Die hochansteckende Afrikanische Schweinepest erreicht Deutschland schneller als erwartet.
Im vergangenem Jahr wurde der Erreger in Tschechien und Zentralpolen festgestellt. Seit September soll dieser mittlerweile auch Westeuropa erreicht haben. In Belgien, etwa 60 km von der deutschen Grenze entfernt, wurde die Schweinpest ebenfalls bereits nachgewiesen.
Im Rahmen der Schweinepest bittet der Kreis Recklinghausen, dass besonders Jogger, Wanderer und Pilzsammler in unseren Wäldern aufmerksam sein sollten und tote Wildschweine melden.
Afrikanische Schweinepest
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine virusbedingte Infektionskrankheit. Es handelt sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Erreger dieser hochansteckenden und tödlichen Schweinekrankheit ist das African Swine Fever Virus (ASFV), das ursprünglich nur in den afrikanischen Ländern verbreitet war.

Die ASP betrifft ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine). Eine Übertragung auf andere Tiere, wie zum Beispiel Jagdhunde, findet nicht statt. Und auch eine Ansteckungsgefahr für den Menschen besteht nicht.
ASP ist eine meist tödliche, schwere Erkrankung unter Wild- und Hausschweinen, die von Viren ausgelöst wird.
Menschen oder andere Tiere können daran nicht erkranken!
Schweine können sich über direkten Kontakt anstecken oder über Körperflüssigkeiten, infizierte Gegenstände oder Lebensmittel aus infizierten Schweinen. Unachtsamkeit von Menschen gilt als Hauptübertragungsquelle der ASP. So kann der Erreger zum Beispiel über ein falsch entsorgtes Wurstbrot übertragen werden.
Bitte entsorgen Sie keine Lebensmittelreste in freier Natur oder in offenen, leicht zugänglichen Mülleimern!
Was tun, wenn man ein totes Wildschwein entdeckt?
Die Früherkennung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung der Seuche. Tote Wildschweine sollen daher so schnell wie möglich auf ASP untersucht werden.
Wenn Sie beim Waldspaziergang oder beim Pilze sammeln ein totes Wildschwein entdecken:
Bitte nichts anfassen!
Wenn Sie Kontakt mit dem Kadaver hatten, reinigen Sie alles so gründlich wie möglich, um eine Verbreitung zu vermeiden!
Melden Sie diesen Fund bitte umgehend beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) unter der Telefonnummer 0049 (0)201/ 714488.
Der Bereitschaftsdienst des LANUV kümmert sich in Abstimmung mit den Kommunen um die schnelle Sicherung und Untersuchung des Wildschweins.
Durch den Ausbruch im benachbarten Belgien sind nicht nur unsere Wildschweine bedroht, sondern auch unsere Hausschweine! Bitte helfen Sie uns, eine Einschleppung und Ausbreitung zu verhindern!




























