NaturParadieschens geht es HIER.

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