StartGlosse#162 Glosse von Anke: Halloween in der Buchhandlung

#162 Glosse von Anke: Halloween in der Buchhandlung

Veröffentlicht am

Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.

Heute – am 31. Oktober – waren die Angestellten der lokalansässigen Buchhandlung tagesaktuell gekleidet. Die eine hatte einen Haarreifen mit einem leuchtenden Kürbis auf dem Haupt, ihrer Kollegin an der Kasse tanzte eine riesige schwarze Spinne auf dem Kopf herum. Tja, was will man machen? Halloween ist ein umsatzförderndes Spektakel, da muss der Rubel rollen. Allerdings empfand ich die Leuchtkürbisdame jetzt nicht als gruselig, als sie mich fragte: „Soll ich Ihnen das Büchlein als Geschenk einpacken oder nehmen Sie es so mit?“ Erschreckend vielleicht, aber gruselig – ne, eigentlich nicht.

Anzeige
Anzeige zum Freizeitspezial 2026 auf Dorsten-Online

Früher ohne Kürbisfratzen

Zu meiner Kinder- und Jugendzeit gab’s in Dorsten ja noch gar kein Halloween. Wir hatten den Reformationstag, den wir als Protestanten am 31. Oktober gefeiert haben. Wer erinnert sich? Ich bin sozusagen in einer kürbisfratzenfreien Zone großgeworden. Mein Sohn hingegen zog in den 1990ern schon voll maskiert mit seiner Gespenstergang und riesigen Beute-Beuteln um die Häuserblöcke, um Süßes einzusacken oder Saures auszuteilen.

Wenn die Lehrerin Reformation statt Halloween feiert

Das war nicht immer nur erfolgreich. Ich erinnere mich zum Beispiel daran, dass seine evangelische Religionslehrerin den Gehorsam hartnäckig verweigerte. Als die furchterregenden Gesellen an ihrer Haustür klingelten und mit grimmiger Miene „Süßes oder Saures“ forderten, drehte sich die Lehrerin im Türrahmen um und präsentierte furchtlos ihr Hinterteil: „Ihr könnt mir gerne Saures geben“, brachte sie sich bereitwillig für die Folter durch den Reisigbesen in die richtige Position, „aber ich feiere heute Reformation und nicht dieses scheußliche Halloween.“

Da blickten sich die entgeisterten Grundschul-Gespenster ratlos an. Was sollten sie tun? Die eigene Lehrerin verhauen – na, das kommt im Hinblick auf das nächste Halbjahreszeugnis sicherlich nicht gut an. So ließen sie die Besen sinken, wünschten noch einen schönen Abend und trollten sich zum nächsten Haus.

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Rot-gelber Jubel in Dorsten: Spanische Fans feiern den WM-Titel

Es wurde gezittert, mitgefiebert und schließlich ausgelassen gefeiert: Die spanischen Fans in Dorsten haben das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft gemeinsam verfolgt. Nach Spaniens 1:0-Erfolg gegen Titelverteidiger...

Premiere gelungen: Kunst trifft Oldtimer bei „Coffee in Sunday“ in der Kaue auf Leopold

Zum ersten Mal verband die Veranstaltungsreihe „Coffee in Sunday“ in der Kaue auf Leopold eine Kunstausstellung mit einem Oldtimertreffen. Die Premiere erwies sich als voller...

Vorparade stimmt auf das Schützenfest Rhade 2026 ein

Eine Woche vor dem Schützenfest Rhade 2026 ist der Ort bereits in Feststimmung: Am Sonntagnachmittag trat der Bürgerschützenverein zur traditionellen Vorparade an. Zahlreiche Zuschauer verfolgten...

Dorstener TC Jüntgen ist Deutscher Meister der Herren 30

Der Dorstener TC Jüntgen hat am Sonntag, 19. Juli 2026, den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte gefeiert. Die Herren 30 sicherten sich vor heimischem Publikum den...

Klick mich!