Nikolaus geht auf die Menschen ein und zaubert ein Lächeln auf die Kindergesichter

Dorsten. Unter Schirmen steht eine Traube Menschen geduldig am Ufer. Sie warten auf den Nikolaus, der mit seinem Gefolge traditionell mit dem Schiff im Hafen anlegt.

Als die Kinder den Mann mit dem weißen Bart und dem roten Mantel entdecken, leuchten ihre Augen. Manche schauen leicht nervös zu seinem Gefährten Knecht Ruprecht, der böse Kinder straft. Doch diesmal waren die Kinder alle lieb. Sie haben sich trotz Regen hierher begeben, sind gut eingepackt. Einige holen ihre Laternen hervor, wenn auch ein wenig versteckt – aufgrund des Wetters.

Angeführt wird der Umzug vom Fanfarencorps Hervest. Er geht vorne weg. Trommeln und Trompeten ertönen feierlich. Von der Feuerwehr und Fackelträgern wird der Nikolaus begleitet.
Sie gehen einmal durch die Mercarden und weiter quer durch die Stadt bis zur St. Agatha-Kirche. Dort angekommen suchen sich alle ihren Platz – und lauschen den Worten, die gesagt werden.

Weihnachtszeit weckt auf, an andere zu denken
So geht der Nikolaus auch auf die Menschen ein, die Leid erfahren und die nicht so viel haben. So dürfen auch die weinenden Stimmen in der Welt nicht überhört werden. Die Weihnachtszeit weckt auf, an andere zu denken.
So beschenkt der Nikolaus an diesem Tag seine Mitmenschen – und verteilt mit seinen zahlreichen Helfern köstliche Stutenkerle. 650 sind es an der Zahl.

Ganz so viele waren in diesem Jahr nicht vor Ort. Aber die Stutenkerle gingen dennoch schnell weg. Und auch wenn die Laternen am Ende ausgemacht wurden, in den Herzen der Kinder leuchtet die Freude der magischen Weihnachtszeit auf – und wer es nicht in die Stadt geschafft hatte, bekam vom Nikolaus sicher einen Besuch daheim – und zauberte ihnen auch dort ein Lächeln ins Gesicht.






























