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#143 Glosse von Anke – Feuriger Fön

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Glosse von Anke: Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. 

Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.

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Feuriger Fön

Mein Arbeitstag begann wahrhaft explosiv: „Du, mein Fön ist gerade explodiert, hier liegen 1000 Teile im Waschbecken“, hatte mir meine Kollegin über Whats App mitgeteilt, „sorry – deswegen komme ich ein paar Minuten später ins Büro!“ Na, ich war ja froh, dass sie wohlauf zu sein schien. Schließlich hatte sie trotz Explosion im Badezimmer pflichtbewusst noch eine „Verspätungs-Sprachnachricht“ absetzen können. Vorbildlich!

Als sie kurz darauf ins Büro hetzte, sah ihre Frisur eigentlich recht ordentlich aus. Keine Brandspuren auf Scheitel oder Augenbraue zu erkennen, keine Russpartikel in der Hörschnecke auszumachen. Ich erinnere mich, dass auch mein Fön schon mal verdächtig fauchte, wie ein Drachen Funken sprühte und Gestank noch Verbranntem verströmte. Defekte Elektroartikel können einem schon großen Respekt einflößen. Besser schnell entsorgen und nicht noch einmal verwenden.

Meine Freundin Elke pflegte zu Schulzeiten eine andere Methode des Haarstylings: Musste ihr geheiligter Pony für ein Date schnell in Form gebracht werden, holte sie Muttis Bügeleisen aus dem Schrank, schaltete eine gemäßigte Temperatur ein. Dann beugte sie ihren Kopf weit nach vorne, um ihre feuchten Ponysträhnen auf der Flur-Anrichte sorgfältig auszubreiten und – zisch und qualm – einmal drüber mit dem Plätteisen: Fertig war der Fransen-Teppich! Für drei, vier Stunden hielt das haarige „Kunstwerk“.

Ich durfte einmal Zeugin dieser Do-it-yourself-Aktion werden und möchte sie ausdrücklich nicht zur Nachahmung empfehlen. Dann lieber einen Fön benutzen, auch wenn er manchmal faucht und zischt. Apropos: Ich werde meiner Kollegin raten, bei der nächsten feurigen Explosion im Badezimmer (die der Heilige Florian verhüten möge!) lieber erst die Feuerwehr anzurufen, bevor sie mich über ihre Verspätung informiert.

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