Chatten mit Ordensgründerin Angela Merici. Ausstellung zur 325-jährigen Geschichte der Ursulinen in Dorsten
Anlässlich des Jubiläumsjahrs „325 Jahre Ursulinen in Dorsten“ verweist das Bistum Münster auf eine eine interaktive Ausstellung in der Schulkirche des St.-Ursula-Gymnasiums. Diese wurden von Schulseelsorger Kai Kaczikowski und Religionslehrer Benedikt Gottlieb in Zusammenarbeit mit Kunstlehrerin Sabine Janotta entwickelt. Am 16. November (Samstag) von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr ist die Ausstellung nochmals für die Öffentlichkeit zugänglich.
Einblicke in Geschichte und Glauben der Ursulinen
Seit 325 Jahren wirken die Ursulinenschwestern in Dorsten. „Ziel der Ausstellung ist es, Schülerinnen und Schülern die Lebensgeschichte der Ordensgründerin Angela Merici und das Wirken der Schwestern in der Stadt näherzubringen, erläutert Pastoralreferent Kaczikowski. Die Ausstellung umfasst sechs Stationen. Hier erfahren die Besucher mehr über die Ursulinen und deren beeindruckende Persönlichkeiten wie Tisa von der Schulenburg und Johanna Eichmann.
Ein besonderes Highlight bildet eine Fragerunde mit Schwester Annette Borgmann, die den Jugendlichen authentische Einblicke in das Leben einer Ordensfrau ermöglicht. Auch der kreative Einsatz eines Playmobil-Videos, welches das Leben der Gründerin darstellt, schafft eine interessante Annäherung an die Geschichte.

Interaktiver „Chat“ mit Angela Merici und multimedialer Rückblick
Ein besonderes interaktives Element ist der „Chat“ mit Angela Merici, der mittels Künstlicher Intelligenz (KI) die Ordensgründerin „zum Leben erweckt“. Für viele Schüler ist dieser virtuelle Dialog ein faszinierendes Erlebnis. Ebenfalls beliebt ist der digitale Zeitstrahl auf einem Tablet, der die 325-jährige Geschichte der Ursulinen in Dorsten nachzeichnet. „Es ist spannend zu sehen, wie sich das Leben und die Schule über die Jahrhunderte verändert haben“, meint die 17-jährige Clara Kaluza.
Kulturelles Erbe im Altarraum
Die ausgestellten Werke von Tisa von der Schulenburg im Altarraum bieten weitere historische Einblicke. Die Künstlerin, die 1950 als Schwester Paula ins Ursulinenkloster eintrat, schuf zahlreiche sakrale Kunstwerke für die Kirche, darunter Tabernakel, Ambo und Kreuz. Ihre Arbeiten regen zu Diskussionen an: „Die Erklärungen bieten einen neuen Blickwinkel auf die Werke“, so Kaluza.

„Sei ein Löwe“ – Mut und Stärke in der Gemeinschaft
Für die jüngeren Schüler ist die Botschaft „Sei ein Löwe“ von Schwester Johanna Eichmann, einer ehemaligen Schülerin und Konvertitin jüdischer Herkunft, besonders inspirierend. Ihre Aussagen erinnern daran, für andere einzustehen und Mut zu zeigen. Die Schüler der Q2 reflektieren die Bedeutung von Werten wie Gemeinschaftsgefühl, Respekt und Akzeptanz – Werte, die eine christliche Schule prägen.
Positive Resonanz und weitere Besichtigungsmöglichkeit
„Die Ausstellungseröffnung zum Lichterfest war ein voller Erfolg“, berichtet Kaczikowski. Viele Interessierte fanden den Weg in die Schulkirche, um die Ursulinengeschichte kennenzulernen. Am Samstag, den 16. November, haben Besucher*innen nochmals die Gelegenheit, die Ausstellung zu erkunden. Die Botschaft, die über alles steht, lautet: „Schätzt einander, helft einander, ertragt einander“ – ein Zitat der Ordensgründerin Angela Merici, das als Leitmotiv für das Leben und Wirken der Ursulinen steht.




























