Die Marienkirche freut sich über ein vierteiliges Werk zum Thema Flucht aus der Ukraine von Regina Schumachers. Mit 12 Quadratmeter Fläche ist es das größte Gemälde Dorstens.
Regina Schumachers ist eine über die Grenzen Dorstens hinaus bekannte Künstlerin. Ihre Werke hängen in Museen und öffentlichen Einrichtungen. Nun hat sie ein fast sechs Meter breites Gemälde für den Altarraum der Marienkirche geschaffen. Unter dem an den Apostel Lukas angelehnten Titel „Kommt, wir gehen nach Bethlehem, in den Frieden“ beschäftigt es sich mit Flucht und Vertreibung.
Um das Bild zu erschaffen, hatte Schumachers im November und Dezember viele Stunden gearbeitet. Dabei verwandelte sich die große Bühne im Pfarrheim Sankt Marien in ihr Atelier. Hier schuf die Künstlerin vier Tafeln, die zum Weihnachtsfest der Gemeinde erstmals präsentiert wurden. Die Tafeln zeigen den Weg der Menschen aus den Krisenregionen der Erde nach Bethlehem, in den weihnachtlichen Frieden.
Anlass war der Ukrainekrieg
„Anlass war für mich der zu Beginn der Arbeit bereits neun Monate andauernde Krieg in der Ukraine“, erklärte Regina Schumachers. „Die erste Tafel ist ein abstraktes Gemälde der Künstlerin mit den Farben rot für das Leiden, graue Flächen für zerstörte Gemäuer und grün als Zeichen der Hoffnung. Die zweite Tafel zeigt die gefahrvollen Wege der Flüchtenden übers Meer und über Land.“
Die dritte und vierte Tafel sind hingegen hell und farbenfroh. Zahllose Menschen werden von dem Licht, ausgehend von der Krippe angezogen, sogar Kleintiere und Blumen. Hier lud Regina Schumachers auch einige Helfer ein: Zwei elfjährigen Mädchen gestalteten Tiere und Pflanzen, während Pastor Poonath mit viel Hingabe die heilige Familie sowie die Hirten und ihre Tiere malte. Zwei erwachsene Kursteilnehmerinnen von Regina Schumachers waren ebenfalls beteiligt und zeichneten unter anderem die Krippe.
So entstand in den beiden letzten Tafeln eine eher märchenhafte Interpretation. Menschen und Kleintiere wie beispielsweise eine Schneckenfamilie sind unterwegs und riesige Blumen zeigen den Zauber der Weihnacht.
„Neben der Malerei fungierte ich besonders im dritten und vierten Bild auch quasi als Regisseurin“, erklärte Schumachers. „Das Werk hat großen körperlichen, zeitlichen und geistigen Einsatz gefordert.
Ich habe die Herausforderung sehr gerne angenommen und freue mich mit der Gemeinde über das Ergebnis“, so die Künstlerin.




























