Am 3. März rückt weltweit ein Sinn in den Fokus, der für Kommunikation, Sicherheit und Lebensqualität unverzichtbar ist: das Gehör. Der Welttag des Hörens, international als „World Hearing Day“ bekannt, macht auf Prävention, Früherkennung und Versorgung von Hörminderungen aufmerksam. Auch in Dorsten beteiligen sich Akteure an dem Aktionstag und bieten konkrete Hilfe vor Ort an.
Weltweite Initiative mit klarer Botschaft
Initiiert von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lenkt der Aktionstag jedes Jahr die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Hörgesundheit. In Deutschland engagieren sich unter anderem der Bundesverband der Hörsysteme-Industrie sowie zahlreiche Partner aus Medizin, Handwerk und Kultur.
Die Zahlen zeigen den Handlungsbedarf: Rund zwölf Prozent der Bevölkerung in Deutschland gelten als schwerhörig. Etwa 5,8 Millionen Menschen über 15 Jahre haben einen beeinträchtigenden Hörverlust von mehr als 35 Dezibel. Nur etwa zwei Millionen von ihnen sind mit Hörsystemen versorgt.
Ein zentrales Anliegen des Welttages ist daher die Forderung, gesetzlich Krankenversicherten ab dem 50. Lebensjahr regelmäßige Hörtests beim HNO-Arzt als Vorsorgeleistung anzubieten.
Hörverlust kommt oft schleichend
Mit zunehmendem Alter lässt die Hörleistung nach. Diese sogenannte Presbyakusis beginnt häufig ab dem 50. Lebensjahr und bleibt oft lange unbemerkt. Unbehandelter Hörverlust erschwert Gespräche in Gruppen, das Telefonieren oder die Teilnahme am Straßenverkehr. Betroffene verlieren dadurch Sicherheit und Lebensqualität.
Kostenlose Hörtests in Dorsten
Einen lokalen Beitrag zum Welttag des Hörens leistet das Dorstener Unternehmen Ohrwerk. Am 3. und 4. März können Interessierte in allen drei Filialen kostenlose Hörtests durchführen lassen. In der Filiale in Wulfen hat Hörakustikermeister Adam Minczykowski dafür einen Anpassraum reserviert. Die Tests dauern etwa zehn Minuten.
„Hörverlust kommt schleichend und wird von den Betroffenen oft gar nicht so stark bemerkt“, erklärt Minczykowski. Häufig seien es Familienmitglieder oder Freunde, die erste Veränderungen ansprechen.
Die klassische Zielgruppe liege zwar bei Menschen ab etwa 45 Jahren, grundsätzlich könnten Hörverluste jedoch in jedem Alter auftreten. „Das Gehör nutzt sich altersbedingt ab“, so der Hörakustikermeister.

So funktioniert ein Hörtest
Beim kostenlosen Test werden verschiedene Frequenzen und Töne sowie Gesprächssituationen in normaler Lautstärke überprüft. Ziel ist es, frühzeitig Einschränkungen zu erkennen und gegebenenfalls weitere Schritte zu empfehlen.
Viele Betroffene warten jedoch lange, bevor sie handeln. „Oft vergehen fünf bis sieben Jahre vom ersten Auffallen der Höreinschränkungen bis zum Besuch beim Akustiker“, berichtet Minczykowski. In dieser Zeit gehe viel Lebensqualität verloren.
Moderne Hörgeräte sind unauffällig und intelligent
Wer Hörgeräte benötigt, muss heute keine sichtbaren Lösungen mehr fürchten. Moderne Systeme sind klein, unauffällig und technisch hochentwickelt. Einige Modelle nutzen bereits künstliche Intelligenz, um Gespräche besser von Hintergrundgeräuschen zu trennen. Zudem lassen sich viele Geräte mit dem Smartphone koppeln.
Der Welttag des Hörens soll dazu ermutigen, das eigene Hörvermögen ernst zu nehmen und frühzeitig testen zu lassen. Die kostenlosen Angebote in Dorsten bieten dafür eine niederschwellige Gelegenheit.




























