Nützliche Alltagshelfer sparen langfristig Strom- und Heizkosten. Hohe Stromkosten? Wie kann ich sparen?
Aktuell sind die Folgen der Energiekrise deutlich spürbar bei Verbraucher, wenn sie auf ihre Strom- und Gasrechnungen blicken. Schon alltägliche Leistungen, wie das tägliche Fönen von Haare schlagen bei den aktuellen Strompreisen jährlich mächtig zu Buche.
60 Euro für 15 Minuten tägliches Haarfönen
Beispielrechnung: Angenommen, ein Fön verbraucht exakt 1.500 Watt und wird jeden Tag 15 Minuten lang genutzt. Im Jahr entsteht somit ein Verbrauch von rund 137 Kilowattstunden (kWh). Abhängig von Ihrem Stromanbieter zahlen Sie pro kWh einen festen Betrag. Dieser liegt im Durchschnitt aktuell bei 45 Cent. Das bedeutet, dass hier etwas über rund 60 Euro Stromkosten im Jahr zusammenkommen.
Hilfreiche Geräte
Um langfristig Kosten zu sparen, bieten sich einige hilfreiche Geräte an, die als Geschenke unter dem Weihnachtsbaum Platz finden können. „Unsere energiesparenden Geschenkideen bewegen sich in einem preislich über-schaubaren Rahmen“, sagt Ruth Pettenpohl, Leiterin der Verbraucherzentrale NRW in Dorsten. „Einige helfen direkt dabei Energie einzusparen. Mit anderen lassen sich Einsparpotentiale ganz einfach aufspüren, beispielsweise mit Strommessgeräten“.
Dazu hat die Verbraucherzentrale NRW vier Geschenktipps zu Strom und Heizung zusammengestellt.
Smarte Heizungsthermostate
- Die kleinen Bauteile regulieren – einfach aufgeschraubt auf das vorhandene Ventil – den Wasserdurchfluss am Heizkörper. Anders als konventionelle Regler, arbeiten die sogenannten smarten Thermostate digital vernetzt und lassen sich präziser einstellen. Die Geräte sorgen dafür, dass es zu den gewünschten Zeiten warm ist und können, verknüpft mit einer Anwesenheitserkennung, sogar feststellen, wann Bewohner die Wohnung betreten oder verlassen. Die meisten smarten Thermostatköpfe erkennen ebenfalls, wann Fenster zum Lüften geöffnet sind und schalten bedarfsgerecht die Heizung an und aus. Sie lassen sich mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst anbringen und kosten pro Stück, je nach Funktionsumfang, 30 bis 100 Euro.
Strommessgeräte
- Stromfresser in der Wohnung aufspüren ist ihre Aufgabe. Ob Fernseher oder Spielekonsole im Stand-By-Betrieb, Kühlschrank oder WLAN-Router – die kleinen Geräte messen deren Stromverbrauch exakt und bieten Verbraucher die Möglichkeit, intensive Stromverbraucher zu identifizieren und Einsparpotentiale zu entdecken. Dabei stehen zwei Produktgruppen zur Auswahl: klassische digitale Messgeräte, die zwischen Steckdose und elektrische Geräte gesteckt werden, und so-genannte smarte Steckdosen mit Strommessfunktion, die ihre Messergebnisse per App an das Smartphone übermitteln. Strommessgeräte in guter Qualität sind bereits für unter 50 Euro erhältlich.
Funk-Steckdosen
- Smarte Steckdosen lassen sich über vorhandene Wandsteckdosen installieren. An diese Zwischenstecker werden die zu schaltenden Geräte angeschlossen. Die Funk-Steckdosen erlauben Verbraucher:innen mehr Kontrolle über stromverbrauchende Haushaltsgeräte. Smarte Steckdosen zeigen im Zusammenspiel mit Smartphone-Apps, welche Geräte gerade aktiv sind und teilweise auch wie viel Strom sie verbrauchen. Sie lassen sich ebenso wie klassische analoge Zeitschaltuhren nutzen, um Geräte zur selben Uhrzeit an- und auszuschalten.
Funk-Steckdosen können dabei helfen, langfristig die Stromkosten zu senken. Doch zunächst verbrauchen sie selbst zusätzlichen Strom. Deren Eigenstromverbrauch unterscheidet sich dabei je nach Modell. Vor dem Kauf ist daher zu beachten, wie die Energieaufnahme im Stand-By und im geschalteten Zustand ist, um das passende Modell je nach Einsatzort auszuwählen. Einfache Funk-Steckdosen sind bereits ab 30 Euro erhältlich. Technisch aufwändigere smarte Steckdosen, die sich im Smart Home über den Internetrouter steuern lassen, gibt es für rund 50 Euro.
Thermohygrometer
- Die kompakten Messgeräte ermitteln in geschlossenen Räumen die Luftfeuchtigkeit und Zimmertemperatur. Bei nicht optimalen Werten für ein angenehmes Raumklima können Verbraucher entsprechende Gegenmaßnahmen wie gezieltes Lüften und die korrekte Anpassung der Heiztemperatur vornehmen. Bei niedriger Raumtemperatur und schlechter Belüftung besteht zudem die Gefahr von zu hoher Luftfeuchtigkeit und damit von Schimmelbefall. Viele der Geräte haben daher eine eingebaute Alarmfunktion, die rechtzeitig vor zu hoher Feuchtigkeit warnt
So lässt sich durch gezieltes Lüften und Heizen langfristig Heizenergie sparen und die Schimmelgefahr bannen. Thermohygrometer mit entsprechenden Funktionen sind für unter 50 Euro erhältlich. Die analoge Variante bekommt man schon für unter 20 Euro.
Für weitere Informationen Verbraucherzentrale NRW in Dorsten Tel. (02362) 78752-01 [email protected]
Weitere Informationen und Links:
· Tipps zum Heizenergie sparen: www.verbraucherzentrale.nrw
· Tipps zum Stromsparen: www.verbraucherzentrale.nrw
Was kostet ein Staubsauer im Jahr?
Ein Staubsauger mit 1.600 Watt Leistung, der eine Viertelstunde am Tag genutzt wird, kostet im Jahr also 146,1 kWh/Jahr bei rund 0,45 Euro/Stunde = 65,70 Euro.




























