Wenn die Tage im Herbst kürzer werden, wird es in Dorsten-Hardt lebendig. Der Stadtteil präsentiert sich im Rahmen des Jubiläumsjahres „775 Jahre Stadt Dorsten“ mit einem Programm, das Musik, Sport, Bildung und Kreativität vereint.
Bereits Anfang des Monats zeigte sich, dass die Hardt weit mehr zu bieten hat als nur den großen Jubiläumstag. Am 3. November fand ein Vortrag zur Obstbaumpflege und zur Bedeutung von Streuobstwiesen statt, und am 7. November verwandelten Theater- und Kleinkunstangebote die St.-Ursula-Realschule in eine kulturelle Bühne.
Doppelkonzert in St. Nikolaus
Den Auftakt machte am 2. November ein besonderes Doppelkonzert in der St.-Nikolaus-Kirche. Der bekannte Pop- und Gospelchor „Swinging Church Dorsten“ unter der Leitung von Hans-Jürgen Gromann hatte dazu seinen Namensvetter aus Garbsen eingeladen. Gemeinsam gestalteten die beiden Chöre ein Konzert, das die große Bandbreite moderner Chormusik hörbar machte, von klassischen Spirituals über Gospelstücke bis hin zu gefühlvollen Popsongs. Die besondere Atmosphäre der St.-Nikolaus-Kirche schaffte einen stimmungsvollen Rahmen, in dem nicht nur Musikbegeisterte auf ihre Kosten kamen.
Nach den Kulturangeboten in St. Nikolaus und St. Ursula entwickelt sich der Monat Schritt für Schritt weiter zu einem vielseitigen Jubiläumsprogramm. Auch die Theatergruppe Chamäleon steuert ihren Beitrag bei und bringt am 21. und 22. November unter dem Titel „Mit Vollgas in die 80er“ ein Stück auf die Bühne, das jeweils um 20 Uhr in der St.-Ursula-Realschule beginnt. Parallel dazu laufen in verschiedenen Einrichtungen weitere Angebote, die zeigen, wie bunt das Hardter Vereins- und Gemeindeleben ist.
Es wird sportlich
Am 15. November steht der Stadtteil dann vollständig im Zeichen der Bewegung. Die Agatha-Grundschule und die Realschule St. Ursula laden zu „olympischen“ Winterspielen ein, einer Gemeinschaftsaktion, die die lange Tradition sportlicher Veranstaltungen in der Hardt aufgreift. Beginn ist um 11 Uhr mit Grußworten von Bürgermeister Tobias Stockhoff sowie Vertretern des Stadtteils, begleitet von Musik von Heiko Fänger und dem Entzünden eines symbolischen olympischen Feuers.
Ab 11.30 Uhr füllen sich Schulhöfe und Räume mit sportlichem Treiben. Badminton, Spieleparcours, Winterspiel-Stationen, Seniorentanz, kreative Angebote und zahlreiche Vereinsaktionen sorgen für Abwechslung. Parallel zeigen Infostände, was die Hardt gemeinsam bewegt. Dazu kommen weitere Programmpunkte wie der Auftritt von Clown Napalito gegen Mittag sowie die Präsentation der Ideenschmiede Hardt. Am Nachmittag folgen Tombola, Sportlerehrung und ein Kinderprogramm, das in der Aula der St.-Ursula-Realschule mit dem Theaterstück „Drache Valentin und die To(l)leranz“ einen besonderen Akzent setzt, während sich in der Agathaschule die Senioren beim Tanztee treffen. Der Tag klingt gegen Abend in geselliger Stimmung aus.
Abschluss mit Ten Sing Gahlen
Zum Abschluss des Monats öffnet am 22. November die Friedenskirche ihre Türen für einen Workshop mit dem Team von Ten Sing Gahlen. Das ambitionierte Jugendprojekt verbindet Musik, Theater und Tanz zu einer mitreißenden Performance, die Jugendliche eigenständig entwickeln und präsentieren.
Kurz darauf, am 24. November, folgen weitere thematisch passende Angebote, etwa ein Gesundheitsvortrag im St.-Elisabeth-Krankenhaus und das gemeinsame Einschalten des Hardter Weihnachtsbaums im Pestalozzipark.
Mit diesem abwechslungsreichen Programm zeigt die Hardt, wie facettenreich dieser Stadtteil ist. In St. Nikolaus, den Schulen, der Friedenskirche und weiteren Einrichtungen wartet im November ein Stück gelebte Hardter Kultur auf die Besucher aus der Region. Man darf sich also weiter über diesen Herbstmonat freuen, dem normalerweise eher „trübe Etiketten“ anhängen, der sich diesmal aber als überraschend lebendig und inspirierend erweist.




























