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Dorstener Brenner Dirk Böckenhoff warnt vor neuen Steuern

Dirk Böckenhoff begann 2008 in Dorsten mit dem Brennen von Obstbränden. Seit 2014 führt er gemeinsam mit seiner Ehefrau Alexandra die traditionelle Kornbrennerei J. Böckenhoff in Erle. Nun blickt der 57-Jährige mit Sorge auf die geplante Erhöhung der Alkoholsteuer.

Dirk Böckenhoff begann 2008 in Dorsten

Für Dirk Böckenhoff begann alles in Dorsten. Im Jahr 2008 startete er dort mit dem Brennen von Obstbränden. Was damals als Brennerei für hochwertige Obstbrände begann, entwickelte sich wenige Jahre später zu einer größeren Aufgabe.

Sechs Jahre später übernahm Böckenhoff gemeinsam mit seiner Ehefrau Alexandra die traditionelle Kornbrennerei J. Böckenhoff in Erle. Seit 2014 wird dort in sechster Generation nach überlieferten Originalrezepten Korn aus Roggen und Weizen gebrannt.

Obstbrennerei Dirk Böckenhoff Dorsten präsentiert ersten Dorstener Whisky
Foto: Petra Bosse/Archiv

Die hohe Qualität des Korns und der Liköre hat das Unternehmen weit über die Region hinaus bekannt gemacht. Für Dirk Böckenhoff ist dabei klar, worauf es ankommt. „Korn ist die Basis und die muss gut sein“, sagt er.

Brennerei in Erle steht für eigenes Handwerk

In der Brennerei wird noch selbst gebrannt. Das ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Viele Betriebe kaufen Alkohol zu und verarbeiten ihn weiter. Böckenhoff dagegen setzt auf eigene Herstellung, Erfahrung und genaue Arbeit an der Brennblase.

Gerade deshalb verfolgt er die aktuellen Pläne der Bundesregierung mit Sorge. Zum 1. Januar 2027 sollen mehrere Alkoholsteuern steigen. Geplant ist eine Erhöhung der Alkoholsteuer, der Schaumweinsteuer, der Zwischenerzeugnissteuer und der Alkopopsteuer um jeweils 20 Prozent.

Betroffen wären Spirituosen wie Rum, Wodka und Korn, außerdem Likörweine, Sekt, Champagner und Alkopops. Für den Bundeshaushalt sollen dadurch zusätzliche Einnahmen entstehen. Kleine Brennereien wie die von Dirk Böckenhoff bezweifeln jedoch, dass diese Rechnung am Ende aufgeht.

Treffen bei Brennerei Sasse im Münsterland

Dirk Böckenhoff hat sich deshalb mit weiteren Brennern aus dem Münsterland abgestimmt. Ein erstes Treffen fand bei der Brennerei Sasse statt. Dort sei schnell klar gewesen, dass die Branche gemeinsam reagieren müsse. „Da haben wir uns bei Sasse getroffen und gesagt: Wir müssen etwas dagegen machen“, sagt Böckenhoff.

Steuererhöhung Liköre und Brände
Liköre und Brände aus dem Münsterland der unterschiedlichen Brennereien. Foto: Privat

Aus seiner Sicht ist die geplante Erhöhung keine kleine Korrektur. Die geforderten 20 Prozent würden die Betriebe deutlich belasten.

„Die jetzt geforderten 20 Prozent bedeuten über 2,60 Euro pro Liter hundertprozentigen Alkohol. Das macht mehr als 80 Cent für eine 0,7-Liter-Flasche aus“, erklärt Böckenhoff.

Auch der Zeitpunkt bereitet den Brennern Sorgen. Die Erhöhung soll zum 1. Januar 2027 gelten. Für viele Betriebe sei dieser Termin kaum passend, weil Produktion, Lagerung und Vertrieb längerfristig geplant werden müssten.

Bundestagsabgeordnete sollen in die Betriebe kommen

Die Brennereien wollen ihre Einwände nun direkt an die Politik herantragen. Geplant ist, Bundestagsabgeordnete aus den jeweiligen Wahlkreisen in die Betriebe einzuladen. Sie sollen vor Ort sehen, was die Steuererhöhung für kleine Brennereien bedeuten würde.

„Wir wollen die Bundestagsabgeordneten unserer Wahlkreise zu uns in die Betriebe holen“, sagt Böckenhoff. Eine gemeinsame Pressemitteilung sei bereits herausgegeben worden. Nun gehe es darum, die Folgen der geplanten Erhöhung deutlich zu machen. „Wir wollen informieren und deutlich sagen: So geht das nicht“, sagt Böckenhoff.

Dabei geht es den Brennern nicht allein um den eigenen Betrieb. Sie fürchten Folgen für eine ganze Branche, zu der auch Zulieferer, Landwirtschaft, Handel, Gastronomie und Logistik gehören.

Sorge vor sinkendem Absatz und weniger Arbeitsplätzen

Dirk Böckenhoff verweist auf Prognosen, nach denen eine deutliche Steuererhöhung den Absatz alkoholischer Getränke spürbar senken könnte. Besonders kritisch sieht er die Diskussion über mögliche weitere Erhöhungen.

„Wenn es nicht bei den geplanten 20 Prozent bleibt und später sogar eine Erhöhung um 100 Prozent kommt, könnte der Absatz von Alkohol nach Prognosen um bis zu 20 Prozent zurückgehen“, sagt Böckenhoff.

Dann würden die erhofften Mehreinnahmen möglicherweise gar nicht in der erwarteten Höhe beim Bund ankommen. Wenn weniger verkauft werde, sinke auch die Menge, auf die Steuer erhoben werde. Zugleich gehe es um Arbeitsplätze. Böckenhoff spricht von mehr als 8.000 Arbeitsplätzen, die in der Region betroffen sein könnten, wenn Betriebe weniger produzieren müssten. „Wir müssen alle weniger produzieren und brauchen weniger Leute. Und auch die vor- und nachgelagerten Bereiche leiden darunter“, sagt er.

Bier und Wein nicht in gleicher Weise betroffen

Ein zentraler Kritikpunkt der Brenner ist die unterschiedliche Behandlung alkoholischer Getränke. Die geplante Steuererhöhung betrifft Spirituosen, Schaumwein, Zwischenerzeugnisse und Alkopops. Bier und Wein sind nach den bisherigen Plänen nicht in gleicher Weise betroffen.

Für Dirk Böckenhoff ist das schwer nachvollziehbar. „Wer ein Glas Wein trinkt, denkt vielleicht, auch das sei von der Steuererhöhung betroffen. Das ist aber nicht so. Wein ist davon gar nicht betroffen, Bier ebenfalls nicht“, sagt Böckenhoff. Aus Sicht der Brennereien sei es nicht gerecht, wenn vor allem die Spirituosenbranche die zusätzliche Belastung tragen solle. Böckenhoff fordert deshalb eine gleichberechtigtere Behandlung aller Alkoholhersteller.

Kleinere Betriebe anders behandeln als große Konzerne

Die Brenner wollen nach Angaben von Dirk Böckenhoff auch über neue Modelle sprechen. Dabei geht es um die Frage, ob kleine Betriebe anders besteuert werden könnten als große industrielle Hersteller. „Wir wollen diskutieren über Modelle, wo kleinere Betriebe anders besteuert werden als riesengroße Konzerne“, sagt Böckenhoff.

Beim Bier gebe es bereits Unterschiede, durch die kleinere Brauereien entlastet würden. Vergleichbare Regelungen wünschen sich die Brennereien auch für ihre Branche. „Beim Bier ist das zum Beispiel schon so. Über solche Punkte wollen wir sprechen und die Abgeordneten des Bundes und der Länder informieren“, erklärt Böckenhoff.

Auch Abgeordnete der Länder sollen nach Möglichkeit in die Betriebe eingeladen werden. Sie sollen vor Ort sehen, was die geplante Steuererhöhung für eine Korn- oder Obstbrennerei konkret bedeutet.

Guter Alkohol als Geschmacksträger

Für Dirk Böckenhoff geht es bei der Steuerdebatte auch um die Qualität der Produkte. Kleine Brennereien arbeiteten häufig mit hochwertigen Bränden. Dabei sei Alkohol nicht nur Grundlage des Produkts, sondern auch ein wichtiger Geschmacksträger. „Für uns als Betrieb, ob Korn- oder Obstbrennerei, heißt das: Wir stellen qualitativ hochwertige Brände her. Wir setzen lieber auf guten Alkohol als Geschmacksträger und weniger auf Zucker“, sagt Böckenhoff.

Für Betriebe wie die Brennerei Böckenhoff sei das besonders problematisch. Sie arbeiteten mit hochwertigen Bränden und setzten Alkohol bewusst als Geschmacksträger ein. Weniger Alkohol bedeute nicht automatisch ein besseres Produkt. Häufig müsse der Geschmack dann durch mehr Zucker ausgeglichen werden.

Genau das werde durch eine stärkere Besteuerung problematisch. Je höher der Alkoholgehalt, desto höher die Steuerbelastung. Betriebe, die bewusst mit hochwertigen Destillaten arbeiten, würden dadurch stärker getroffen.

Böckenhoff sieht die Gefahr, dass Hersteller künftig Alkohol reduzieren und andere Geschmacksträger einsetzen könnten. Häufig sei das Zucker. „Die Leute, die vielleicht Billighersteller sind, die sowieso beim Alkohol an der Unterkante sind, weil der ihnen schon immer zu teuer war, die machen dann viel Zucker rein. Das wollen wir zum Beispiel nicht“, sagt er.

Spirituosen aus der Brennereien Böckenhoff
Spirituosen aus der Brennereien Böckenhoff in Erle. Höhere Steuern auf Liköre und Brände könnte bedeuetet, dass alles teuerer und die Liköre süßer werden. Weniger Alkohol, dafür mehr Zucker. Foto: Petra Bosse

Beispiel Schoko-Likör aus der Brennerei

Böckenhoff nennt als Beispiel einen Schoko-Likör. Dieser habe 35 Volumenprozent Alkohol, weil der darin enthaltene Alkohol eine hohe Qualität habe. Gerade deshalb könne die Zuckermenge niedrig gehalten werden.

„Ein Schoko-Likör hat beispielsweise 35 Volumenprozent. Weil der Alkohol darin eine hohe Qualität hat, können wir mit dem Alkoholgehalt höher gehen und bei der Zuckermenge an der Untergrenze bleiben, die für Liköre vorgeschrieben ist“, erklärt Böckenhoff. Würde man den Alkoholgehalt senken, um Steuern zu sparen, müsse der Geschmack auf andere Weise ausgeglichen werden. Das könne zulasten der Qualität gehen.

„Das könnten wir nicht mehr, wenn wir den Alkoholgehalt auf 25 Prozent senken würden. Wenn Alkohol teurer wird, liegt es nahe, ihn durch einen anderen Geschmacksträger zu ersetzen. Und das ist dann Zucker“, sagt Böckenhoff. Dann entstehe aus seiner Sicht ein deutlich süßeres Produkt. Ob das im Sinne gesundheitspolitischer Ziele besser sei, bezweifelt er. „Dann würde das ein zuckersüßes Zeug werden und da fragt man sich, ist das denn vom Gesundheitsaspekt viel besser?“, sagt Böckenhoff.

Böckenhoffs Korn aus Erle ist seit Generationen über Erles Grenzen hinaus bekannt. Foto: Petra Bosse
BBöckenhoffs Korn aus Erle ist seit Generationen über Erles Grenzen hinaus bekannt. Foto: Petra Bosse

Spirituosenbranche sucht gemeinsame Linie

Die Argumente sollen nun gebündelt und gegenüber der Politik vorgebracht werden. Dirk Böckenhoff spricht von einer klaren Forderung: Die geplante Erhöhung um 20 Prozent solle zurückgenommen werden. Erst recht müsse verhindert werden, dass weitere Erhöhungen folgen. „Wir fordern, von diesen 20 Prozent Abstand zu nehmen. Von einer Erhöhung um 100 Prozent ganz zu schweigen“, sagt Böckenhoff.

Zudem gehe es um eine gleichberechtigte Behandlung aller Alkoholhersteller. Die Spirituosenbranche sieht sich nach Böckenhoffs Darstellung in dieser Haltung breit aufgestellt.

Auch der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und Importeure unterstütze die Linie. Größere Unternehmen wie Underberg und Schwarze seien ebenfalls eingebunden und nutzten ihre Kontakte, um die Interessen der Branche deutlich zu machen.

„Die BSI-Leute, Bundesverband der Spirituosenhersteller, die sind da auch für. Wir haben eben halt Underberg mit dabei, wir haben auch Schwarze mit dabei als größere, die auch ihre Kontakte spielen lassen“, sagt Böckenhoff.

Dorstener Brenner sieht kleine Betriebe unter Druck

Für Dirk Böckenhoff ist klar: Die Branche muss erklären, was die Steuerpläne für kleine Betriebe bedeuten. Sie will zeigen, dass kleine Brennereien anders arbeiten als große Konzerne. Und sie will verhindern, dass eigene Herstellung durch neue Steuern weiter unter Druck gerät.

Für Dorsten hat das Thema ebenfalls einen Bezug. Hier begann Böckenhoff 2008 mit seiner Brennerei für Obstbrände. Von dort führte sein Weg nach Erle, wo er seit 2014 gemeinsam mit seiner Ehefrau Alexandra die Kornbrennerei weiterführt.

In der Steuerdebatte geht es deshalb nicht nur um einzelne Produkte. Es geht um Betriebe, die regional verwurzelt sind, um Arbeitsplätze und um die Frage, ob kleine Brennereien mit eigener Herstellung unter diesen Bedingungen weiterarbeiten können.

Info: Obstbrände aus Dorsten

Die Brenntradition der Familie Böckenhoff reicht bis ins Jahr 1865 zurück. In der traditionellen Getreidebrennerei wurden zunächst Kornprodukte aus Weizen hergestellt. 1970 stellte Vater Adolf Böckenhoff diese Herstellung ein und spezialisierte sich auf Rohalkohol für die industrielle Weiterverarbeitung. Heute wird in der Kornbrennerei unter anderem der Basisbrand für Whisky hergestellt.

Obstbrennerei Dirk Böckenhoff Dorsten
Foto: Petra Bosse/Archiv

Seit dem Erwerb des Obstbrennrechts im Jahr 2008 destilliert Dirk Böckenhoff auf dem Hof zwischen Dorsten und Kirchhellen edle Brände aus handverlesenem Obst. Verarbeitet werden unter anderem Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Himbeeren aus Obstanlagen in Kirchhellen und Umgebung. Aus Sorten wie Boskoop, Rubinette, Pinova, Conference und Williams-Christ entstehen in kleinen Mengen Obstbrände, die in der Region längst als Geheimtipp gelten.

Regionalpakt soll Hochwasserschutz an Emscher und Lippe stärken

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Land, Kommunen und Wasserverbände wollen beim Hochwasserschutz im Emscher-Lippe-Gebiet künftig enger zusammenarbeiten. Am Montag, 6. Juli 2026, wurde in Castrop-Rauxel der neue Regionalpakt für Hochwasserschutz an Emscher und Lippe unterzeichnet.

Erstes Abkommen dieser Art in NRW

Der Regionalpakt folgt auf den landesweiten Pakt für Hochwasserschutz. Er benennt konkrete Maßnahmen, mit denen die Region Emscher-Lippe besser vor Hochwasser geschützt werden soll. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums sollen die Maßnahmen künftig stärker abgestimmt und über Stadt- und Behördengrenzen hinweg entwickelt werden.

Auch für weitere Flusseinzugsgebiete in Nordrhein-Westfalen sollen Regionalpakte verhandelt werden. Die Emscher-Lippe-Region macht dabei den Anfang.

Umweltminister Oliver Krischer sagte bei einem Besuch des Erlebensraums Lippeauen in Hamm, der Pakt sei ein gemeinsames Versprechen an die Menschen an Emscher und Lippe. Man wolle beim Hochwasserschutz über Stadt- und Behördengrenzen hinweg zusammenarbeiten. Das sei wichtig, um abgestimmte Lösungen entlang ganzer Flüsse und Einzugsgebiete umzusetzen.

Lippeauen verbinden Hochwasserschutz und Natur

In Hamm hatten der Lippeverband und die Stadt bereits Ende 2018 das größte Umweltprojekt im Stadtgebiet gestartet. Durch die Rückverlegung der Deiche nach Norden erhielt die Lippe auf einer Länge von rund fünf Kilometern deutlich mehr Raum.

Der entstandene Bereich umfasst 195 Hektar. Er kann zusätzliches Wasser aufnehmen und bietet zugleich Tier- und Pflanzenarten Rückzugsräume. Die Investition von rund 40 Millionen Euro wurde von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Hamms Oberbürgermeister Marc Herter erklärte, Hochwasserschutz finde vor Ort statt und gelinge nur gemeinsam. Mit den Lippeauen habe Hamm gezeigt, wie moderner Hochwasserschutz, Klimaanpassung, Naturschutz und Naherholung zusammenwirken könnten. Der Regionalpakt mache dieses Verständnis nun zur Grundlage für die gesamte Emscher-Lippe-Region.

Unterzeichnung in Castrop-Rauxel

Rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Kreisen, Kommunen, Land, Bezirksregierungen und Wasserverbänden unterzeichneten den Pakt an den Emscher-Auen in Castrop-Rauxel. Mit dabei waren unter anderem Umweltminister Oliver Krischer, Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband, sowie Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja.

Weitere Kommunen schlossen sich dem Pakt an oder hatten bereits im Vorfeld digital unterschrieben.

Die Emscher-Auen an der Stadtgrenze Castrop-Rauxel und Dortmund bilden mit einem Volumen von 1,1 Millionen Kubikmetern das größte Hochwasserrückhaltebecken der Emschergenossenschaft. Nach Angaben des Ministeriums könnten sie im Extremwetterfall den Inhalt von sieben Millionen Badewannen aufnehmen.

Fünf zentrale Ziele vereinbart

Mit dem Regionalpakt verpflichten sich die Partner zu fünf zentralen Zielen. Flussgebiete sollen als Einheit betrachtet werden. Planungen und Genehmigungen sollen schneller werden. Zudem sollen Flächen für künftige Rückhalteräume gesichert werden.

Außerdem wollen die Beteiligten digitale Werkzeuge stärker nutzen, um besser planen und warnen zu können. Auch die private Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger soll gestärkt werden.

28 Projekte für die kommenden Jahre

Dem Pakt ist eine Maßnahmenliste mit bislang 28 vereinbarten Projekten beigefügt. Diese sollen in den kommenden Jahren umgesetzt werden.

Erste konkrete Vorhaben seien bereits von Emschergenossenschaft, Lippeverband, Wasserverband Obere Lippe und den Kommunen angemeldet worden. So sollen unter anderem die Emscher-Deiche in Oberhausen ertüchtigt und der Herringer Bach in Hamm ökologisch verbessert werden.

Prof. Dr. Uli Paetzel erklärte, man erwarte von der Unterzeichnung des Regionalpaktes einen „Turbo-Effekt“ für die weitere Optimierung des Hochwasserschutzes. Er verwies dabei unter anderem auf die schwierige Verfügbarkeit von Flächen für Notpolder und Hochwasserrückhaltebecken, auf schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie auf eine bessere Bereitstellung von Fördergeldern.

Land stellt langfristige Mittel bereit

Der Regionalpakt für die Emscher-Lippe-Region ist Teil des landesweiten Pakts für Hochwasserschutz. Diesen hatte Umweltminister Oliver Krischer im Februar 2026 in Düsseldorf mit den kommunalen Spitzenverbänden, Wasserverbänden und Bezirksregierungen geschlossen.

Das Land will den Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen langfristig finanziell absichern. In den kommenden zwölf Jahren sollen mindestens 1,1 Milliarden Euro Landesmittel in den Hochwasserschutz fließen.

Diese Woche im Kino Dorsten: Vaiana

Welche Filme laufen diese Woche im Kino Dorsten? Im Central-Kino Dorsten starten „Vaiana“, „Evil Dead Burn“, „Auf zwei Rädern“ und „Minions & Monster“. Hier gibt es alle Infos zu Inhalt, Spielzeiten und Tickets.

In Kooperation mit dem Central-Kino Dorsten stellen wir jede Woche die neuen Filme im Kinoprogramm vor.


„Vaiana“

Foto: Walt Disney Int’l

Die Segel sind gesetzt und es geht endlich wieder nach Motunui. Die bildgewaltige Realverfilmung des Oscar-nominierten Animationsabenteuers erzählt die Geschichte der mutigen Vaiana, die gemeinsam mit dem Halbgott Maui sagenhafte Abenteuer in den eindrucksvollen Landschaften Ozeaniens erlebt.

🎬 Offizieller deutscher Trailer:

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Regie: Thomas Kail
Cast (Auswahl): Catherine Laga’aia, Dwayne Johnson
Verleih: Walt Disney Int’l

Spielzeiten:
Täglich 15.00, 17.30 und 20.00 Uhr
Freitag und Samstag zusätzlich 21.45 Uhr
Sonntag zusätzlich 12.45 Uhr

FSK: ab 6 Jahren

👉 Zu den Tickets:
https://central-dorsten.de/film/vaiana-live-action


„Evil Dead Burn“

Foto: Sony Int’l

„Evil Dead Burn“ entfesselt ein neues Kapitel voller Gemetzel und dämonischem Chaos. Nach dem Tod ihres Mannes sucht eine Frau Trost bei ihren Schwiegereltern auf einem abgelegenen Familienanwesen. Doch als sich einer nach dem anderen in Deadites verwandelt, wird das Beisammensein zu einem Familientreffen aus der Hölle.

🎬 Offizieller deutscher Trailer:

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Regie: Sébastien Vanicek
Verleih: Sony Int’l

Spielzeiten:
Täglich 18.00 und 20.15 Uhr
Freitag und Samstag zusätzlich 22.30 Uhr

FSK: ab 18 Jahren

👉 Zu den Tickets:
https://central-dorsten.de/film/evil-dead-burn


„Auf zwei Rädern“

Foto: Weltkino

Manchmal weist der Blick zurück den Weg nach vorn. Gemeinsam mit seinem besten Freund Philippe und Hund Lucky steigt Filmemacher Mathias aufs Fahrrad und begibt sich auf einen persönlichen Trip quer durch Europa. Die Route folgt der Reise seines verstorbenen Sohnes Youri, von der französischen Atlantikküste bis zum Schwarzen Meer.

Was als leise Spurensuche beginnt, wird zu einem überraschend heiteren Abenteuer voller Begegnungen. Mit jeder Etappe nähern sich die Freunde dem Verlust und feiern zugleich das Leben.

🎬 Offizieller deutscher Trailer:

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Regie: Mathias Mlekuz
Verleih: Weltkino

Spielzeiten:
Täglich 16.00 und 17.45 Uhr

FSK: ab 6 Jahren

👉 Zu den Tickets:
https://central-dorsten.de/film/auf-zwei-raedern


„Minions & Monster“

Foto: Universal Int’l

„Minions & Monster“ erzählt die abgefahrene und aberwitzige Geschichte der Minions. Sie erobern Hollywood, werden Filmstars, verlieren alles, lassen Monster auf die Welt los und machen sich schließlich heldenhaft daran, den Planeten vor genau dem Chaos zu retten, das sie selbst angerichtet haben.

🎬 Offizieller deutscher Trailer:

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Regie: Pierre Coffin
Verleih: Universal Int’l

Spielzeiten:
Täglich 15.15, 17.30 und 19.45 Uhr
Freitag und Samstag zusätzlich 22.00 Uhr
Sonntag zusätzlich 11.00 und 13.00 Uhr

FSK: ab 6 Jahren

👉 Zu den Tickets:
https://central-dorsten.de/film/minions-monster


Kinoprogramm in Dorsten

Das komplette aktuelle Programm, weitere Vorstellungen und alle Ticketoptionen gibt es auf der Internetseite des Central-Kino Dorsten.

Tim Salow gewinnt Mathemagic-Finale an der Gesamtschule Wulfen

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Der Mathemagic-Wettbewerb an der Gesamtschule Wulfen ist mit einem spannenden Finale zu Ende gegangen. Nach drei Vorrunden über das Schuljahr hinweg traten die zehn punktbesten Schülerinnen und Schüler kurz vor den Sommerferien gegeneinander an.

Zehn Finalisten rechneten um den Gesamtsieg

Der Wettbewerb begleitet die Teilnehmenden über das gesamte Schuljahr. In drei Vorrunden sammeln sie Punkte. Die zehn erfolgreichsten Rechnerinnen und Rechner qualifizieren sich anschließend für das Finale.

Dort entschieden mathematisches Geschick, Konzentration und schnelles Denken über die Platzierungen.

Tim Salow holt den ersten Platz

Den ersten Platz sicherte sich Tim Salow aus der Klasse 7.3. Für ihn war der Sieg ein besonderer Erfolg. Bereits zweimal hatte er zuvor das Finale erreicht und dort vordere Platzierungen belegt. In diesem Jahr gelang ihm erstmals der Gesamtsieg.

Den zweiten Platz belegte Tom Specht aus der Klasse 5.6. Auf Platz drei kam Levi Pohlmann aus der Klasse 7.3.

Schulleiter lobt Engagement der Teilnehmenden

Schulleiter Hermann Twittenhoff würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie die Bedeutung des Wettbewerbs für die mathematische Förderung an der Gesamtschule Wulfen.

„Mathematik lebt vom logischen Denken, von Ausdauer und der Freude am Knobeln. Der Mathemagic-Wettbewerb zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viele talentierte und motivierte Schüler wir an unserer Schule haben. Auf diese Leistungen können alle Teilnehmer stolz sein“, sagte Twittenhoff.

Abschied von Mitorganisator Volker Geschwandtner

Mit dem diesjährigen Wettbewerb endet zugleich eine Ära. Volker Geschwandtner war letztmals als Mitorganisator des Mathemagic-Wettbewerbs im Einsatz. Gemeinsam mit Dr. Marek Wyszkowski habe er den Wettbewerb über viele Jahre begleitet und zahlreiche mathematische Talente gefördert.

Beide hoffen laut Mitteilung, dass sich ein Nachfolger findet, damit das erfolgreiche Turnier auch in den kommenden Jahren an der Gesamtschule Wulfen fortgeführt werden kann.

Gewerbebrand bei Humbert in Hervest: Altpapier unter Abdach in Brand

Bei einem Gewerbebrand in Dorsten-Hervest ist am Dienstagnachmittag eine größere Menge Altpapier in Brand geraten. Die Feuerwehr wurde um 16.42 Uhr zur Firma Humbert Entsorgung an der Wienbecke alarmiert. Verletzt wurde nach ersten Informationen niemand.

Vor Ort brannte eine größere Menge Altpapier in einem überdachten Bereich des Entsorgungsbetriebs. Die Einsatzkräfte gingen mit mehreren Strahlrohren gegen die Flammen vor und konnten das Feuer unter Kontrolle bringen.

Feuerwehr bringt Brand unter Kontrolle

Um mögliche Glutnester erreichen zu können, unterstützten Mitarbeiter der Firma Humbert die Löscharbeiten mit einem Bagger. Sie zogen das Papier auseinander, damit die Feuerwehr das Brandgut gezielt ablöschen konnte. Teile des Materials wurden zusätzlich mit Schaummittel behandelt.

Brand bei Humbert Entsorger in Dorsten-Hervest
Foto: Oliver Borgwardt

Brandursache noch unklar

Nach ersten Informationen könnte der Brand beim Umladen entstanden sein. Die genaue Ursache stand zunächst jedoch noch nicht fest. Bei den aktuellen Temperaturen ist Papier sehr trocken und kann sich entsprechend schnell entzünden.

Straße zeitweise gesperrt

Während des Einsatzes wurde der Bereich an der Wienbecke zeitweise gesperrt. Betroffen war die Straße zwischen den beiden Kreisverkehren am Förderturm und an der Wienbecke. Autofahrer mussten den Bereich umfahren und den Einsatzkräften Platz machen.

Brand bei Humbert Entsorger in Dorsten-Hervest
Foto: Oliver Borgwardt

Grundschutz und weiterer Einsatz

Während die Kräfte in Hervest gebunden waren, stellten die Löschzüge Altstadt und Wulfen den Grundschutz für das Dorstener Stadtgebiet sicher. In dieser Zeit wurden sie zu einem gemeldeten Wohnungsbrand alarmiert. Dieser Einsatz stellte sich nach Feuerwehrangaben als Kleinbrand in einer Küche heraus.

Brand bei Humbert Entsorger in Dorsten-Hervest
Foto: Oliver Borgwardt

Auch im bisherigen Tagesverlauf war die Feuerwehr bereits mehrfach gefordert. Unter anderem waren Einsatzkräfte zuvor zu einer bewusstlosen Person im Wesel-Datteln-Kanal alarmiert worden.

Brand bei Humbert Entsorger in Dorsten-Hervest
Foto: Oliver Borgwardt

Nach dem Löschen des Feuers bei Humbert mussten die Einsatzkräfte das Brandgut weiter kontrollieren, um ein erneutes Aufflammen auszuschließen.

Hundespaziergänger rettet Mann aus Wesel-Datteln-Kanal

Dramatische Szenen haben sich am Dienstagmittag am Wesel-Datteln-Kanal in Dorsten abgespielt. Unterhalb der Verkehrsbrücke an der Borkener Straße, in der Nähe der Mercaden, wurde zwischen 13 und 14 Uhr ein Mann im Wasser entdeckt. Nach Angaben von Zeugen trieb er auf dem Rücken im Kanal.

Ein Hundespaziergänger bemerkte den Mann im Wasser und versuchte nach Zeugenaussagen zunächst, ihn anzusprechen. Da der Mann jedoch nicht reagierte, zögerte der Spaziergänger offenbar nicht lange. Er sprang in den Kanal und schwamm zu dem im Wasser treibenden Mann.

Mann aus Wesel-Datteln-Kanal gerettet
Einer der Helfer im Gespräch mit den Einsatzkräften. Foto: Marc Gruber

Es gelang ihm, den Mann bis an den Rand des Kanals zu ziehen. Dort kamen zufällig zwei Radfahrer vorbei, die dem Ersthelfer sofort zur Hilfe eilten. Gemeinsam schafften sie es, den Mann über eine Leiter an der Spundwand aus dem Wasser zu bringen.

Polizei und Rettungsdienst übernehmen Versorgung

Kurz darauf trafen Polizei und Rettungsdienst am Einsatzort ein. Die Einsatzkräfte übernahmen die weitere Versorgung des Mannes.

Mann aus Wesel-Datteln-Kanal gerettet
Foto: Marc Gruber

Mann zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht

Nach Auskunft der zuständigen Wasserschutzpolizei Duisburg wurde die Person mit einem Rettungswagen zur Behandlung und weiterer Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Es habe nicht ausgeschlossen werden können, dass sich noch Wasser in der Lunge befindet. Wie die Person ins Wasser gelangt ist, sei noch unklar.

Rassismus im Fußball: Integrationszentrum lädt zu Onlineveranstaltung ein

Rassismus im Fußball ist kein Randproblem. Er zeigt sich auf dem Spielfeld, auf den Rängen und zunehmend auch in den sozialen Medien. Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Recklinghausen greift dieses Thema nun in einer Onlineveranstaltung auf.

Unter dem Titel „Im Abseits – Rassismus im Fußball“ lädt das Kommunales Integrationszentrum am Montag, 13. Juli, ab 19 Uhr zu einem digitalen Informations- und Austauschabend ein. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Blick auf Amateur- und Profi-Fußball

Als Referent ist Patrick Arnold von der Landesarbeitsgemeinschaft Fanprojekte NRW e. V. dabei. Er gibt einen Einblick in aktuelle Erscheinungsformen von Rassismus im Amateur- und Profifußball. Dabei geht es nicht nur um offen diskriminierende Vorfälle, sondern auch um Strukturen und Verhaltensweisen, die Ausgrenzung begünstigen können.

Zugleich zeigt Arnold Ansätze auf, wie Prävention gelingen kann, wie Zivilcourage im Sportumfeld gestärkt wird und was diskriminierungssensibles Handeln im Vereinsalltag bedeutet. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit für Fragen und gemeinsamen Austausch.

Anmeldung per E-Mail

Interessierte können sich per E-Mail an [email protected] anmelden. Als Betreff soll „Fußball“ angegeben werden.

DJ Tom veröffentlicht mit Leroy Daniels neue Single „It’s A Long Way Down“

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Thomas Averkamp, vielen in der Region besser bekannt als DJ Tom, meldet sich mit neuer Musik zurück. Gemeinsam mit seinem Krefelder Musikpartner Leroy Daniels hat der Schermbecker die Single „It’s A Long Way Down“ veröffentlicht. Der Dance-Titel ist seit Freitag, 26. Juni 2026, weltweit digital erhältlich.

Nach mehreren Coverversionen in Folge setzen Leroy Daniels und DJ Tom diesmal wieder auf eigenes Material. „Es hat dieses Mal etwas länger gedauert, weil wir unbedingt ein eigenes, von uns geschriebenes und komponiertes Lied an den Start bringen wollten“, sagt Leroy Daniels. Herausgekommen ist ein eingängiger Dance-Song, der klar auf den Club- und Partybereich zielt.

Wieder eigene Musik statt Coverversion

Für DJ Tom ist die neue Single ein weiterer Schritt in einer Zusammenarbeit, die sich in den vergangenen Jahren stetig entwickelt hat. Seit 2021 arbeitet Thomas Averkamp mit Leroy Daniels an gemeinsamen Dance-Produktionen. Zunächst entstanden Songs mit dem international tätigen Produzenten Tony Catania, später folgten Kooperationen mit Rico Bernasconi und Jens Ophälders.

Mit „It’s A Long Way Down“ knüpft das Duo nun an diese Reihe an, geht aber bewusst zurück zu einer eigenen Komposition. „Ein mega toller, zu 100 Prozent dancefloor-tauglicher Song“, sagt DJ Tom über die neue Veröffentlichung.

Produktion mit Jompsta Music

Verantwortlich für die Veröffentlichung ist erneut Jens Ophälders von Jompsta Music. Der weltweite Digitalvertrieb läuft über eine Agentur mit Sitz in Hamburg. Damit soll der Song nicht nur in Deutschland, sondern auch international sichtbar werden.

Nach Angaben der Musiker wird die laufende Promotion durch Sponsoren unterstützt. Sie soll in mehr als 140 Ländern ausgespielt werden. DJ Tom und Leroy Daniels verfolgen dabei nach eigenen Angaben regelmäßig, in welchen Ländern ihre Songs gestreamt, gekauft oder im Radio gespielt werden.

Besonders stark laufen die Titel demnach neben Deutschland unter anderem in den Niederlanden, Spanien, Österreich, Polen, Italien, Estland, Chile, Frankreich und Rumänien. „Dank einer wunderbaren Music-App können wir täglich live verfolgen, in welchen Ländern unsere Songs die Charts erreichen und wo unsere Musik im Radio gespielt wird“, sagt DJ Tom.

4K-Musikvideo mit Urlaubsgefühl

Begleitet wird die Single von einem aufwendig produzierten Musikvideo in 4K-Qualität. Das Video soll sommerliche Bilder, eine kleine Geschichte und Urlaubsgefühl verbinden. Damit setzen Leroy Daniels und DJ Tom erneut nicht nur auf den Song selbst, sondern auch auf eine visuelle Präsentation für YouTube und Social Media.

Dass das Duo inzwischen eine feste Hörerschaft erreicht, sehen beide als Ergebnis kontinuierlicher Arbeit. „Wir haben uns in den gut fünf Jahren Zusammenarbeit mittlerweile ein sehr gutes Standing erarbeitet, und unsere Fanbase wächst konstant weiter an“, sagt Leroy Daniels. Darauf wolle man weiter aufbauen. Weitere Produktionen seien bereits geplant.

Schermbecker DJ mit langer Geschichte

Für Thomas Averkamp ist die neue Single auch ein weiteres Kapitel in einer langen musikalischen Laufbahn. Als DJ Tom ist er in Schermbeck und Dorsten seit Jahrzehnten bekannt, unter anderem durch seine Zeit als Resident-DJ im früheren PRISMA Dorsten und durch Partyformate wie die PRISMA-Revivalpartys.

Seine Arbeit mit Leroy Daniels zeigt zugleich, dass Averkamp längst nicht nur als DJ hinter dem Mischpult aktiv ist. Mit eigenen Produktionen, Coverversionen und internationalen Veröffentlichungen hat sich das Duo in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt eine eigene Nische im Dance-Bereich aufgebaut.

Nicklas Kappe besucht Lebenshilfe: Austausch über Teilhabe und Unterstützung

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Nicklas Kappe hat Ende Juni das Haus der Lebenshilfe besucht. Im Mittelpunkt standen die Arbeit der Lebenshilfe in der Region, die Unterstützung von Menschen mit Behinderung und aktuelle sozialpolitische Herausforderungen.

Bei dem Treffen stellte die Lebenshilfe dem Abgeordneten ihre vielfältigen Aufgaben und Angebote vor. Nicklas Kappe, der den Wahlkreis Bottrop, Gladbeck und Dorsten im Deutschen Bundestag vertritt, erhielt dabei einen unmittelbaren Einblick in die tägliche Arbeit vor Ort.

Lebenshilfe gibt Einblick in ihre Arbeit

Im Gespräch ging es nicht nur um die konkrete Unterstützung von Menschen mit Behinderung und ihren Familien, sondern auch um die Rahmenbedingungen, unter denen die Lebenshilfe und ihre Einrichtungen arbeiten. Dazu zählen sozialpolitische Entscheidungen auf Bundesebene ebenso wie Fragen der Teilhabe, Förderung und praktischen Unterstützung im Alltag.

Für die Lebenshilfe sind solche Besuche eine wichtige Gelegenheit, Anliegen direkt mit politischen Entscheidungsträgern zu besprechen. „Dann können wir einem Politiker direkt zeigen, was uns täglich antreibt und was Menschen mit Behinderung in unserer Region wirklich brauchen“, hieß es von Seiten der Lebenshilfe. Solche Begegnungen seien wichtig, „denn nur wer uns kennt, kann uns auch unterstützen“.

Offenes Gespräch über aktuelle Herausforderungen

Der Austausch machte deutlich, dass viele Fragen rund um Teilhabe und Unterstützung nicht allein vor Ort entschieden werden. Gesetzliche Vorgaben, finanzielle Rahmenbedingungen und sozialpolitische Weichenstellungen beeinflussen die Arbeit der Lebenshilfe unmittelbar.

Umso wichtiger sei der direkte Kontakt zur Bundespolitik, betonte die Lebenshilfe. Der Besuch habe die Möglichkeit geboten, konkrete Erfahrungen aus der Praxis einzubringen und aufzuzeigen, wo Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen verlässliche Unterstützung benötigen.

Dank für den Besuch

Ludger Cirkel, Vorsitzender der Lebenshilfe, zog nach dem Treffen ein positives Fazit. „Wir danken Herrn Kappe herzlich für seinen Besuch und das offene Gespräch. Wir freuen uns auf den weiteren Austausch und eine gute Zusammenarbeit“, sagte Cirkel.

Kinderschützenfest St. Marien: Max Imping holt sich die Krone

Die Dorstener Schützensaison ist noch nicht vorbei. Ende Juli schließt Rhade die Festlichkeiten ab. Auch die jungen Nachwuchsschützen haben noch einiges vor sich. Am Samstag wurde in St. Marien der Kinderschützenkönig ermittelt. 18 Anwärter schossen um den Adelstitel.

Nicht nur die Erwachsenen schießen auf den legendären Vogel. Auch die Kinder bewiesen am Samstag Treffsicherheit. In einer etwas kleineren Runde als beim traditionellen Königsschießen wagten sich die vielen Anwärter an einen etwas größeren Vogel. Drei Schüsse in jeweils zwei Runden durften die Kinder abgeben. Wer nach insgesamt sechs Schüssen am besten traf, schnappte sich die Krone. 1. Vorsitzender Simon Daniel Kißner-Imping und Schießwart Christoph Imping vom Schützenverein St. Marien moderierten den Schießwettbewerb.

Kinderschützenkönig St. Marien
Die Kinder bereiten sich auf das Schießen vor. Foto: Christian Haug

Der Schützenverein St. Marien versorgte die Gäste mit Speis und Trank. Auf der Pfarrwiese hinter der Marienkirche baute der Verein eine nette Atmosphäre für Kinder und Familien. Zwischen den Runden konnten sich die Anwärter auf einer Hüpfburg austoben, während die Eltern bei einem Kaltgetränk nette Gespräche führten.

Max Imping und Helene Kastl regieren das Marienviertel

18 Kinder schossen eine Stunde lang auf den Vogel. 134 Schüsse später schnappte sich Max Imping die Krone, der Neffe vom 1. Vorsitzenden der St. Marien Schützen. Neue Königin wurde Helene Kastl. Nach passender Inthronisation mit Königskette, Schützenhut und Krone feierte das Königspaar zusammen mit ihren neuen Untertanen. „Wenn es bei den großen Schützen auch eine solche Zahl von Anwärtern hätten, wäre vieles einfacher“, scherzt der erste Vorsitzende und Kinderschützen-Onkel.

Vom 25. bis 27. Juli wird dann nochmal abschließend in Rhade die Fahne gehisst. Bereits eine Woche zuvor stellt sich der Stadtteil mit der traditionellen Vorparade auf das Schützenfest ein. Das gesamte Programm findet ihr hier.

Text von Christian Haug und Paul Schürmann.

Sparkassen-Familientag im Bürgerpark: Sport, Musik und Freizeit

Selten war der Bürgerpark so voll wie am Sonntag. Die Dorstener Sparkasse veranstaltete ihren heiß ersehnten Familientag, ein Highlight für Kinder und Eltern. Zahlreiche Vereine bauten ihre Stände auf der großen Wiese auf. Von Tischtennisplatten bis hin zu Parkouranlagen hatten Kinder zahlreiche Möglichkeiten, sich auszutoben. Auch Kindermusiker Nilsen trat im Oude Marie vor einem prall gefüllten Publikum auf.

Trotz kurzem Regenschauer war die Stimmung den ganzen Tag lang ausgezeichnet. Hunderte Familien besuchten den großen Sparkassen Familientag. Jeder Stand war voller Besucher, jede Veranstaltung hatte ein großes Publikum. Egal ob Mitmachzirkus, Rodeo oder ein Kinder-Konzert, Langeweile bekam hier niemand.

Sparkasse freut sich über großes Aufkommen

Sparkassenchef Uwe Schniederjan freut sich über das erfolgreiche Familienfest: „Der Familientag ist hervorragend abgelaufen, alle Rädern haben ineinander gegriffen. Ich möchte mich bei allen Vereinen, Partnern und ehrenamtlichen Unterstützern für ihre tolle Arbeit bedanken. Besonders hervorheben möchte ich auch die THW, die uns zuverlässig mit Strom versorgt haben und das Sicherheitskonzept entwickelt haben.“

Familientag Sparkasse Bürgerpark
Die vielen Vereine und Helfer machten den Familientag erst zu dem, was er ist. Foto: Christian Haug

„Besonders freue ich mich aber über die vielen Familien, die uns besucht haben. Wir sahen ganz viele glänzende Kinderaugen, die darüber staunten, was die Sparkasse alles auf die Beine gestellt hat. Ohne meine Leute von der Sparkasse wäre das nicht möglich gewesen. Über 25 Mitarbeiter haben am Tag ehrenamtlich geholfen, das bringt so ein Fest natürlich zum leuchten.“

Dorstener Vereine unterstützen Familientag

Die vielen Vereine und Organisationen machten das Familienfest wirklich einzigartig. Jeder Verein brachte etwas zum Fest mit. Zum Beispiel fuhr die Mr. Trucker Kinderhilfe mit der „rasenden Bertha“ durch den Bürgerpark. Auch Trampoline, Rodeos, Karusselle und Klettertürme zierten den großen Bürgerpark.

Familientag Sparkasse Bürgerpark
Die Mr. Trucker Kinderhilfe fuhr mit der rasenden Bertha durch den Bürgerpark. Foto: Christian Haug

Mit dabei waren außerdem Ballonsport Marl mit einem Mitmachzirkus und Modell-Ballons. Ihr vielfältiges Programm und ihr mitreißender Auftritt eroberte im Nu die Dorstener Herzen. Mit dabei waren ebenfalls die OGZ Dorsten, Die THW / Tatra, die Montessori Schule, der Bürgerparkverein, die DLRG Wasserrettung und die Fanfarencorps Dorsten.

Großes sportliches Angebot

Die Schützen aus der Altstadt stellten ebenfalls eine Ballmessanlage bereit, bei der man seine Schusshärte testen konnte. Wenn man gerade mal eine Pause von all den vielen Angebote brauchte, stand der Fußballplatz und das Klettergerüst auf dem Spielplatz bereit. Und wenn ein Wehwehchen aufgetreten ist, war die DHK sofort zur Stelle um zu helfen. Glücklicherweise hat sich aber niemand verletzt.

Familientag Sparkasse Bürgerpark
Der TTV Dorsten brachte den Kindern die Regeln von Tischtennis bei. Foto: Christian Haug

Die BG Dorsten, die Dorsten Reapers und der TTV stellten ein riesiges sportliches Angbebot. Jeder Sportverein machte richtig gute Werbung für ihren Sport, man konnte einen kleinen Einblick in die jeweilige Vereinswelt kriegen. Zum Biespiel spielte der TTV aktiv mit den Kindern mit und brachte ihnen ein paar Grundlegende Regeln bei. Viele Kinder haben ihr neues Hobby gefunden. Und wer weiß, vielleicht bildet bald ein Dorstener Verein das neue große Sporttalent aus.

Musikalisches Heimspiel für Nilsen

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Kindermusiker Nilsen. Der gebürtige Dorstener freute sich besonders über den Gig in der eigenen Stadt. „Was geht ab Dorsten, was ist das für ein verrücktes Heimspiel.“ Ein ganzes Meer aus Kindern versammelte sich vor der Bühne des Oude Marie. Lieder wie „Schlossfest“ und „Piraten“ konnten jedes Kind mitsingen.

Familientag Sparkasse Bürgerpark
Kindermusiker Nilsen spielte ein Konzert vor heimischem Publikum. Foto: Christian Haug

Alles in allem war der Familientag ein voller Erfolg. Die Kinder hatten Spaß, beteiligten sich sportlich und erfuhren mehr über Dorstener Vereine. Ein ganz besonderer Tag, an der sich noch lange zurückerinnert wird.

Kellerbrand in Gewerbebetrieb an der Marienstraße ruft Feuerwehr Dorsten auf den Plan

Ein Kellerbrand in einem Gewerbebetrieb an der Marienstraße hat am Montagmittag (6. Juli) einen größeren Einsatz der Feuerwehr Dorsten ausgelöst. Um 11.05 Uhr wurden die Einsatzkräfte mit dem Stichwort „F3/R21 – Kellerbrand“ alarmiert.

Rund 50 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst rückten daraufhin zur Einsatzstelle aus.

Keine Verletzten bei Kellerbrand

Nach ersten Informationen war es im Kellerbereich des Gewerbebetriebs zu einem Schadenfeuer gekommen. Dabei kam es zum Glück zu keinen Verletzten. Die Anwohner vor Ort arbeiteten nach Angaben von der Einsatzstelle gut mit und unterstützten damit die Maßnahmen der Feuerwehr.

Einsatz Feuerwehr Dorsten Marienstraße 6 Juli 2026 Gewerbebrand
Foto: Marc Gruber

Die Einsatzkräfte gingen zur Brandbekämpfung in den Keller vor und kontrollierten den betroffenen Bereich. Durch den schnellen Einsatz konnte die Feuerwehr eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindern.

Einsatz Feuerwehr Dorsten Marienstraße 6 Juli 2026 Gewerbebrand
Foto: Marc Gruber

Mehrere Löschzüge im Einsatz

Neben der hauptamtlichen Wache waren auch mehrere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Dorsten alarmiert. Im Einsatz waren der Löschzug 1 Hervest I, der Löschzug 4 Rhade und der Löschzug 5 Holsterhausen.

Auch der Rettungsdienst war vorsorglich mit eingebunden. Vor Ort waren ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Dorsten sowie ein weiterer Rettungswagen aus Marl. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte beteiligt.

Einsatz Feuerwehr Dorsten Marienstraße 6 Juli 2026 Gewerbebrand
Foto: Marc Gruber

Brandursache und Schaden noch unklar

Zur Brandursache lagen zunächst keine Angaben vor. Auch die Höhe des entstandenen Sachschadens war am Montagmittag noch nicht bekannt.

Einsatz Feuerwehr Dorsten Marienstraße 6 Juli 2026 Gewerbebrand
Foto: Marc Gruber

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