Der VfL Rot-Weiß Dorsten wird 80 Jahre alt. Zum Jubiläum lädt der Verein am Samstag, 27. Juni, zu einem Tag der offenen Turnhalle ein. Auf dem Vereinsgelände und in der Sporthalle Petrinum gibt es Einblicke in die verschiedenen Sportangebote.
Der VfL Rot-Weiß Dorsten blickt in diesem Jahr auf 80 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Gefeiert wird das Jubiläum am Samstag, 27. Juni 2026, mit einem Tag der offenen Turnhalle. Von 10 bis 16 Uhr sind sportbegeisterte Besucher auf dem Vereinsgelände des VfL RW Dorsten und in der Sporthalle Petrinum an der Kurt-Schumacher-Straße 27 willkommen.
Der Verein möchte an diesem Tag zeigen, wie breit er sportlich aufgestellt ist. Geplant sind Vorführungen aus mehreren Abteilungen. Außerdem gibt es eine Hüpfburg, ein Spielmobil sowie Essen und Getränke. Damit richtet sich der Tag ausdrücklich auch an Familien, Kinder und alle, die den Verein kennenlernen möchten.
Vorführungen und Mitmachangebote
Das Programm beginnt um 10 Uhr mit Eltern-Kind-Turnen. Um 11 Uhr folgt eine Turnvorführung. Ab 12.30 Uhr präsentieren sich Handball und Volleyball. Um 14 Uhr stehen Pickleball und Frauenturnen auf dem Programm. Zum Abschluss ist um 15 Uhr ein Stationslauf geplant.
Gleich mehrere Jubiläen kommen dabei an diesem Tag zusammen. Neben 80 Jahren VfL Rot-Weiß Dorsten feiert der Verein auch 25 Jahre Vereinsheim und 100 Jahre Handballgeschichte.
Neuanfang nach dem Krieg
Die Wurzeln des Vereins reichen deutlich weiter zurück als bis ins Jahr 1946. In Quellen zur Dorstener Sportgeschichte und in Erzählungen wird immer wieder darauf verwiesen, dass es bereits im 19. Jahrhundert in Dorsten turnerische Aktivitäten gegeben haben soll. Sicher belegt ist die Gründung des Sportvereins Preußen im Jahr 1912. Auch der 1927 gegründete Turnverein Dorsten gehört zur Vorgeschichte des heutigen Vereins.
In den 1920er-Jahren schlossen sich mehrere Sportvereine zusammen. Aus der Sportvereinigung Dorsten und der Sportvereinigung Hardt entstand 1932 der VfL Rot-Weiß Dorsten. Die Vereinsfarben Rot und Weiß sollen nach Überlieferungen ihren Ursprung in der Sportvereinigung Hardt haben.
Während der Zeit des Nationalsozialismus verloren die Sportvereine ihre Eigenständigkeit. Ab 1937 wurden die Vereine dann im heutigen Stadtgebiet zur Ortsgruppe Dorsten zusammengefasst und politisch kontrolliert.
Der eigentliche Neubeginn nach dem Krieg erfolgte am 31. August 1946. Damals kamen in der Gastwirtschaft Karl Pasterkamp an der Vestischen Allee 16 engagierte Sportler zusammen, um den Verein neu zu gründen. 202 Personen traten dem Verein bei. Der Name lautete fortan „Verein für Leibesübungen Rot-Weiß Dorsten“.
Auch die britische Militärregierung spielte in dieser Zeit eine Rolle. Am Tag der Gründungsversammlung wurde der Antrag auf Gründung des Sportvereins beim Hauptquartier der britischen Militärregierung des Kreises Recklinghausen gestellt. Nach der Genehmigung entwickelte sich der Verein weiter und wurde später als eingetragener Verein geführt.
Breitensport für viele Generationen
Heute steht der VfL Rot-Weiß Dorsten vor allem für Breitensport und Gemeinschaft. Rund 700 Mitglieder nutzen die Angebote des Vereins. Dazu gehören unter anderem Handball, Turnen, Leichtathletik, Volleyball und Pickleball.
Mit dem Tag der offenen Turnhalle will der Verein nicht nur zurückblicken, sondern auch neue Interessierte erreichen. Wer eine Sportart ausprobieren oder einfach einen Eindruck vom Vereinsleben bekommen möchte, kann am 27. Juni vorbeischauen.





























