StartAllgemein100 Jahre Wirtschaftsförderung in Dorsten

100 Jahre Wirtschaftsförderung in Dorsten

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Es war der 31. Juli 1924, als die Städte Dorsten, Marl und Buer, die Gemeinde Polsum und der Kreis Recklinghausen die Dorstener Hafen- und Betriebsgesellschaft gründeten. „Wahrscheinlich mit etwas Kohlenstaub im Augenwinkel“, schmunzelt Markus Funk, seit Anfang 2021 Geschäftsführer der WINDOR, wie die Gesellschaft einhundert Jahre später heißt und eine Tochter der Stadt Dorsten ist.

Am 2. Juli 2024 wurde das Jubiläum mit geladenen Gästen im Treffpunkt Altstadt gebührend gefeiert. Heute arbeiten 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auftrag der Stadt Dorsten und entwickeln, stärken und vermarkten die Wirtschaft unserer Stadt. Wir trafen uns zum Gespräch mit WINDOR-Geschäftsführer Markus Funk.

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Lokallust: „Hallo Herr Funk. Wie fühlt es sich an, einhundert Jahre alt zu werden?“

WINDOR-Geschäftsführer Markus Funk begrüßt zum Jubiläum die geladenen Gäste

Markus Funk: „Hoffentlich fühle ich mich dann ähnlich gut, wie die WINDOR heute (schmunzelt). Als Geschäftsführer dieser Gesellschaft erfüllt es mich gemeinsam mit dem gesamten Team mit Stolz. Für uns steht allerdings nach der Feier wieder  die Zukunft im Vordergrund. Wie stellen wir uns als WINDOR für die kommenden Jahre auf!“

Lokallust: „Schauen wir aber zunächst geschichtlich rückwärts. Wofür stand die Dorstener Hafen- und Betriebsgesellschaft nach ihrer Gründung im Jahr 1924?“

Markus Funk: „Bereits damals wurde der ‘rote Faden’ gesponnen, der sich durch die gesamte Unternehmensgeschichte zieht. Schon im ursprünglichen Gesellschaftervertrag steht geschrieben, dass die Firma zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Wirtschaftsregion beitragen soll.“

Lokallust: „Wie lief die weitere Entwicklung?“

Markus Funk: „Die wirtschaftliche Entwicklung des Hafens startete in den 20er und 30er Jahren – zunächst aber mehr als schleppend. Nach dem 2. Weltkrieg nahm der Umschlag und die strategische Bedeutung dann stark zu. Über die Jahre hinweg erweiterten sich die Aufgaben und Handlungsfelder der Gesellschaft. Der Bau der Hafenanschlussbahn in den 1960er Jahren und die Entwicklung des Aufgabenbereiches Energieversorgung Strom, Gas und Wärme dokumentieren dies.“

Lokallust: „Wann wurde schließlich aus der Dorstener Hafen- und Betriebsgesellschaft die heutige WINDOR?

Markus Funk: „Zunächst wurde 1991 in die DVBG – Dorstener Versorgungs- und Betriebsgesellschaft mbH umfirmiert. Mit Änderung des Gesellschaftsvertrages Anfang 2003 erhielt die Jubilarin dann in weiten Teilen das Ihnen und uns heute vertraute Gesicht und firmiert seitdem unter dem Namen WINDOR. Die Gesellschaft übernahm aus der Verwaltung die Aktivitäten der allgemeinen Wirtschaftsförderung und Teile des Liegenschaftsamtes.“

Hafengelände 1968

Lokallust: „Gab es besondere Herausforderungen für die WINDOR?“

Markus Funk: „Der dickste Brocken, den die WINDOR verarbeiten musste, war sicherlich Mitte der 2000er Jahre der Erwerb des sogenannten „Bahnpaketes“. 545.000 qm nicht mehr benötigte Bahnflächen in Dorsten.

Neben der Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten ging es immer wieder auch um den Zwischenerwerb von strategischen Flächen für die

Stadt Dorsten. So war die WINDOR von 2004 -2014 Eigentümerin des Dorstener Bahnhofsgebäudes. Dadurch konnte das Objekt gesichert werden und ging 2014 in das Eigentum der Stadt über.“

Lokallust: „Wofür steht die WINDOR im Jubiläumsjahr?“

Markus Funk: „Neben den intensiven liegenschaftlichen Aktivitäten prägen heute die allgemeine Wirtschaftsförderung mit den Arbeitsfeldern

Unternehmensservice, Fachkräftesicherung und -gewinnung, Stadtentwicklungsprojekte, City-Management, regionale Vernetzung und Kommunikation sowie die Sparte Energie mit ihren umfangreichen Erzeugungs- und technischen wie konzeptionellen Beratungskompetenzen und dem überregional wahrgenommenen WINDOR EnergieTisch mit dem Schwerpunkt Wasserstoff das Bild der WINDOR.

Lokallust: „Welche Ziele haben Sie für die Zukunft?“

Markus Funk: Zunächst einmal sind wir eine gut aufgestellte und leistungsfähige Wirtschaftsförderung. Unser vorrangiges Ziel ist es, mit unseren Dienstleistungen und Angeboten zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in Dorsten beizutragen und der Wirtschaft gute Rahmenbedingungen für den unternehmerischen Erfolg zu bieten.

Unsere Dienstleistungen richten sich hauptsächlich an Unternehmer und Investoren, aber auch Bürger und Interessierte. Dabei ist es uns wichtig, das Ohr an der Wirtschaft zu haben und relevante Themen aufzugreifen.

Lokallust: „Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch und wünschen der WINDOR viel Erfolg für die kommenden Jahrzehnte!“

Das Interview führte Christian Sklenak.

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