Im Moment sind die Temperaturen noch niedrig, aber das Frühjahr kommt bestimmt. Dann können wir uns wieder über Fahrten ins Grüne freuen. Doch worauf sollten Autofahrer bei ihrem Fahrzeug beim Start in den Frühling achten?
Das Schmuddelwetter ist Vergangenheit, und Streu und Splitt von den Straßen verschwunden. Nur an der Dreckschicht auf dem Auto und auf den Fußmatten im Innenraum kann man noch die vergangenen Monate ablesen. Autofahrer sollten sich etwas Zeit nehmen und den Wagen wieder fit für den Frühling machen.
Runter mit dem Winterdreck
Als erstes sollte man in die Waschanlage fahren und den Winter nun auch in Form der letzten Salz- und Schmutzreste von der Karosserie waschen. Dabei ist es ratsam, eine kurze Vorwäsche zu machen, um kleine Steinchen oder Schmutzpartikel schon im Vorfeld vom Lack zu entfernen. Sonst können diese wie Schmirgelpapier wirken und die Farbschicht beschädigen. Bei vielen Waschstraßen sind solche Vorwäschen daher Standard.
Klare Scheiben für guten Durchblick
Die Scheiben sollten sorgfältig auch von innen gereinigt werden. Für einen guten Durchblick ist die Kontrolle der Scheibenwischerblätter im Frühjahr auch wichtig, denn diese können wegen Schnee und Eis gerissen sein. Wenn der Gummi brüchig ist oder die Blätter schmieren, sollte man die Scheibenwischer tauschen.
Für gute Sicht ist auch die Beleuchtung entscheidend. „Wirken die Scheinwerfer trüb oder funktionieren nicht mehr, ist es Zeit für die Werkstatt“, betont Marcel Wengrzyk, Geschäftsführer der MW Service-Meisterwerkstatt in Dorsten. „Hier kann auch ein professioneller Lichttest gemacht und die Scheinwerfer richtig eingestellt werden.“

Unnötiger Ballast kostet Sprit
Nach dem Ende der Skisaison sollten Dachboxen und Skiträger runter vom Auto, denn sie erhöhen den Verbrauch. Jedes Kilo an Bord kostet Kraftstoff. Pro 100 Kilogramm sind es laut ADAC bis zu 0,3 Liter mehr Sprit auf 100 Kilometer. Zusätzliche Ladung wie zum Beispiel Schneeketten, Streusplit, Eiskratzer und Besen haben jetzt Sommerpause und können aus dem Auto entfernt werden.
Blick unter die Motorhaube
Blüten und Blätter, die sich in den Ecken des Motorraums angesammelt haben, sollten entfernt werden. Sonst verstopfen die Pflanzenreste schnell Ablauflöcher und das Fahrzeug kann voll Wasser laufen. Bei dieser Gelegenheit lohnt es sich immer, direkt auch nach Wischwasser, Kühlflüssigkeit und Motorölstand zu schauen.
Beim Blick unter die Motorhaube macht auch die Suche nach Marderspuren Sinn. Die kleinen Raubtiere nagen gerne an Leitungen im Motorraum. Wenn auf Kabeln oder Schläuchen Bissspuren zu entdecken sind, gehört das Auto in die Werkstatt.
Die wechselnden Temperaturen können auch der Autobatterie zusetzen. Lässt sich das Auto gar nicht oder nur schwerfällig starten, ist meistens die Batterie der Grund. Wenn sich das nach ein paar Versuchen nicht legt, ist ein Batterietest bei einer Werkstatt die richtige Wahl.
Achtung bei Bremsen und Reifen
Entdeckt man nach dem Winter Rost auf den Bremsen, sollte das Auto bewegt und die Bremse unter Beachtung des Verkehrs auch wieder kräftiger betätigt werden. Bei mahlenden Geräuschen wird es Zeit für einen kurzen Werkstattbesuch mit Prüfung der Bremsen und Bremsflüssigkeit. Eine Kontrolle der Reifenbeschaffenheit und der Luftdrucks sorgen ebenfalls für mehr Verkehrssicherheit und weniger Spritverbrauch. Bei dieser Gelegenheit sollte auch das Reifenprofil überprüft werden.

Ab Ostern ist es ohnehin Zeit, von Winter- auf Sommerreifen zu wechseln. Bei weniger als drei Millimetern sollten man die alten Sommerreifen durch neue ersetzen. Winterreifen, die noch in der nächsten Saison verwendbar sind, müssen sauber, trocken, dunkel und kühl gelagert werden. Nach dem Reifenwechsel müssen die Radschrauben nach etwa 100 bis 200 Kilometern nachgezogen werden.




