Tadaaaa – ich kann es selbst kaum glauben, aber heute könnt Ihr tatsächlich schon die 100. Schmunzelglosse zum Wochenende bei dorsten-online lesen.
Die 100 ist wahrlich eine (doppel-) runde Zahl und durchaus jubiläumstauglich. Nach Wikipedia leitet sich das „Jubiläum“ – lateinisch annus jubilaeus – aus dem alttestamentlichen „Jubeljahr“ her. Zitat: „Durch das im Jahr 1300 eingeführte Heilige Jahr wurde dieses Jubeljahr auf einen christlichen Festanlass übertragen und alle 100, 50, dann alle 25 Jahre gefeiert.“ Zitatende.
Jubiläen im Wandel der Zeit
Was – nur jedes Vierteljahrhundert eine Jubelfete? Das schien den Leuten offensichtlich zu wenig zu sein. Auch die Wirtschaft, die natürlich wunderbar an diesen Festen verdienen kann, schnuppert satte Gewinne. So wirbt die Gold- und Silberschmiede-Innung Schleswig-Holstein mit ihrer Liste traditioneller Hochzeitstage damit, nicht nur Silber- und Goldhochzeit, sondern eigentlich auch jeden weiteren Hochzeitstag mit geeigneten Geschenken zu versüßen. Vom 1. Hochzeitstag (der Papiernen Hochzeit) bis zum 55. (der Juwelenhochzeit) wurde für jedes Jahr ein spezieller „Jubiläumsname“ erfunden. Wer ahnt schon, dass man nach 54 Jahren Ehe eine „Zeushochzeit“ feiern könnte. Die Götter wissen, warum!
Jubiläen und ihre Bedeutung
Danach werden die Zeitsprünge allerdings etwas größer, aber – potzblitz – die magische 100 taucht am Ende der Liste tatsächlich auch noch auf: als Himmelshochzeit! Höchstwahrscheinlich, weil Braut und Bräutigam diesen Hochzeitstag auf Wolke 7 im Himmel feiern??? Halten wir fest: In unserer Gebrauchssprache hat der Begriff „Jubiläum“ eine deutliche Bedeutungserweiterung erfahren.
Jubiläen und historische Persönlichkeiten
Die 100 ist davon aber nicht betroffen. Die saß ja von Beginn an im Boot der Jubelfeste. So feiern wir in diesem Jahr völlig zu Recht die runden Gedenktage bedeutender Menschen: Marlon Brando, George Bush, Jimmy Carter und Truman Capote beispielsweise wurden alle vor 100 Jahren geboren. Der Todestag des großen, rätselhaften tschechischen Schriftstellers Franz Kafka liegt ebenfalls 100 Jahre zurück. Und wer will, darf natürlich auch den 100. Geburtstag des Jahres 1924 feiern, das sich neben der ersten EEG Aufzeichnung durch den deutschen Neurologen Hans Berger noch durch viele weitere Highlights auszeichnet.
Vorfreude auf zukünftige Jubiläen
Ehrlich gesagt, bekomme ich langsam richtig Lust aufs Jubiläen-Feiern. Am besten bereite ich mich schon einmal auf den 12. Juli 2025 vor, wenn meine 150. Schmunzelglosse nach Plan bei Dorsten-online erscheint. Diesen Geburtstag hat sie dann mit dem französischen Komponisten Maurice Ravel gemein, der ebenfalls in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiern könnte, wenn er nicht schon 1937 in Paris gestorben wäre.




























