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Tennisfreunde Wulfen starten mit Glanz in die Saison

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Anna Sashkina und Igor Khoroshilov Trainer des Vereins von der Tennisschule On_Line mit der Jugend des Vereins. Foto: Alexander Fichtner

Strahlender Sonnenschein, volle Plätze, große Begeisterung: Die Tennisfreunde Wulfen haben einen Saisonauftakt gefeiert, der sportlich wie atmosphärisch Maßstäbe setzte. Was als klassisches Antennis hätte beginnen können, entwickelte sich zu einem vielseitigen Vereinstag mit Probetraining, Sektempfang, Zukunftsthemen und einer hochkarätig besetzten One Point Challenge.

Im Zentrum des Nachmittags stand zunächst das stark frequentierte Probetraining der Tennisschule On_Line. Vor allem Kinder und Einsteiger nutzten die Gelegenheit, mit dem neuen Lower T Ball System erste Erfahrungen auf dem Platz zu sammeln oder ihr Spiel zu verbessern. Der Andrang war groß, die Resonanz durchweg positiv.

Probetraining für die Anfänger. Foto: Alexander Fichtner

Auch abseits des Courts setzten die Tennisfreunde Wulfen sichtbare Akzente. In neuen Mannschaftsoutfits der Mädchen in Pink präsentierte sich der Verein modern, selbstbewusst und auffallend geschlossen. Die Einkleidung war erst am Vortag erfolgt und verlieh dem Saisonauftakt zusätzlich einen frischen, unverwechselbaren Auftritt.

Verein blickt auf Sanierung und Zukunft

Beim anschließenden Sektempfang begrüßte der Vorstand Mitglieder, Gäste und Interessierte und richtete den Blick zugleich auf die Zukunft des Vereins. Im Mittelpunkt stehen die geplante Sanierung der sanitären Anlagen sowie die Modernisierung der Elektrik. Kassenwart Stefan von den Driesch machte dabei deutlich, dass es um weit mehr geht als reine Instandhaltung. Die Tennisfreunde Wulfen seien „mittlerweile über 50 Jahre existent“ und lägen „mitten im Herzen Barkenbergs“. Gerade daraus erwachse Verantwortung für den Erhalt der Anlage.

Foto: Alexander Fichtner

Von den Driesch hob dabei den besonderen Charakter des Vereins hervor. „Der Unterschied zu vielen anderen Tennisvereinen ist, dass wir eine offene Tennisanlage haben, wo Spaziergänger durchgehen können, wo Gäste willkommen sind auf der Terrasse. Es ist alles zugänglich, es ist kein Zaun um die Anlage“, sagte er. Diese Offenheit sei ein Markenzeichen des Vereins und zugleich ein Grund, die Infrastruktur zukunftsfest aufzustellen. Nach einem halben Jahrhundert gebe es nun „natürlich erheblichen Sanierungsbedarf“. Bereits erneuert worden seien Duschen und energetische Anlagen, „was jetzt ansteht ist die Sanierung der Toilettenanlagen und die Hauptelektrik ist defekt“.


1. Sportwart Johannes Samson, Jugendwart Ingmar Koischwitz und Kassenwart Stefan von den Dreisch. Foto: Alexander Fichtner

Crowdfunding soll Finanzierungslücke schließen

Für diese Vorhaben erhält der Verein zwar Unterstützung von der Stadt Dorsten, vollständig gedeckt sind die Kosten damit jedoch nicht. „Dafür werden wir für beide Projekte unterstützt von der Stadt Dorsten im Rahmen der Stadtsportpauschale. Trotzdem bleibt am Ende des Tages ein Eigenanteil von mehreren tausend Euro, den wir selber stemmen müssen“, erklärte von den Driesch. Unterstützung erhoffe sich der Verein von Gewerbetreibenden, Mitgliedern und der lokalen Gemeinschaft. „Aber auch die Mitglieder und jeder Interessent im Ort oder aus dem Umfeld oder von anderen Tennisvereinen ist auch aufgefordert, uns vielleicht zu unterstützen“, sagte der Kassenwart mit Blick auf die laufenden Crowdfunding Projekte. Die Links zum Crowdfunding findet ihr hier:

Sanierung der Toilettenanlagen

Hauptelektrik

Konkret verweist der Verein auf zwei Spendenaktionen über die Plattform der Vereinten Volksbank. Dort seien die Projekte unter den Stichworten „Sanierung Toilettenanlagen“ und „Instandsetzung Elektrik“ zu finden. Von den Driesch betonte den zusätzlichen Anreiz: Spenden würden „von der Volksbank jeweils um 10 Euro aufgestockt“. Sein Fazit: „Also ein Win Win für alle.“

Überraschungen bei der One Point Challenge

Den sportlichen Höhepunkt des Tages bildete die bislang größte One Point Challenge, die in Dorsten ausgetragen wurde. Ein großes Teilnehmerfeld aus nahezu allen Stadtteilen sorgte für intensive Ballwechsel und bemerkenswertes Niveau, generationenübergreifend und mit spürbarer Wettkampfatmosphäre.

Start der One Point Challange. Foto: Alexander Fichtner

Für die ersten großen Ausrufezeichen sorgten dabei zwei junge Spielerinnen. Die erst zehnjährige Jule Gülker warf bereits in Runde eins den an Position zwei gesetzten Christoph Schrooten aus dem Wettbewerb. Der Spieler mit der Leistungsklasse 5,6 gilt als Nummer eins der Schermbecker Verbandsliga Mannschaft. Kurz darauf folgte die nächste Überraschung: Sina Horst, elf Jahre jung, bezwang mit einem präzise gesetzten Aufschlag den Dorstener Routinier Sven Lindhorst, der in der Tennisszene als menschliche Ballwand bekannt ist.

Bekannte Namen setzen sich durch

Trotz dieser frühen Paukenschläge hielten andere Favoriten dem Druck stand. Im Hauptfeld setzte sich am Ende Anna Sashkina durch. Die Nebenrunde gewann Egor Viktorov. In der Kategorie Last Hope triumphierte Ayla Hasanovic.

Besucher rund um den Center Court. Foto: Alexander Fichtner

Erfolgreicher Auftakt macht Lust auf mehr

Der gelungene Saisonauftakt dürfte den Tennisfreunden Wulfen Rückenwind für die kommenden Monate geben. Die Organisatoren denken bereits weiter und planen nun die erste offizielle Dorstener One Point Challenge, die das Format noch größer machen soll. So verband der Tag auf bemerkenswerte Weise sportliche Klasse, familiäre Gemeinschaft und einen klaren Blick nach vorn.

Anna Sashkina und Igor Khoroshilov von der Tennisschule On_Line. Foto: Alexander Fichtner

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