Glosse von Anke: Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Diesmal jedoch etwas Besinnliches!
Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Hundeliebe
Es passiert immer häufiger: In freudiger Erwartung, ein niedliches Kindchen zu erblicken, schaue ich in den Anhänger eines vorbeirollenden Fahrrades – und wer schaut mich mit großen Kulleraugen an? Ein felliger Vierbeiner mit heraushängender Zunge und buntem Spielzeugknochen zwischen den Pfoten. Herbe Enttäuschung!
Ich frage mich: Warum kutschieren immer mehr Menschen ihre Haustiere durch die Gegend? Können Bello und Miezi nicht mehr laufen? „Wenn sie alt und krank sind, sicherlich nicht!“, mögen jetzt so manche Tierliebhaber kontern, aber dennoch scheint mir dieser Trend doch erklärungsbedürftig zu sein.
Neigung zur Vermenschlichung von Tieren
Ein Grund mag die zunehmende Neigung zur Vermenschlichung von Tieren sein. Pudel im Designer-Mäntelchen und Pekinesen mit Satinschleifen im Haar gehören schon lange zum gewohnten Straßenbild. Als sich mein Sohn vor zwei Jahren einen drolligen Kurzhaar-Dackel zulegte und ich ihn fragte: „Der darf aber nicht in Dein Bett, oder?“, antwortete das frischgebackene Herrchen mit einem entrüsteten: „Nein, natürlich nicht!“
Kürzlich schickte er mir ein Video, in dem Asterix elegant zum Kuschelstündchen ins Bett hüpfte. „Das durfte er nur, weil ich direkt danach die Bettwäsche abgezogen habe“, so die spätere kleinlaute Erklärung auf meine Nachfrage.
Die Tür bleibt zu!
Nun denn: Im freundschaftlichen Zusammenleben von Mensch und Tier scheint im Laufe der Zeit so mancher Grundsatz ins Wanken zu geraten. In meinem Schlafzimmer hat Asterix jedenfalls nichts zu suchen. Die Tür bleibt zu! Meistens jedenfalls. Beim letzten Besuch hatte ich sie nur einen Spaltbreit offen, damit das drollige Kerlchen mal sehen konnte, wo „seine Omi“ so schläft. Und das Fönen am Waschtisch fand er auch total interessant. Nur wenn ich sein Schnäuzchen anpuste, fängt er an zu bellen, aber dann entschuldige ich mich bei ihm mit einem Leckerchen. Der Racker weiß genau, in welcher Schublade die Wildwürstchen stecken…
Oha – ich denke, ich breche hier mal besser ab, sonst schreibe ich mich noch in Teufels Küche.




























