Zum ersten Mal verband die Veranstaltungsreihe „Coffee in Sunday“ in der Kaue auf Leopold eine Kunstausstellung mit einem Oldtimertreffen. Die Premiere erwies sich als voller Erfolg: Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, zunächst die Werke des Fotografen und Künstlers Daniel Sopczak alias Soppi zu entdecken und anschließend zwischen den historischen Fahrzeugen über das Gelände zu schlendern. Die Verbindung aus Kunst, Kultur und automobiler Leidenschaft sorgte den ganzen Tag über für eine besondere Atmosphäre und viele interessante Gespräche.
Kunst mit persönlicher Geschichte
Schon beim Betreten der Ausstellung wurde deutlich, dass Daniel Sopczaks Fotografien weit mehr sind als schöne Aufnahmen. Hinter jedem Werk steckt eine Geschichte – und vor allem ein persönlicher Weg.

Im Gespräch berichtete der Künstler offen, wie die Fotografie sein Leben verändert hat. Nach einer schwierigen Lebensphase und einer Zeit tiefer Unzufriedenheit entdeckte er durch die analoge Fotografie einen neuen Zugang zu seiner Kreativität.
„Nicht die Fotografie allein hat mich da rausgeholt. Ich glaube, dass ich meine Kreativität endlich ausleben konnte – und dadurch wieder neue Lebensfreude entwickelt habe.“
Diese Offenheit machte viele Besucher nachdenklich und zeigte, wie eng seine Kunst mit seinen persönlichen Erfahrungen verbunden ist.
Der Blick hinter die Kulissen
Besonders beeindruckte viele Besucher ein sogenannter Kontaktabzug (Contact Sheet), den Soppi selbst als eines seiner Lieblingswerke bezeichnete. Dieses Werk zeigt den Arbeitsprozess der analogen Fotografie – noch bevor ein fertiges Bild entsteht. Anhand von Markierungen und verschiedenen Bildausschnitten erklärte er, wie sorgfältig die Auswahl der späteren Motive erfolgt und wie viel Handarbeit und Detailverliebtheit in jedem einzelnen Bild steckt.

„So fängt der Arbeitsprozess eigentlich an. Ich wollte den Menschen zeigen, was hinter einem Bild alles steckt.“
Für viele Gäste war dieser Einblick in die analoge Fotografie etwas völlig Neues und machte deutlich, dass seine Arbeiten weit über das eigentliche Fotografieren hinausgehen.
Vom Trödelmarkt bis auf internationale Ausstellungen
Soppi erzählte außerdem von seinem außergewöhnlichen Werdegang. Angefangen hatte alles mit kleinen Kunst- und Trödelmärkten, auf denen er seine Fotografien für wenige Euro verkaufte. Von dort aus entwickelte sich seine Karriere Schritt für Schritt weiter. Es folgten Ausstellungen in Düsseldorf, München und Köln sowie internationale Stationen in Dubai und Miami.
Trotz dieser Erfolge betonte er, wie wichtig ihm die Ausstellung in der Kaue auf Leopold sei.

„Ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich hier ausstellen darf. Mir ist der persönliche Austausch mit den Menschen besonders wichtig.“
Gerade deshalb setzt er bewusst auf Führungen in kleiner Runde, bei denen genügend Zeit bleibt, die Geschichten hinter seinen Werken zu erzählen.
Historische Fahrzeuge sorgen für große Begeisterung
Nach dem Rundgang durch die Ausstellung zog es viele Gäste nach draußen zum Oldtimertreffen. Der Platz war hervorragend gefüllt und bot ein beeindruckendes Bild zahlreicher liebevoll gepflegter Klassiker. Vom eleganten Oldtimer bis hin zu seltenen Sammlerstücken gab es viel zu entdecken.

Zwischen glänzendem Chrom, geöffneten Motorhauben und zahlreichen Fachgesprächen kamen Fahrzeugbesitzer und Besucher schnell miteinander ins Gespräch. Viele nutzten die Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen, Fotos zu machen oder einfach die besondere Atmosphäre bei einer Tasse Kaffee zu genießen.

Gelungene Premiere mit Potenzial
Die erstmalige Kombination aus Kunstausstellung und Oldtimertreffen erwies sich als eine rundum gelungene Idee. Daniel Sopczkas persönliche Geschichte und seine ausdrucksstarken Werke verliehen der Veranstaltung eine emotionale Tiefe, während die historischen Fahrzeuge für nostalgische Momente und lebendiges Treiben auf dem Außengelände sorgten.

Die durchweg positive Resonanz zeigte, dass sich Kunst und automobile Leidenschaft hervorragend ergänzen. Die gelungene Premiere von „Coffee in Sunday“ machte deutlich, dass dieses Veranstaltungsformat das Potenzial hat, auch in Zukunft viele Besucher nach Leopold zu locken.




























