Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich
Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter
Ei, der Graus
Gekaufte Ostereier schmecken mir nicht. Meistens sind sie zu weich. Wenn das Eidotter nicht knallhart gekocht ist, dann ist es für mich kein Oster-, sondern ein leidlich hart gekochtes Ei. Eher nehme ich einen leicht grünlichen Beton-Dotter in Kauf, als dass ich das Gelbe vom Ei streichzart aufs Brot schmiere. – Soviel zu meiner „Osterei-Philosophie“.
Die Konsequenz daraus: Ich muss die Eier selber färben. Kann eine Schweinearbeit sein, die nicht immer rund läuft. So starre ich mal wieder entsetzt auf die missratenen flieder-fleckigen Ovale, die mein Löffel aus dem Färbetauchbad fischt. Warum leuchten die Farben der Färbestreifen und -tabletten auf meinen Fingerkuppen satt und frisch, auf den Eierschalen dagegen fad und schal?
In meiner Not rücke ich den Eiern in einem zweiten Färbegang mit Pinsel und Wasserfarbe auf die Pelle. Doch Lachgesichter und Wellenmuster bringen keinen durchschlagenden Erfolg. Als ich verzweifelt meiner Freundin von dem Malheur der „verlorenen Eier“ erzähle, tröstet sie mich mit einer rettenden Idee: „Sag doch einfach, der Hase hätte sich die Pfote verstaucht …“




























