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37 weitere positiv getestete Westfleisch – Mitarbeiter

Veröffentlicht am

37 weitere positiv getestete Mitarbeiter am Westfleisch-Standort Oer-Erkenschwick

Zahl der Neuinfektionen im Kreis Recklinghausen bleibt deutlich unter der kritischen Grenze. Insgesamt insgesamt 1965 Tests durchgeführt.

Kreis Recklinhausen (pd). Gewissheit im Kreis Recklinghausen: Von den insgesamt 1965 Tests, die das Deutsche Rote Kreuz in den letzten Tagen bei der Firma Westfleisch am Standort Oer-Erkenschwick genommen hat, liegen jetzt 1846 Ergebnisse vor, davon sind 37 positiv sowie 12 nicht eindeutig.

Letztere werden ein zweites Mal getestet. Hinzu kommen, möchte man die Zahl aller akut infizierten Mitarbeiter wissen, noch 17 weitere, die bereits vor der Anordnung des Landes für die umfangreichen Testungen positiv auf das Corona-Virus getestet worden waren.

Die Zahl der Neuinfektionen bleibt auch nach den umfangreichen Tests deutlich unter der kritischen Grenze für das Kreisgebiet von 308 innerhalb einer Woche – umgerechnet auf die Einwohnerzahl entspricht das den vom Bund festgelegten 50 pro 100.000. Die Bürger haben also zurzeit nicht mit erweiterten Einschränkungen zu rechnen.

Nicht alle Mitarbeiter kommen aus dem Kreis

Und: Nicht alle positiv getesteten Westfleisch-Mitarbeiter wohnen im Kreis Recklinghausen; sie werden der Statistik an ihrem jeweiligen Wohnort zugeordnet.

„Das Testergebnis zeigt, dass die Maßnahmen, die vor Ort in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und mit der Stadt ergriffen worden sind, ihren Zweck erfüllt haben“, sagt Landrat Cay Süberkrüb. Bereits seit über fünf Wochen stand das Kreisgesundheitsamt in engem Kontakt mit dem Schlachtbetrieb, nachdem dort am 5. April der erste Mitarbeiter positiv getestet wurde.

Auftragsarbeiten

Bei der vom Gesundheitsministerium angeordneten Komplett-Testung, mit der am vergangenen Samstag begonnen wurde, sind zusätzlich zu den Beschäftigten des Unternehmens auch Personen getestet worden, die in den zurückliegenden Tagen Auftragsarbeiten auf dem Gelände durchgeführt haben, zum Beispiel Handwerksunternehmen.

Eine Woche nach dem ersten nachgewiesenen Corona-Fall war klar, dass es sich um ein größeres Ausbruchsgeschehen und nicht nur um Einzelfälle handelt.

Kontaktlose Fiebermessungen am Werkstor

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, die zum Teil deutlich über das geforderte Maß hinausgehen: das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes bereits beim Betreten des Betriebsgeländes, die Arbeit in klar abgegrenzten Kleingruppen, erweiterte Schutzbekleidungsbestimmungen, zusätzliche Hygienestationen und wiederkehrende und mehrsprachige Hinweise auf die Bedeutung von Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen. Außerdem finden kontaktlose Fiebermessungen am Werkstor statt. Infizierte wurden in einem Tagungshaus isoliert, medizinisch versorgt und betreut.

Kontaktnachverfolgung

Alle positiv Getesteten müssen nun für mindestens zwei Wochen in häuslicher Isolation bleiben. Das gilt auch für die direkten Kontaktpersonen. Sie werden von den Kontaktnachverfolgungsteams des Gesundheitsamts angerufen und über das weitere Vorgehen informiert. Ziel der Kontaktnachverfolgung ist es, Infektionsherde möglichst schnell aufzudecken und durch gezielte Anordnungen von Maßnahmen dafür zu sorgen, dass die Infektionsketten schnell unterbrochen werden. „Dieses Vorgehen hat die Verbreitung des Virus schon in vielen Fällen gestoppt, wie Beispiele aus Seniorenheimen und Flüchtlingsunterkünften zeigen. Die Teams der Kontaktnachverfolgung leisten da eine hervorragende Arbeit – an sieben Tagen in der Woche“, sagt Cay Süberkrüb.

Keine gravierenden Hygiene-Verstöße

Auch die Begehungen der größeren Unterkünfte für Mitarbeiter von Schlachthöfen haben inzwischen gemeinsam mit den Ordnungsämtern der jeweiligen Städte stattgefunden. Vor Ort stellten die Mitarbeiter des Gesundheitsamts bisher keine gravierenden Hygiene-Verstöße fest. Ihr Augenmerk galt bei den Begehungen vor allem dem Infektionsschutz.

Oer-Erkenschwicks Bürgermeister Carsten Wewers: „Wir haben seit Anfang April eng zusammengearbeitet. Mein Dank gilt den Beschäftigten der Kreisverwaltung, die richtig gute Arbeit leisten.“

Landrat Cay Süberkrüb: „Mein Dank gebührt allen, die in diesen schwierigen Wochen solidarisch zusammenwirken und durch rücksichtsvolles Verhalten dazu beitragen, dass wir bislang moderate Zahlen von Infizierten haben. Nur gemeinsam schaffen wir es, die Krise gut zu bewältigen. Wir dürfen jetzt allerdings nicht nachlassen. Wir stehen weiterhin in der Verantwortung. Je besser und konsequenter sich alle an die bestehenden Regeln halten, umso eher können wir einen Anstieg der Fallzahlen verhindern und weitere Erleichterungen für uns alle erreichen.“

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